Mit einem kleinen Nahwärmenetz begann die Gemeinde 2022, ein eigenes Energiekonzept für Adelsdorf zu realisieren. Öffentliche Gebäude und einige Wohnhäuser waren die ersten Abnehmer. Mit einem Hackschnitzel-Heizkessel und einem Pufferspeicher von 60.000 Litern Fassungsvermögen auf dem Gelände des Bauhofs startete das Vorhaben. Dieser Tage feierte die Gemeinde die Einweihung ihrer Energiezentrale 3 auf dem neuen Gelände an der Höchstadter Straße.
Hier soll in den nächsten Jahren ein ganzer Energiepark entstehen, der von den Gemeindewerken Adelsdorf – einer hundertprozentigen Tochter der Gemeinde – betrieben wird. Zu der neuen Energiezentrale 3 gehören zwei Blockheizkraftwerke und drei Holzvergaser auf Pelletbasis. Wie Gemeindewerke-Pressesprecherin Julia Gold mitteilt, wird in den Holzvergasern „in einem hocheffizienten Pyrolyse-Prozess Holzgas produziert, das die beiden Blockheizkraftwerke antreibt“. Die entstehende Abwärme geht ins Nahwärme- und der Strom ins öffentliche Netz. Neu ist hier auch ein 100.000-Liter-Pufferspeicher.
Mit der Energiezentrale 3 kann Adelsdorf nun weitere etwa 130 Haushalte mit Nahwärme versorgen. Bis 2028 soll auf dem bereits gesicherten Grundstück gegenüber der Firma Soldan der Energiepark ausgebaut werden. Geplant sind weitere Blockheizkraftwerke, mit Hackschnitzeln betriebene Holzvergaser, Großwärmepumpen, Pelletieranlagen und Pufferspeicher.
„Wir haben noch Größeres vor“, sagte Gemeindewerke-Geschäftsführer Wolfgang Mößlein bei der Einweihungsfeier. 240 Haushalte sind inzwischen an das Nahwärmenetz angeschlossen, 1000 sollen es einmal werden. In einer ganzen Reihe von Grundstücken haben sich die Eigentümer den Anschluss bereits legen lassen, um sofort umzusteigen, wenn die alte Ölheizung ihren Geist aufgibt. Ein Sofortanschluss kostet je nach Wärmebedarf zwischen 8000 und 16.000 Euro. Für weniger Geld ist vorher auch ein Anschluss bis ans Haus oder nur ein Abzweig aufs Grundstück möglich.
Der neue Bürgermeister und Verwaltungsratsvorsitzender der Gemeindewerke, Nico Kauper (CSU), ist stolz auf das unter der Regie seiner Vorgänger Armin Goß und Karsten Fischkal entstandene Projekt. „Wir können uns jetzt Klimaschutzkommune nennen“, sagte er.
Die stellvertretende Landrätin Gabi Klaußner (CSU) lobte den Weg von Adelsdorf und freute sich in ihrem Grußwort, dass mit der Anlage „Energie und Wertschöpfung in der Region bleiben“.









