Die Freiwillige Feuerwehr Hain hat erstmals ein Feuerwehrauto in ihrem Besitz. Am Tag vor der Segnung und Fahrzeugübergabe kam es schon zum ersten Einsatz, als ein Brand auf dem Kompostplatz ausbrach. Die Freiwillige Feuerwehr Hain war schon vor der Alarmierung zur Stelle.
„Unsere freiwilligen Feuerwehren sind die Stützpfeiler in unseren Dörfern“, lobte Bürgermeister Bernd Rebhan. „Wenn wir heute die feierliche Übergabe und Segnung des TSF für unsere Feuerwehr Hain feiern, ist alles zugleich ein Bekenntnis für unsere Dörfer und auch für die Ortsteilfeuerwehren in unseren Ortschaften.“
Die gemeinsam getroffenen Absprachen werden nun Wirklichkeit. Und das im Jahr, in dem die Wehr 125 Jahre alt wird. Die Anschaffung wurde gründlich vorbereitet. Der frühere Kreisbrandrat Joachim Ranzenberger stimmte damals der Anschaffung zu. In der Stadt Wallenfels wurde bei der Feuerwehr Schnaid eine Partnerwehr für die Anschaffung des gleichen Fahrzeugs gefunden, wofür es mehr Förderung gab. Am 13. Dezember 2022 wurde der Beschluss zur Anschaffung gefasst. Die Regierung sicherte einen Zuschuss von 38.000 Euro zu. Gemeinsam mit dem Ingenieurbüro Wattenbach wurde die Anschaffung der beiden Fahrzeuge besprochen.
Schließlich wurde das Fahrzeug bei der Firma Compoint in Forchheim von der Firma MAN bezogen. Das Fahrgestell wurde von der Firma Ziegler in Giengen an der Brenz beladen. Am 2. Dezember 2025 fand die finale Besprechung statt. Am 16. Dezember wurde das Fahrzeug zugelassen. Am 19. Dezember wurde das Fahrzeug abgeholt und am 23. Dezember fand die Abnahme der Mindestausrüstung durch Kreisbrandrat Frank Fischer statt. Die Kosten liegen bei 78.659 Euro an MAN, bei 69.448 Euro an Compoint und bei 14.355 Euro an die Firma Ziegler.
Bürgermeister Bernd Rebhan bedankte sich für den Zuschuss des Freistaats Bayern und für 19.000 Euro bei der Feuerwehr Hain und beim Windpark Reinberg.
Besonderer Dank galt Feuerwehrsachbearbeiterin Corinna Schmittlein und geschäftsleitendem Beamten Torsten Michel. „Ohne das Ehrenamt geht es nicht“, dankte er den Feuerwehrleuten der Hainer Wehr.
Wie war der Stand der Hainer Wehr vor zehn Jahren? Kommandant Peter Fischer blickte zurück auf die Zeit, als die Feuerwehr Hain noch einen Tragkraftspritzenanhänger im Einsatz hatte. „Wir hatten ein Gerätehaus ohne fließendes Wasser und ohne Heizung.“ Jetzt habe man ein neues Gerätehaus mit Heizung, eine große Fahrzeughalle und einem eigenen Spind für jeden Kameraden und jede Kameradin. Der Funk erfolge digital.
Am Fahrzeug wurden eine Umfeldbeleuchtung, eine Geräteraumbeleuchtung und ein Lichtmast angebracht. Ein Blaulichtbalken mit Sondersignal wurde montiert, zwei Frontblitzer und eine Heckwarneinrichtung installiert. Ein Hochdrucklöschgerät wurde eingebaut mit 100 Litern Wasser und zehn Litern Schaum, dazu ein faltbarer Löschbehälter für 5000 Liter.
Pfarrer Matthias Maaß aus Weißenbrunn segnete das Fahrzeug. Allseits solle es ein Segen sein für die Menschen, die damit arbeiten sowie für die Menschen, die Hilfe brauchen. Mit diesem Fahrzeug, sagte er, arbeiten und helfen Menschen ehrenamtlich. Rainer Glissnik









