Dieser Blick offenbart sich, wenn die Augen in der Mitte des Turms der Burgruine Nordeck nach oben gerichtet werden. Der Rundturm ist nach oben offen und wurde in den Jahren 1933 bis 1936 durch Restaurierungsarbeiten am oberen Ende optisch verändert. Zwischen 2013 und 2015 folgte dann die Notsicherung und schließlich die erneute Sanierung. Die Burg wurde in den Bauernkriegen 1525 zerstört und seither nicht mehr genutzt. Erbaut wurde sie ursprünglich von den Grafen von Henneberg als leichter zugängliche Burg im Jahre 1115.
Die Burgruine ist zudem bei Geologen sehr beliebt, da sie komplett auf sogenanntem Flaserkalk steht und auch aus diesem besteht. Zudem findet sich hier eine sehr dünne Schicht aus schwarzem und fossilem Kalk. Diese „Kehlwasser-Horizonte“ sind Folge einer kurzen Phase, in der kein sauerstoffreiches Wasser den Boden erreichte und damit organische Stoffe nicht zersetzt wurden. Sie blieben infolgedessen als „kohlige“ Relikte erhalten.
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