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Wirtschaftszweig genehmigt
Mehr Wahlmöglichkeiten am Gymnasium
Mehr Wahlmöglichkeiten am Gymnasium
Das Johann-Philipp-von-Schönborn-Gymnasium hat die Genehmigung für die Einführung eines wirtschaftswissenschaftlichen Zweiges als Ergänzung zu den bestehenden Ausbildungsrichtungen erhalten. // Heike Beudert
Münnerstadt – Grünes Licht für die zusätzliche Ausbildungsrichtung am Schönborn-Gymnasium Münnerstadt: Das bayerische Kultusministerium genehmigt wirtschaftswissenschaftlichen Zweig. Wie profitieren die Lernenden?

"Mit Schreiben von Kultusministerin Anna Stolz vom Dezember 2023 ist der Wirtschaftswissenschaftliche Zweig am Schönborn-Gymnasium Münnerstadt genehmigt worden", heißt es in einer Pressemitteilung des Johann-Philipp-von-Schönborn-Gymnasiums Münnerstadt.

Für Schulleiter Peter Rottmann und seinen Stellvertreter Jens Hupfer ist diese weitere Ausbildungsrichtung ein bedeutender Schritt. Denn damit lebe die sprachliche Tradition der Schule weiter, gleichzeitig zeige sich das Gymnasium aufgeschlossen für weitere Fragestellungen und Kompetenzbereiche der Zeit, betonen sie im Gespräch mit dieser Zeitung. 

Alleinstellungsmerkmal in der Region

Mit diesem weiteren Zweig hat das Gymnasium ein Alleinstellungsmerkmal im nordöstlichen Unterfranken. Denn diese Ausbildungsrichtung gibt es in der Region noch nicht.

"Die Schule erhält damit die Möglichkeit, ihr bestehendes Zweigangebot aus sprachlichem und humanistischem Gymnasium zu erweitern und damit den Prozess der inneren Schulentwicklung weiter voranzubringen", so die Pressemitteilung der Schule.

Konkret bedeutet dies, dass die Schüler und Schülerinnen künftig die Wahl zwischen dem humanistischen Gymnasium mit Altgriechisch als dritter Fremdsprache, dem sprachlichen Gymnasium mit Spanisch als dritter Fremdsprache sowie dem Wirtschaftswissenschaftlichen Zweig haben.

Mit zwei Fremdsprachen zum Abitur

In der wirtschaftswissenschaftlichen Ausbildungsrichtung ist es möglich, mit lediglich zwei Fremdsprachen zum Abitur zu gelangen: Neben dem obligatorischen Englisch ist dies dann entweder Französisch oder Latein. 

Wer den wirtschaftswissenschaftlichen Zweig wählt, hat bereits ab der achten Jahrgangsstufe das Fach Wirtschaft und Recht als Hauptfach. Ab der 9. Jahrgangsstufe kommt noch Wirtschaftsinformatik als Nebenfach dazu.

"Die Möglichkeiten in dieser Ausbildungsrichtung sind immens", stellt Oberstudiendirektor Peter Rottmann fest. Denn das Thema Wirtschaft reiche auch in viele andere Fächer hinein.  Gerade auch in der Wirtschaftsinformatik befasse sich der Lehrstoff mit sehr aktuellen Themen wie Künstlicher Intelligenz, Informationstechnologien in Unternehmen, Datenschutz oder Datenbanken, ergänzt Jens Hupfer.

Vorbereitung läuft

Die nächsten Monate will sich die Schulleitung gezielt auf die Einführung ihrer zusätzlichen Ausbildungsrichtung und den Unterricht dort vorbereiten. Jens Hupfer glaubt, dass im wirtschaftswissenschaftlichen Zweig gerade auch Alltagskompetenzen der Jugendlichen gestärkt werden können. 

Peter Rottmann bezeichnet den Wirtschaftswissenschaftlichen Zweig als Ergänzung zur bestehenden Schullandschaft. Er biete vor allem den Gymnasiasten eine gute Option, die keine drei Fremdsprachen bis zum Abitur erlernen möchten.

Mehrere Optionen

Das Angebot des Wirtschaftswissenschaftlichen Zweigs besteht ab dem Schuljahr 2024/2025 für alle künftigen Jahrgänge, aber auch schon für die Kinder, die derzeit die 5. Jahrgangsstufe des Schönborn-Gymnasiums besuchen. Wer in der 6. Klasse als zweite Fremdsprache Latein wählt, hat die Möglichkeit, sich erst in der 7. Jahrgangsstufe endgültig für einen der drei am Gymnasium angebotenen Zweige zu entscheiden. 

Damit bleibt länger Zeit, sich für einen sprachlichen oder wirtschaftswissenschaftlichen Weg zu entscheiden. Wird Französisch als zweite Fremdsprache in der 6. Klasse gewählt, fällt bereits damit die Entscheidung für den Wirtschaftszweig.

Froh über Unterstützung

Peter Rottmann ist froh, dass die Schule für diesen eingeschlagenen Weg überall ein offenes Ohr gefunden hat. Die ganze Schulfamilie habe dieses Vorhaben ebenso tatkräftig unterstützt wie das Ministerium, insbesondere die Dienststelle des Ministerialbeauftragten für die Gymnasien in Unterfranken, und der Landkreis Bad Kissingen, der Sachaufwandsträger der Schule ist.

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