Dass am Ende des irdischen Lebens der Tod wartet, ist eine unvermeidliche Realität, ein Teil des Lebens. Doch aus der Gesellschaft sind Tod und Sterben nahezu verdrängt worden. Schwerstkranke und sterbende Menschen werden oft in ihren letzten Tagen und Stunden noch ins Krankenhaus gebracht – in der Hoffnung auf was? Das Leben zu erhalten, zu verlängern? Das Ende hinauszuzögern? Aus Angst vor rechtlichen Konsequenzen, einen Tod nicht verhindert zu haben? Oder warum werden Menschen auf ihrem letzten Weg noch solche Prozeduren zugemutet?
Respekt für Hospizarbeit
Nicht wenige wünschen sich ein würdevolles Sterben, ohne Leid und Schmerzen. Die Hospizarbeit spielt dabei eine entscheidende Rolle, indem sie den Sterbenden und ihren Familien Unterstützung und Begleitung bietet. Ich bewundere die Menschen, die sich in der Hospizarbeit engagieren, für ihre Empathie und ihr Engagement, den Menschen in ihrer letzten Lebensphase Trost und Würde zu schenken.
Persönlich glaube ich, dass der Tod nicht das Ende ist, sondern ein Übergang zu etwas anderem. Ob dies eine spirituelle Reise, eine Wiedergeburt oder etwas anderes ist, bleibt offen für individuelle Überzeugungen. Für mich ist es wichtig, mich auf diesen Übergang vorzubereiten, sei es durch Gebet, Reflexion oder die rechtzeitige Klärung persönlicher Angelegenheiten, wie einer Patientenverfügung – damit ich eben nicht am Ende noch, wer weiß, wohin gebracht werde.
Quelle für Hoffnung und Trost
Ich möchte, wenn es eines Tages so weit ist, in Frieden heimsegeln dürfen, wie es so treffend in dem Song „Home“ von Michael Patrick Kelly zum Ausdruck kommt: „Wenn es Zeit für mich ist zu gehen… Bitte weine nicht, es wird alles gut. Denn ich segle nach Hause an den Ort, wo ich hingehöre. Ich werde von den Wellen auf die andere Seite getragen. Ich habe meinen Frieden gemacht, ich habe keine Angst. Haltet das Seil nicht fest, lasst es los. Meine Arbeit ist getan.“
Für mich steht außer Frage, dieses zu Hause ist bei Gott, bei Jesus. Diese Gedanken sind mir Quelle der Hoffnung und des Trostes. Es erinnert mich daran, dass es wichtig ist, mich auf die Endlichkeit des Lebens vorzubereiten und gleichzeitig den Moment zu schätzen und voll im Hier und Jetzt zu leben.
Oder um es mit Albus Dumbledore, dem Schulleiter der Zaubererschule Hogwarts aus dem Buch „Harry-Potter und der Stein der Weisen“ von Autorin Joanne K. Rowling zu sagen: „Schließlich ist der Tod für den gut vorbereiteten Geist nur das nächste große Abenteuer.“
Die Berichte zur Hospizarbeit im Hospizverein Bad Kissingen finden Sie hier:











