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Angemerkt
Reis, Kartoffel oder Nudel: Die richtige Menge gibt es nicht
Angemerkt von Milena Meder
Angemerkt von Milena Meder // Saale-Zeitung
LKR Bad Kissingen – Reis, Kartoffeln und Nudeln dienen häufig als Sättigungsbeilage. Ein Problem haben allerdings alle drei gemeinsam: Die richtige Menge kochen können nur wahre Küchenprofis.

Es scheint mit eines der häufigsten Probleme in der Küche zu sein: Niemand weiß so richtig, wie viel Gramm Nudeln pro Person eingerechnet werden sollten. Gekocht werden schließlich meistens zu viele. Versuchen wir aus den Fehlern zu lernen, erinnert der knurrende Magen nur bitterlich an die vielen Reste der vorherigen Kochversuche.

Auch eine spontane Änderung der Beilage ändert das Problem nicht. Wird statt der italienischen Teigware Reis gewählt, tut sich ein ähnliches Rätsel auf. Wie viel ist nun die richtige Menge? Die ganze Packung oder doch nur eine halbe? Die verzweifelte Eingabe in einer Suchmaschine bringt nur wenig Licht ins Dunkle.

Die Menge nach Gefühl abschätzen

Auf den meisten Internetseiten werden, wenn es sich um eine Beilage handelt, 60 Gramm trockener Reis empfohlen. Wenn neben den Körnern nicht viel andere Zutaten auf dem Teller landen und der Reis als Hauptzutat dient, werden etwa 100 bis120 Gramm pro Portion vorgeschlagen. Alles aber unter der Prämisse: „Das Sättigungsgefühl ist individuell. Die Menge am besten an die eigenen Bedürfnisse anpassen.“ Na super! 

Das Abschätzen nach Gefühl gelingt doch nur den wirklichen Profis in der Küche. Mit der richtigen Reismenge wird das also ebenfalls nichts. Wie wäre es dann mit Kartoffeln? Doch auch hier lässt sich schnell feststellen: Wie viele Erdknollen braucht es nun?

Erfahrene Köchinnen und Köche geben diesbezüglich nur müde lächelnd einen Tipp: Übung macht den Meister, das Gefühl kommt mit der Erfahrung. Hilft nicht wirklich weiter, stimmt aber vermutlich. Und so lange diese Übungsphase noch nicht abgeschlossen ist, bleiben wir einfach weiterhin wahre Meister in der Resteverwertung. 

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