Ein gemeldeter Zimmerbrand mit einer Person in Gefahr hat am Montagvormittag einen Großeinsatz der Feuerwehr in der dicht bebauten Hofheimer Altstadt ausgelöst. In einem Wohn- und Geschäftshaus in der Landgerichtsstraße war im ersten Obergeschoss ein Feuer ausgebrochen. Kurz nach 10.30 Uhr alarmierte die Integrierte Leitstelle (ILS) Schweinfurt nach einem Notruf zunächst mit dem Einsatzstichwort B3 die Feuerwehren aus Hofheim, Aidhausen und Friesenhausen.
Vorsorgliche Evakuierung
Wenig später wurde die Alarmstufe auf B4 erhöht, da nicht ausgeschlossen werden konnte, dass sich das Feuer weiter ausbreitet und auf den Dachstuhl übergreift. In der Folge wurden auch die Feuerwehren aus Königsberg, Humprechtshausen und Mechenried nachalarmiert. Vorsorglich wurde zudem das direkt angrenzende Nachbargebäude evakuiert. Das Szenario eines Übergreifen des Feuers trat jedoch nicht ein.
Zusätzlich kamen der Gerätewagen Atemschutz der Feuerwehr Sand zur Versorgung mit frischen Atemluftflaschen, die Fachberater des Technischen Hilfswerks Haßfurt sowie die Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung (UG-ÖEL) zum Einsatz.
Gemeinsam mit Rettungsdienst und Polizei waren über 100 Einsatzkräfte vor Ort. Die Einsatzleitung wurde außerdem von Kreisbrandrat Ralf Dressel und Kreisbrandinspektor Andreas Franz unterstützt.
Mann aus dem Gebäude gebracht
„Bei unserem Eintreffen befand sich noch eine Person im Gebäude, die wir zügig aus dem Haus retten und ins Freie bringen konnten“, berichtete Einsatzleiter Holger Eiring. Der Mann blieb unverletzt.
Das Feuer hatte sich vom ersten Obergeschoss bereits in Richtung Dachgeschoss ausgedehnt. Auch über das Treppenhaus schlugen beim Vorgehen der ersten Atemschutztrupps Flammen in Richtung Erdgeschoss. Der Brand konnte vergleichsweise schnell unter Kontrolle gebracht werden. Die anschließenden Nachlöscharbeiten erwiesen sich jedoch als aufwendig und zogen sich bis in den Nachmittag hinein.
Dacheindeckung geöffnet
Mit Hilfe der Drehleiter wurden Teile der Dacheindeckung geöffnet, um eine Beteiligung des Dachstuhls auszuschließen. Zudem musste die Zwischendecke in der betroffenen Wohnung geöffnet werden. Mit Wärmebildkameras suchten die Einsatzkräfte nach verbliebenen Glutnestern und löschten diese gezielt ab.
Zur Brandursache lagen zunächst noch keine Erkenntnisse vor. Die Kriminalpolizei Schweinfurt hat die Ermittlungen aufgenommen. Nach einer Schätzung der Polizei Haßfurt beläuft sich der Schaden auf 75.000 bis 100.000 Euro. Für die Dauer des Einsatzes war die Landgerichtsstraße gesperrt.










