Während es zu Hause meist einen prall gefüllten Obstkorb gibt, findet man bei Oma eine Schublade oder in meinem Fall (ich schätze mich glücklich) sogar ein ganzes Regal voller Süßigkeiten. Hier gelten keine strengen Regeln wie „nur ein Mini-Stück Bitterschokolade nach dem Abendessen“.
Stattdessen herrscht eine Politik der Offenheit. Niemand schaut einen schief an, wenn man nach einer Packung Gummibärchen gleich die nächste Leckerei sucht.
Hustenbonbons und Mentos bei Oma
Stündlich werden bei Oma die Schubladen geöffnet. Die Hoffnung auf das magische Erscheinen von genau den Köstlichkeiten, nach denen ich mich so sehr sehne, ist noch nicht aufgegeben. In der linken Schublade finden sich stets Hustenbonbons. Werden die eigentlich jemals aussortiert oder auf das Ablaufdatum geachtet? Gleich daneben liegen Mentos; und wenn die Verzweiflung überwiegt – zumindest die gehen immer.
Aber mein persönlicher Favorit ist die rechte Regal-Hälfte. Auf drei Holzbrettern findet sich die wohl kurioseste Kombination an Süßigkeiten, die man sich vorstellen kann: eine Packung Flips – nicht meine erste Wahl, aber ein guter Start. Eine Packung Marshmallows – von der du eine Horde Kinder im Zelt-Camp ruhigstellen könntest. After Eight, Salzstangen und das Highlight für jeden mit einem gestörten Geschmackssinn: Geleebananen.
Von Bonbons getäuscht
Mein vermeintlicher Lichtblick ist eine Packung Gummibärchen, doch auch sie entpuppt sich als Täuschung. Es sind nur Hustendrops, die sich ins falsche Regal verirrt haben. Die kreisrunden Bonbons, die bunten Farben und der Überzug mit Zucker haben mich getäuscht. Immerhin, eine Tüte Paprika-Chips. Trotz allem rufe ich mir aber ins Gewissen: Bei Mama hätte es das alles nicht einfach ohne Widerspruch gegeben.












