Rettungswesen
Neuer Einsatzleitwagen für die Sanitätseinsatzleitung in Dienst gestellt
Die Blaulichtfamilie Erlangen-Höchstadt freut sich über das neue Einsatzfahrzeug.
Die Blaulichtfamilie Erlangen-Höchstadt freut sich über das neue Einsatzfahrzeug. // Kirsten Fraedrich
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LKR Erlangen-Höchstadt

Nach über vier Jahren Planung, Beschaffung und Fertigstellung ist ein neuer Einsatzleitwagen (ELW) für die ehrenamtliche Unterstützungsgruppe Sanitätseinsatzleitung (UG-SanEL) beim Kreisverband Erlangen-Höchstadt des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) offiziell in Dienst gestellt worden.

Anwesend waren Vertreter aller Organisationen der „Blaulichtfamilie“ sowie Staatsminister Joachim Hermann, Oberbürgermeister Florian Janik, die stellvertretende Landrätin Gabriele Klaußner und der Vorsitzenden des BRK.Kreisverbandes Erlangen-Höchstadt, Christian Zwanziger.

Der neue ELW ersetzt ein 17 Jahre altes Fahrzeug, das für die umfassenden Aufgaben bei größeren Schadensereignissen und Katastrophenfällen zu klein geworden war und Funk- und IT-technisch aufwendig hätte modernisiert werden müssen. Die aus BRK und Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) stammenden Einsatzkräfte, die den Einsatzleitwagen für die Stadt Erlangen und den Landkreis Erlangen-Höchstadt besetzen, haben nun mit dem neuen Fahrzeug ein mit leistungsfähiger Technik ausgestattetes und den Anforderungen des Katastrophenschutzes gerecht werdendes Einsatzmittel zur Verfügung. Dieses ermöglicht eine deutlich effizientere und zeitgemäßere Koordination aller rettungsdienstlichen und betreuenden Maßnahmen vor Ort bei Großschadenslagen.

Bewähren konnte sich der neue ELW auch schon: Bei der großen Evakuierung nach dem Fund einer Fliegerbombe in Nürnberg im November löste die Erlanger UG-SanEL gemeinsam mit Kollegen aus Neumarkt die Nürnberger UG-SanEL am frühen Morgen ab und unterstützte die Nürnberger Sanitätseinsatzleitung bis zum Ende der Rückführung der Evakuierten gegen Mittag.

Der Freistaat Bayern förderte die Beschaffung des neuen ELW mit 166.000 Euro aus dem Sonderinvestitionsprogramm „Katastrophenschutz Bayern 2030“. Der Beauftragte für den Katastrophenschutz des BRK-Kreisverbandes, Stefan Pechtl, erklärte: „Wir beschaffen dieses Fahrzeug für einen Moment, auf den niemand hofft, auf den wir aber vorbereitet sein müssen.“

Für die UG-SanEL bedankte sich der Fachdienstleiter Michael Reichert bei allen Beteiligten für die Unterstützung. Der BRK-Kreisverband steuerte 150.000 Euro aus eigenen Mitteln bei.

Die Unterstützungsgruppe

Die UG-SanEL ist eine rein ehrenamtliche Einheit des Katastrophenschutzes und unterstützt im Einsatz die Sanitätseinsatzleitung (SanEL). Die SanEL besteht aus dem Leitenden Notarzt und dem Organisatorischen Leiter. red

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