Erlangen-Höchstadt
Diese Projekte plant der Landkreis
Für den Schutz der Radler benötigt es den Membacher Radweg.Sandra Buchwald
Für den Schutz der Radler benötigt es den Membacher Radweg.Sandra Buchwald // 
Erlangen-Höchstadt

Die Sanierung und der Neubau von Straßen und Brücken ist derzeit bundesweit Thema. Das gilt auch für den Kreis Erlangen-Höchstadt. Deswegen haben Kreisausschuss und Kreistag jetzt Maßnahmen debattiert, deren Kosten man gegenwärtig auf 13,2 Millionen Euro veranschlagt.

Die nötige Investitionsplanung projektiert die Jahre zwischen 2027 und 2032. Das, so sagen es die Entscheider der Verwaltung, solle den Städten, Gemeinden und Projektbeteiligten die Möglichkeit der soliden Planung verschaffen. Deswegen gebe es für die Projekte ergänzend auch Priorisierungen. Diese würden gemäß der Erfordernisse auch angepasst.

Hohe Priorität

Besonders Geh- und Radwege hätten neben dem Ausbau der Straßen und Brücken des Landkreises hohe Priorität für den Schutz der Bürger. Erste Priorität soll deswegen bald das Projekt des Teilstücks an der Kreisstraße ERH 36 zwischen dem Kreisverkehr der Unterführung für den A 3-Ausbau und Medbach haben.

Geplant ist der Zuwendungsantrag für das Bundesprogramm „Stadt und Land“, den die Verantwortlichen des Kreises an die Bezirksregierung stellen möchten. Ergänzend ist Grunderwerb nötig für die Maßnahme, für die schon 2027 der Startschuss erfolgen soll.

Ebenfalls 2027 ist der Start für den Lückenschluss des Geh- und Radweges an der ERH 13 zwischen den Orten Tuchenbach und Höfen vorgesehen. Dort ist der Grunderwerb schon geklärt. Oberste Priorität erhält auch der Weiterbau des Geh- und Radweges an der ERH 26 zwischen den Röhrach und Hannberg. Dieses Projekt dient als Teilaspekt des gegenwärtig laufenden sechsstreifigen Fahrbahnausbaus für der A 3.

Dass hohe Priorität nicht zwingend auch rasche Durchführung bedeutet, zeigen die seit schon fast drei Jahren geplanten Maßnahmen der Anschlussstelle Möhrendorf der A 73, für das man zwei Kreisverkehrsanlagen und den Neubau einer Brücke plant. Bodenerkundungen und artenschutzrechtliche Prüfungen haben Spezialisten schon erledigt, Gespräche zwischen Wasserwirtschaftsamt und Kreisbehörde seien durchgeführt und die Beratungen zwischen dem Kreis und der Naturschutzbehörde würden laufen. Das gelte auch für die zum Grundstückserwerb erforderlichen Liegenschaftsverhandlungen.

Da die Planungen für den Umbau der Straße sowie das neue Brückenbauwerk schon recht fortgeschritten seien, sei der etwaige Start des Projekts für 2028 geplant, doch die nötigen Rodungen würden eventuell schon Ende 2027 erfolgen.

Pause beziehungsweise Änderungen gibt es aufgrund der Kosten für zwei Radwegeprojekte. Für den Radweg zwischen Hammerbach und Beutelsdorf hatten der Kreis und die Stadt Herzogenaurach Projektvereinbarungen geschlossen. Jetzt jedoch möchte German Hacker als Bürgermeister der Stadt den Kreis als federführende Instanz für das Projekt. Als Grund nannte er die vielen Leistungen durch die Stadt Herzogenaurach. Das gilt auch für die Kosten, die zwischen Stadt und Kreis 50:50 geteilt worden wären. Das Gremium sowie der Sachgebietsleiter des Tiefbaus, Dieter Mußack, gaben dafür grünes Licht und die Kooperation zwischen Stadt und Kreis würde deswegen jetzt geändert.

Zurückgezogen haben die Grünen ihren Antrag für den Radweg zwischen Zentbechhofen und Stiebarlimbach. Denn zum Start der Kreisausschusssitzung hatte Landrat Alexander Tritthart schon für das Jahr 2027 ein drohendes Desaster wegen der neuen Zahlen des Kommunalen Finanzausgleichs sowie der Bezirksumlage angekündigt und zum Sparen aufgerufen. Deswegen haben die Kreisräte jetzt beschlossen, das Projekt der Grünen zu parken. Später bekäme es jedoch Priorität 2.

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