Zeil am Main
Im Rosengarten: die Kraft der schlafenden Augen
Vor einer großen Besucherschar erläuterte Christa Schlegelmilch (rote Jacke) die Prinzipien des Rosenschnittes. Foto: Brigitte Krause
Vor einer großen Besucherschar erläuterte Christa Schlegelmilch (rote Jacke) die Prinzipien des Rosenschnittes. Foto: Brigitte Krause // 
Zeil am Main

Auf Einladung des Obst- und Gartenbauvereins hielt Christa Schlegelmilch einen Rosenschnittkurs in ihrem Garten an der Zeiler Stadtmauer.

Die Gartenexpertin widmet sich seit Jahrzehnten besonders den Stauden und Rosen und ist eine erwiesene Kennerin der Materie. Ein Grund, warum der Vortrag mit Praxisbeispielen auf große Resonanz traf.

Über 50 Rosenarten haben sich inzwischen in dem historischen Garten der Familie Schlegelmilch an der Zeiler Stadtmauer versammelt, und jede dieser Persönlichkeiten (so die Referentin) wird ihren Bedürfnissen nach gepflegt.

Diese richten sich immer nach der Art der Rose: Ist es eine Strauchrose, ein Rambler, eine Edel- oder eine Beetrose? Eine Rose ist also keineswegs eine Rose. So müssen bei Strauchrosen über drei Jahre alte Triebe jährlich geschnitten werden, und zwar ganz nach unten bis auf zwei „schlafende Augen“: Das sind Verdickungen im Stamm, in denen die Pflanze neue Austriebe angelegt hat.

Wer dieses Grundprinzip beherzigt, der wird über Jahrzehnte Freude an seinem Rosenstock haben, weil dieser nicht „vergreisen“ kann. Das Leben einer öfter blühenden Rose steckt im Wurzelstock, betonte Christa Schlegelmilch. Nach dem Abschneiden macht das Herauslösen der langen und ziemlich widerspenstigen Triebe natürlich Arbeit, weil man den Trieb Stück für Stück aus dem Strauch entfernen muss. Ein weiteres, einfach zu erfüllendes Grundprinzip ist, alle nach innen in die Pflanze wachsenden Triebe an der Achsel abzuschneiden.

Christa Schlegelmilch verfeinerte ihre Ratschläge und empfahl dringend, die Rosen mit einem passenden Dünger zu unterstützen. Brigitte Krause

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