Über Geschmack lässt sich bekanntlich trefflich streiten. Es mag Zeitgenossen geben, die monotone Schottergärten ästhetisch finden, die diesen Minimalismus vor der eigenen Haustüre schätzen.
Biologisch tot
Dass diese Steinwüsten keine Gärten sind, sollte sich mittlerweile herumgesprochen haben. Sie sind biologisch nahezu tot. Sogar viele Wüsten sind lebendiger als diese künstlichen Steinwüsten der Vorgärten, die weder für Insekten noch für Amphibien, Reptilien oder Kleintiere Lebensraum, Nahrungsquelle oder Kinderstube bieten. Ein solcher Vorgarten ist für Insekten und Vögel völlig uninteressant und gleicht einer Betonfläche, darüber kann auch die eine oder andere Konifere im grauen Schotter nicht hinwegtäuschen.
Negativ fürs Klima
Wer die Biodiversität vor der eigenen Tür bisher nicht im Blick hatte, dem möge vielleicht das Argument einleuchten, dass sich solche Schotterflächen extrem aufheizen und das Kleinklima vor der eigenen Tür negativ beeinflussen. Abgesehen davon, dass bei Starkregen diese Wüsten keine Versickerungsfläche bieten und die Gefahr von Wasserschäden steigt.
Es gibt Alternativen
Zum Glück gibt es aber auch viele artenreiche Gärten, die bei der Fahrt durch die Region wohltuend ins Auge fallen. Sicherlich hat nicht jeder einen grünen Daumen oder möchte Zeit für Gartenarbeit aufwenden. Das ist aber noch lange kein Grund, einfach Schotter auf die Flächen zu kippen. Es gibt gute Alternativen. Wer nicht ganz auf Steine als Gestaltungselement verzichten möchte, kann auf einen klassischen Steingarten mit Pflanzen zurückgreifen, die anspruchslos sind, wenig Pflege bedürfen und dennoch der Tierwelt dienen.
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