Die Stadt Forchheim treibt laut Pressemitteilung die Entwicklung eines integralen Konzepts zum kommunalen Sturzflut-Risikomanagement voran. Ziel sei es, die Gefährdungen durch Starkregen systematisch zu erfassen, zu bewerten und darauf aufbauend Maßnahmen zur Überflutungsvorsorge und Schadensminderung abzuleiten.
Gefördert wird diese Konzepterstellung zu 75 Prozent durch den Freistaat Bayern. Ein wesentlicher Bestandteil dieses Prozesses ist der enge Austausch mit lokalen Fachstellen und Praxisakteuren. Aus diesem Grund lud die Stadt Forchheim gemeinsam mit dem Ingenieurbüro CDM Smith zu einem Expertenaustausch ein.
„Starkregenereignisse stellen Kommunen zunehmend vor große Herausforderungen. Um angemessen vorsorgen zu können, sind wir auf die Erfahrungen und das Wissen der Akteurinnen und Akteure vor Ort angewiesen“, betont Bürgermeister Manfred Hümmer (FW), der den Angaben zufolge auch als Polizeiinspektor a. D. seine Expertise eingebracht hat. Hümmer erklärt: „Der Austausch mit Einsatzkräften, Fachbehörden und weiteren Expertinnen und Experten ist ein zentraler Baustein, um Gefährdungen realistisch einzuschätzen und zielgerichtete Maßnahmen zu entwickeln.“
Bekannte Gefahrenstellen
Im Rahmen des Austauschs seien insbesondere Hinweise zu häufig überfluteten Bereichen, bekannten Gefahrenstellen sowie Erkenntnisse aus vergangenen Starkregen und Überflutungen zusammengetragen worden. Ziel sei es, vorhandenes Praxiswissen systematisch in die Konzepterstellung zu integrieren und so eine belastbare Grundlage für zukünftige Entscheidungen zu schaffen.
Auch die Wassermanagerin der Stadt Forchheim, Julia Schrade, unterstreicht die Bedeutung des gemeinsamen Vorgehens: „Ein wirksames Risikomanagement kann nur im Zusammenspiel aller Beteiligten entstehen. Die Erfahrungen aus dem Einsatzgeschehen und dem täglichen Umgang mit den Auswirkungen von Starkregen sind für uns von unschätzbarem Wert.“
Plattform für Bürgerbeteiligung
Eine Bürgerbeteiligungsplattform für die Bevölkerung befinde sich im Aufbau. Mit dem integralen Sturzflutkonzept verfolge die Stadt Forchheim das Ziel, „die Resilienz gegenüber den zunehmenden Folgen des Klimawandels weiter zu stärken und den Schutz von Bevölkerung, Infrastruktur und Umwelt nachhaltig zu verbessern“. Mit Fertigstellung des Konzepts sei Ende 2027 zu rechnen. red









