Burggrub
Kapellenbauverein Burggrub zog eine Jahresbilanz
Ottilie Bischoff (links) wurde für 25-jährige Treue und Mitarbeit beim Kapellenbauverein Burggrub durch Vorsitzende Angelika Rosenbauer-Chukwu ausgezeichnet.
Ottilie Bischoff (links) wurde für 25-jährige Treue und Mitarbeit beim Kapellenbauverein Burggrub durch Vorsitzende Angelika Rosenbauer-Chukwu ausgezeichnet. // Karl-Heinz Hofmann
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Burggrub

Der Kapellenbauverein hatte in seiner Jahreshauptversammlung mit Neuwahlen, Ehrungen und Berichten ein großes Programm zu bewältigen. Im Gasthaus Höring konnte Vorsitzende Angelika Rosenbauer besonders Zweiten Bürgermeister Rudi Jaros und das langjährige Mitglied, Pfarrer i.R. Michael Foltin, willkommen heißen.

Der 55 Mitglieder zählende Verein wurde 1990 von einigen Idealisten ins Leben gerufen. Deren erstes Ziel war, eine Grenz- und Friedenskapelle an der ehemaligen Demarkationslinie zu erstellen. Hier war Deutschland einst durch massive Grenzanlagen, auch als Todesstreifen gefürchtet, getrennt. 1989 gab es die friedliche Grenzöffnung und in Burggrub wurde vor allem mit Nachbargemeinden in der DDR die Grenzöffnung mit großer Freude und an jeder Ecke mit fröhlichen Zusammenkünften gefeiert. Es folgte aufgrund einer Privatinitiative die Gründung des Vereins und die Errichtung einer Grenz- und Friedenskapelle an der ehemaligen deutsch-deutschen Grenze zwischen Burggrub und dem thüringischen Neuhaus-Schierschnitz in beispielhafter Privatinitiative, die deutschlandweit Aufsehen erregte. Die Grenz- und Friedenskapelle konnte 1992 geweiht und ihrer Bestimmung übergeben werden, als ein Symbol für Frieden, Hoffnung und Glauben.

Auch wenn es über drei Jahrzehnte her ist, so dürfen wir diese bewegenden Monate und Jahre nie vergessen, appellierte Vorsitzende Angelika Rosenbauer zu Beginn ihres Jahresberichtes. Am 30. März fand die Kreuzwegwanderung gemeinsam mit der Kirchengemeinde aus Neuhaus und Pfarrer Armin Kordak statt. Für den Neuhäuser Pfarrer war es die letzte Kreuzwegwanderung in seiner Zeit in Neuhaus und die erste Kreuzwegwanderung für den neuen Burggruber Pfarrer Johannes Brunner. Zur Verabschiedungsfeier von Pfarrer Kordak war der Kapellenbauverein vertreten und überreichte ein Geschenk. Immer wieder begegnet man an der Kapelle, auch am Grünen Band gelegen, Wanderern aus ganz Deutschland, zum Teil finden dabei bewegende und herzergreifende Gespräche statt. Auch der Frauenkreis unter der Leitung von Christine Knauer habe wieder seinen Besuch an der Kapelle gemacht, so die Vorsitzende.

Dank ging an all die fleißigen Helfer, die dabei waren, beim Fensterputzen, Bäume- und Heckenschneiden, Rasenmähen, die Bänke für den Gottesdienst auf- und abbauen. Weiter galt der Dank der Vorsitzenden allen Ehepaaren, die die Reinigungsdienste an der Kapelle übernommen haben sowie allen Geld- und Blumenspendern.

Angelika Rosenbauer war es eine große Freude, Ottilie Bischoff für 25-jährige Treue ehren zu können. Sie erinnerte und dankte für die Fensterputzaktionen und in diesem Zusammenhang an manche Umstellmaßnahmen in der Kapelle, die das treue Mitglied in den vergangenen Jahren vollzogen hat.

Zweiter Bürgermeister Rudi Jaros dankte dem Verein im Namen der Gemeinde Stockheim. Der Kapellenbauverein habe sich einst mit großem Mut und Herzblut an eine Aufgabe gemacht, die alles andere als einfach war. Die Idee zum Bau einer Friedenskapelle entstand zu einer Zeit, als Deutschland aus politischer Sicht gerade wieder vereint war. Die Friedenskapelle habe ein Alleinstellungsmerkmal, sie sei die einzige in Deutschland.

Die Neuwahlen erbrachten folgendes Ergebnis. Vorsitzende Angelika Rosenbauer- Chukwu, Zweiter Vorsitzender Timo Fleischmann, Kassiererin Katrin Engelhardt, Schriftführerin, Sandra Gebhardt. Ausschussmitglieder: Michael Engelhardt, Walter Heublein und Tanja Fleischmann. eh

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