Kulmbach
Demenzwoche: Diese Aktionen finden in Kulmbach statt
„Wir wollen das Thema Demenz aus der Tabuzone holen“, sagt Kulmbachs Oberbürgermeister Ralf Hartnack.Alexander Hartmann
„Wir wollen das Thema Demenz aus der Tabuzone holen“, sagt Kulmbachs Oberbürgermeister Ralf Hartnack.Alexander Hartmann // 
Kulmbach

Demenz ist keine Frage des Alters und betrifft nicht nur die erkrankten Menschen, sondern auch Angehörige, Freunde und das gesellschaftliche Umfeld. Anlässlich der siebten Bayerischen Demenzwoche laden Stadt und Landkreis Kulmbach am 25. und 26. September zu verschiedenen Veranstaltungen ein. Im Mittelpunkt stehen Information, Begegnung, Beratung und der Abbau von Berührungsängsten.

Schirmherren sind OB Ralf Hartnack und Landrat Jonas Gleich. „Wir wollen das Thema Demenz aus der Tabuzone holen und zeigen, dass Betroffene und ihre Angehörigen in unserer Stadt nicht allein sind“, betont Hartnack und führt an: „Mein Dank gilt vor allem unserer stellvertretenden Landrätin und Stadträtin Christina Flauder, die sich seit Jahren auf wertvolle Art und Weise für dieses so wichtige Gesellschaftsthema stark macht.“

Ein Kinofilm zum Auftakt

Den Auftakt der Aktionstage bildet am Freitag, 25. September, um 18 Uhr im Cineplex die Kinovorstellung „Der verlorene Mann“. Der Film erzählt die Geschichte von Kurt, der aufgrund seiner Demenzerkrankung überzeugt ist, noch immer mit seiner ehemaligen Frau Hanne verheiratet zu sein.

Im Mittelpunkt stehen dabei Erinnerung, Verantwortung, Mitgefühl und der Umgang mit dem Vergessen. Im Anschluss besteht Gelegenheit zu einer Diskussion. Der Eintritt ist frei.

Information und Beratung stehen am Samstag, 26. September, auf dem Marktplatz im Mittelpunkt. Von 9 bis 13 Uhr informieren regionale Fachstellen über Demenz und Unterstützungsangebote. Ab 11 Uhr gibt der Musikverein Weiher ein Standkonzert.

„Viele Angehörige wissen gerade zu Beginn einer Demenzerkrankung nicht, welche Unterstützungsmöglichkeiten es gibt und an wen sie sich wenden können“, sagt Stadträtin Christina Flauder und führt an: „Mit den Aktionstagen wollen wir deshalb niedrigschwellige Möglichkeiten schaffen, Fragen zu stellen, Kontakte zu knüpfen und sich umfassend zu informieren. Gleichzeitig möchten wir für einen respektvollen und selbstverständlichen Umgang mit Menschen mit Demenz sensibilisieren.“

Gottesdienst in Spitalkirche

Zum Abschluss der Aktionstage findet am Samstag um 17 Uhr ein demenzsensibler Gottesdienst in der Spitalkirche mit Lektor Werner Wagner statt. Eingeladen sind Menschen mit Demenz, Angehörige und alle Interessierten.

Die örtlichen Aktionstage werden von einem breiten regionalen Netzwerk getragen. Neben Stadt und Landkreis beteiligen sich die Fachklinik Stadtsteinach mit Dr. Ute Moreth, Allgemeinarzt Dr. Markus Ipta, das Gesundheitsamt mit Dr. Nataša Luz, die Gesundheitsregion Plus mit Annekatrin Tauer, die AOK Bayreuth-Kulmbach, der Hospizverein sowie die Alzheimergesellschaft Bayreuth-Kulmbach. „Dass unterschiedliche Einrichtungen und Fachstellen gemeinsam auf dieses so wichtige Thema aufmerksam machen, ist ein starkes Zeichen für unsere Region“, betont Oberbürgermeister Ralf Hartnack.

Und Christina Flauder ergänzt: „Eine demenzfreundliche Gesellschaft braucht Information, Verständnis und konkrete Unterstützung. Genau dazu möchten wir mit diesen beiden Tagen beitragen.“  red

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