Vorsorge – ein kleiner Schritt mit großer Wirkung. Das Gesundheitsamt Haßberge weist auf den Weltkrebstag am heutigen Mittwoch, 4. Februar, hin: Eine frühzeitige Diagnose kann Leben retten.
Anlässlich des Weltkrebstags erinnert das Gesundheitsamt Haßberge daran, wie entscheidend Vorsorge, Forschung und frühzeitige Unterstützung sind. Der internationale Aktionstag macht jedes Jahr deutlich, dass Krebs jeden Menschen treffen kann und dass Prävention und eine frühzeitige Diagnose Leben retten können.
„Der Weltkrebstag erinnert mich daran, wie wichtig es ist, achtsam mit dem eigenen Körper umzugehen und die Möglichkeiten der Früherkennung zu nutzen. Ich selbst habe meinen Tumor 2019 durch Abtasten entdeckt – und frage mich bis heute, was wohl gewesen wäre, wenn ich mir nicht bewusst Zeit für diese Selbstuntersuchung genommen hätte. Heute bin ich krebsfrei und zutiefst dankbar für jede Form der Früherkennung – sei es das regelmäßige Abtasten, die Ultraschalluntersuchung oder die ärztliche Kontrolle. Früherkennung soll keine Angst machen, sondern Hoffnung geben. Sie steht für Verantwortung und den Mut, auf sich selbst zu achten und kann am Ende Leben retten“, so Patricia Walter aus Ebern.
Patricia Walter engagiert sich seit fünf Jahren als Gruppenleitung der Selbsthilfegruppe Busenfreunde Ebern. Gemeinsam mit den Teilnehmerinnen schafft sie einen geschützten Raum, in dem sich die Frauen offen über die Erkrankung Brustkrebs austauschen, miteinander lachen, gemeinsame Aktivitäten erleben und sich gegenseitig Halt und Lebensfreude schenken.
Mit ihrer Öffentlichkeitsarbeit möchten die Busenfreunde Ebern zudem andere Menschen ermutigen, Vorsorge ernst zu nehmen und die Chancen der Früherkennung zu nutzen.
Je früher desto besser
„Krebsvorsorge ist kein Thema, das man aufschieben sollte. Je früher Veränderungen erkannt werden, desto besser sind die Behandlungschancen. In Deutschland gibt es ein gesetzliches Krebsfrüherkennungsprogramm, auch Krebs-Screening oder Krebsvorsorge genannt. Jeder kann ab einem bestimmten Alter daran teilnehmen. Das Programm umfasst Untersuchungen zur Früherkennung von fünf verschiedenen Krebsarten: Brustkrebs, Darmkrebs, Gebärmutterhalskrebs, Hautkrebs und Prostatakrebs.
Viele dieser Krebsarten entwickeln sich schleichend und verursachen lange keine Beschwerden. Umso wichtiger ist es, die bestehenden Angebote zur Früherkennung wahrzunehmen“, betont Jana Bauer-Armbruster, Leiterin des Gesundheitsamtes Haßberge.
Ein konkretes und niedrigschwelliges Angebot zur Stärkung der Vorsorge in der Region bietet das digiOnko Präventionsmobil, das am 26. April 2026 auf dem Haßfurter Frühjahrsmarkt haltmacht. Besucherinnen und Besucher erwartet ein vielfältiges Informationsangebot rund um Frauengesundheit, Krebsprävention und Früherkennung. Außerdem besteht die Möglichkeit an der PräDigt-Studie teilzunehmen, um das individuelle Gesundheitsverhalten über eine App zu testen und das persönliche Krebsrisiko zu bestimmen.
Mit großer Wirkung
Das Projekt wurde vom Staatsministerium für Gesundheit, Pflege und Prävention gefördert und von den onkologischen Zentren Erlangen, Würzburg und Regensburg unterstützt. Vorsorge ist ein kleiner Schritt mit großer Wirkung – sie beginnt bei jedem selbst und stärkt die eigene Gesundheit. red









