Kommunalwahl
Kristina Lindner über ihre Motivation zur Bürgermeisterkandidatur
Zeit für Veränderung ist es in Hausen, meint Kristina Lindner.
Zeit für Veränderung ist es in Hausen, meint Kristina Lindner. // Kristina Lindner
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Hausen

Nach sechs Jahren im Gemeinderat und einer Legislaturperiode mit „historisch hoher Neuverschuldung“ zieht Kristina Lindner eine klare Konsequenz: Die 40-jährige Kauffrau, Gemeinderätin und Mutter von vier Kindern kandidiert für das Amt der Bürgermeisterin von Hausen und Wimmelbach. Das schreibt sie in einer Pressemitteilung.

Ihr Ziel sei ein Kurswechsel hin zu finanzieller Vernunft, transparenten Entscheidungen und einer klaren Priorisierung der kommunalen Kernaufgaben. Die Entwicklungen der vergangenen Jahre hätten für Lindner deutlich gemacht, dass ein „Weiter so“ keine Option sei. „Die Pro-Kopf-Verschuldung ist innerhalb weniger Jahre von 28 Euro auf über 3200 Euro gestiegen. Der Haushalt gilt inzwischen als angespannt, freiwillige Leistungen stehen unter Druck – für viele dringend notwendige Projekte fehlt schlicht das Geld“, erklärt sie.

Aus ihrer Sicht habe es zuletzt an Augenmaß und einer ausgewogenen Priorisierung gefehlt. Während millionenschwere Prestigeprojekte realisiert worden seien, wie eine Sportgaststätte mit Möglichkeit zum Bankettbetrieb, blieben zentrale Aufgaben wie die Sanierung und Modernisierung der Schule, der Zustand der Straßen oder eine durchdachte Verkehrsführung liegen. „Hausen braucht keine Premiumlösungen um jeden Preis, sondern die richtige Lösung – finanziell machbar, nachhaltig und am tatsächlichen Bedarf orientiert“, so Lindner.

Im Mittelpunkt ihrer Kandidatur stehe daher eine klare Rückbesinnung auf die Kernaufgaben der Gemeinde: Kindergarten, Schule, Straßen und Infrastruktur.

Als Betriebswirtin bringe Lindner die fachliche Kompetenz für eine professionelle Haushaltsführung mit, so der Pressetext weiter. Förderprogramme sollten konsequent genutzt, Investitionen realistisch geplant und die Verschuldung abgebaut werden. Gleichzeitig spricht sie sich gegen steigende Steuern und Gebühren aus: „Die Bürger dürfen nicht für Fehlentscheidungen der Vergangenheit bezahlen.“

Weiterer Schwerpunkt sei der verantwortungsvolle Umgang mit gemeindlichen Liegenschaften. Gebäude müssten sinnvoll genutzt, ausgelastet und wirtschaftlich betrieben werden. „Die alte Feuerwehr in Hausen und die alte Schule in Wimmelbach dürfen keine Dauerbaustellen bleiben, sondern brauchen tragfähige Konzepte“, so Lindner. Ferner müsse die Auslastung bestehender Einrichtungen wie Mehrzweckzentrum, Greifenscheune, Krone und Bürgerhaus verbessert werden. Besonderes Augenmerk lege Lindner auf Kinder, Jugendliche und Familien. Zentral sei für sie auch ein neuer Politikstil: „Transparent, respektvoll und dialogorientiert.“ red

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