Weismain
Laien-Defis sind jetzt öffentlich zugänglich
Stephan P. Elsner, Geschäftsführer der Baur-Gruppe (links,) und Klaus Meusel vom betrieblichen Rettungswesens bei der Baur-Gruppe am Baur-Standort in der Weismainer Michael-Dechant-Straße.
Stephan P. Elsner, Geschäftsführer der Baur-Gruppe (links,) und Klaus Meusel vom betrieblichen Rettungswesens bei der Baur-Gruppe am Baur-Standort in der Weismainer Michael-Dechant-Straße. // Roland Dietz
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Weismain

Die Baur-Gruppe setzt ein deutliches Zeichen für gelebte Verantwortung und stärkt die medizinische Erstversorgung in der Region nachhaltig. Vier von zehn innerhalb der Betriebsgebäude befindlichen „automatisierten externen Defibrillatoren“ (AED; auch Laiendefibrillator oder kurz Laiendefi) wurden an öffentlich zugängliche Standorte außerhalb der Gebäude verlegt. Damit stehen diese Geräte in Burgkunstadt, Altenkunstadt und Weismain nun der Bevölkerung sowie möglichen Ersthelfern rund um die Uhr zur Verfügung.

„Erste Hilfe ist für uns keine Pflichtübung, sondern eine Herzensangelegenheit“, betont Stephan P. Elsner, Geschäftsführer der Baur-Gruppe. 193 Ersthelfer und elf Betriebssanitäterinnen wurde ausgebildet, um Mitarbeitenden schnell zu helfen. „Wenn Menschen in eine medizinische Notsituation geraten, zählt jede Sekunde. Deshalb möchten wir dazu beitragen, dass Hilfe jetzt noch schneller verfügbar ist – nicht nur für unsere Kolleginnen und Kollegen, sondern für alle Menschen in unserer Region. Es ist also nur konsequent, einen Teil unserer Defibrillatoren so anzubringen, dass sie jederzeit von allen genutzt werden können.“

Es handelt sich dabei um vier von zehn Geräten, die seit einigen Tagen an den Außenfassaden der Baur-Gebäude angebracht sind. Die übrigen Defibrillatoren verbleiben innerhalb der Gebäude, um auch dort eine schnelle Verfügbarkeit sicherzustellen. „Bei einem plötzlichen Herz-Kreislauf-Stillstand sinkt die Überlebenswahrscheinlichkeit pro Minute ohne Wiederbelebung und Defibrillation erheblich. Öffentlich zugängliche Defibrillatoren können Leben retten, insbesondere in den ersten Minuten bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes“, weiß der Leiter des betrieblichen Rettungswesens bei der Baur-Gruppe, Klaus Meusel. Die eingesetzten Geräte sind halbautomatische Defibrillatoren, die speziell auch für die Anwendung durch medizinische Laien entwickelt wurden. Die Geräte verfügen über eine sprachgeführte und mehrsprachige Benutzerführung sowie einen integrierten Kindermodus. Dadurch kann der Defibrillator sowohl bei Erwachsenen als auch bei Kindern sicher eingesetzt werden.

Zusätzlich wurden die Standorte der Defibrillatoren bereits in das System „Region der Lebensretter“ integriert. Hierbei handelt es sich um ein durch die Integrierte Leitstelle Coburg unterstütztes Ersthelfersystem.

Über eine Smartphone-App werden registrierte und qualifizierte Ersthelfer, die sich in unmittelbarer Nähe eines gemeldeten Notfalls befinden, parallel zum Rettungsdienst alarmiert. Die App zeigt dabei auch den schnellsten Weg zum nächstgelegenen Defibrillator an.

Roland Dietz

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