Ja, es gibt sie noch. Die gute alte Funktion des Telefonierens. Neben all den technischen Errungenschaften unserer Moderne wie Chatten, Mailen, Voicemail oder Facetime ist das Telefonieren immer noch gefragt und genutzt.
Witzig wird es, wenn man in einer Warteschleife landet. Oder nervig, je nachdem. Die beginnt nach dem obligatorischen „Tuut, Tuut!“ gerne mit dem Satz: „Leider sind derzeit alle unsere Mitarbeiter in einem Gespräch. Bitte haben Sie ein wenig Geduld, wir sind gleich für Sie da!“ Und dabei wird das „gleich“ besonders betont. Dann beginnt eine meist einlullende Melodie in das Ohr des Anrufers zu tröpfeln, wahlweise „Für Elise“ oder „Eine kleine Nachtmusik“.
Seinem Schicksal ergeben
Man wartet geduldig, denn man kann ja verstehen, dass andere Leute auch viel zu tun haben. Die warme Stimme der Ansagerin ertönt wieder. Man seufzt, steht auf, räumt die Spülmaschine oder was auch immer aus, um die Zeit sinnvoll zu nutzen.
Irgendwann ist man so eingeschläfert von der Musik und den ständig sich wiederholenden Ansagen, dass man regelrecht aufschreckt, wenn sich dann doch eine menschliche Stimme am anderen Ende meldet. Aber Halleluja, endlich hat einer abgehoben!
Nur noch ein kleiner Augenblick
Der nette Mitarbeiter muss einen nur noch kurz zum zuständigen Ansprechpartner weiterverbinden – nur noch einen kleinen Moment – und… Doch was passiert? „Tut, Tuut, Tuuut!“ – aus der Leitung geworfen.
Es kann auch anders gehen. Letztens saß ich in einer Warteschleife, die hatte so einen guten Beat, ich konnte mich kaum auf dem Stuhl halten. Irgendwann fing ich an zu tanzen (es war im Homeoffice) – und war dann auch erstmal verwirrt, als tatsächlich jemand abgehoben hat.








