Der Freundeskreis Castlebar hatte sich im Februar zu einer längst fälligen ordentlichen Mitgliederversammlung getroffen. Der damalige Bürgermeister Gerald Brehm war seit dem Rücktritt der Ersten Vorsitzenden Tina Reißberger im Juni 2024 kommissarischer Vorstand. Damals erinnerte er an viele Aktivitäten der letzten drei Jahre, insbesondere im Zusammenhang mit dem 25-jährigen Jubiläum der Städtepartnerschaft.
Nun hatte Brehm zu einer ordentlichen Mitgliederversammlung geladen, mit dem Hauptziel, einen neuen Gesamtvorstand zu wählen, damit der Freundeskreis wieder ein handlungsfähiges Team an der Spitze hat. Da gemäß Vereinssatzung der amtierende Bürgermeister Zweiter Vorstand ist, wäre Alexander Schulz zwar gerne mit dabei gewesen, war aber aufgrund einer dienstlichen Verpflichtung verhindert und ließ sich entschuldigen.
Die 18 stimmberechtigten Mitglieder wählten für alle Positionen einstimmig die vorgeschlagenen Kandidaten. Altbürgermeister Gerald Brehm übernimmt nun offiziell den Ersten Vorsitz und möchte bei der nächsten Vorstandssitzung im Beisein von Bürgermeister Alexander Schulz die kommenden Vereinsaktivitäten absprechen.
Die ehemalige Vorsitzende Dagmar Wennmacher, die als Ehrenvorsitzende ebenfalls Teil des Vorstands ist und sich wieder aktiver einbringen möchte, regte an, dass der Freundeskreis Castlebar mit den Kneipen in Höchstadt zusammenarbeiten könnte. Sie präsentierte auch diverse Vorschläge, wie die fränkisch-irische Zusammenarbeit der beiden Partnerstädte wieder intensiviert werden könnte. Sie wird sich in Castlebar erkundigen, ob es noch einmal ermöglicht werden könnte, dass ein Höchstadter Kunstschaffender wieder zwei Wochen das Böll Cottage auf Achill Island nutzen darf. Der Freundeskreis hatte dies 2007 dem Künstler Thomas Richter ermöglicht, der dabei eine enge Freundschaft zum künstlerischen Leiter der Böll-Stiftung, John McHugh aufgebaut hatte, die 2014 in einer Ausstellung von Richters Werken in Westport mündete.
Auch die Idee, das irische Schüler im Rahmen ihres Transition Years mit finanzieller Unterstützung des Freundeskreises einen Praktikumsbesuch in Höchstadt absolvieren könnten, brachte Wennmacher nochmals ins Gespräch. Leider haben sich bislang keine Jugendlichen aus Castlebar gefunden, die die bisherigen Angebote des Vereins annehmen wollten.
Außerdem wäre es wichtig, die von Klaus Strienz mehrfach angesprochene Idee anzustoßen, alle Unterlagen der Städtepartnerschaft zu digitalisieren, um eine Chronik der Städtepartnerschaft Höchstadt-Castlebar zu erarbeiten. Wennmacher will sich diesbezüglich ans Gymnasium Höchstadt wenden, ob derlei im Rahmen eines P-Seminars erfolgen könnte.
Um auch in Höchstadt selbst irische Kultur und das Interesse an Irland wieder präsenter zu gestalten, gab es Vorschläge, die „Irische Filmnacht“ in neuer Form wiederzubeleben oder auch auf wichtige irische Feiertage über den St. Patrick’s Day hinaus aufmerksam zu machen – wie zum Beispiel Lughnasa. Das keltische Erntefest wird in der Nacht vom 31. Juli auf den 1. August gefeiert. Weil in Höchstadt aber zu diesem Zeitpunkt traditionell die Kellerbergkerwa stattfindet, könnte sich der Vorstand des Freundeskreises einen früheren Termin vorstellen.
Um die Mitglieder wieder mehr einzubinden, wird der neue Vorstand versuchen, zeitnah über die nächsten Aktivitäten des Vereins per E-Mail-Newsletter zu informieren, aber erst nach Absprache mit Bürgermeister Alexander Schulz.









