52.605 Euro kamen zur Spendenaktion Weihnachtshilfe der Saale-Zeitung für das Jahr 2025 in der Weihnachtszeit bis 6. Januar zusammen. Diese Gelder fließen an verschiedene Hilfestellen im Landkreis Bad Kissingen: an die Allgemeine Soziale Beratung der Caritas, den sozialpsychiatrischen Dienst der Diakonie, die Kissinger Drogenhilfe und neuerdings die Tafel Bad Kissingen.
Diese geben die Gelder direkt an Menschen in Not weiter. Für alle gilt: Die Organisationen achten auf eine gerechte Verteilung und geben nur etwas weiter, wenn Hilfe sichtlich nötig ist. Die Saale-Zeitung sowie die vier Organisationen bedanken sich herzlich bei allen, die gespendet haben!
Caritas: Nur noch eine halbe Stelle
Jessica Müller vom Allgemeinen Sozialen Beratungsdienst der Caritas freut sich über 26.200 Euro. Ihre Kollegin, Gabriele Morath, wurde zum Jahresende verabschiedet. Die Beratungsstelle ist damit künftig nur noch mit einer halben Stelle besetzt.
„Mit den Spendengeldern möchten wir weiterhin Menschen unterstützen, die wegen besonderer Umstände in einer akuten Notlage sind.“ Ihr Ziel sei es, ihre Situation zu stabilisieren und ihre Lebensumstände nachhaltig zu verbessern. Voraussetzung sei eine realistische Perspektive, dass die Notlage überwindbar ist und die Person daran mitwirkt.
Steigende Preise für Miete, Lebensmittel, Energie und andere Grundbedarfe seien ein großes Thema. Die Menschen seien zudem oft von Freizeitangeboten, Weiterbildung oder kultureller Teilhabe ausgeschlossen.
Kidro: Es wird kein einfaches Jahr
Bei der Kissinger Drogenhilfe (Kidro) kamen 9640 Euro für die Weihnachtshilfe an, so der Leiter Christian Fenn. Damit werde Kidro weiterhin die Notschlafstelle mit nun schon vier Betten ermöglichen. Zudem helfen die Spenden, Menschen mit Essen oder Medikamenten zu versorgen. Auch können so drei Personen bei Kidro gegen eine Entschädigung arbeiten.
Eine der kommenden Aufgaben des Vereins geht um bürokratische Hürden. Beispiel: Damit niemand auf der Parkbank übernachten muss, bietet Kidro die Notschlafstelle an. Es folgten Fragen nach Fluchtweg, Brandschutz oder Aufsichtspflicht. Dann denke Fenn manchmal ans Aufgeben.
Zudem müsse der Verein finanziell stabil werden: „Einrichtungen wie das Möbellager laufen immer am Limit. Sie sind nicht gewinnbringend und aus Sicht des Finanzamtes immer hart an der Insolvenz.“ Der Laden laufe und werde gebraucht, aber „aus Sicht von manchem Amt ist das eben anders“.
Diakonie: Spenden helfen Menschen am Rande der Gesellschaft
„Wir bedanken uns ganz herzlich im Namen unserer Klientinnen und Klienten für die wunderbare Summe von 4765 Euro“, sagt Isabella Hausmayer von der Stelle für psychisch Kranke bei der Diakonie.
Die Spenden helfen Menschen, die durch Stigmatisierung und Ausgrenzung oft am Rande der Gesellschaft stehen. „Sie sind oft unverschuldet durch ihre Erkrankung in Not geraten.“ So sei schnelle und unkomplizierte Hilfe möglich.
Dabei handelt es sich meist um unvorhergesehene Ausgaben wie defekte Haushaltsgeräte, medizinische Hilfsmittel oder Nachzahlungen der Nebenkosten, aber auch den Lebensmitteleinkauf. „Durch Zuschüsse zu Ausflügen werden besondere Erlebnisse möglich gemacht. So wird Inklusion gelebt und unsere Klientinnen und Klienten können Teil der Gesellschaft sein.“
Tafel: „Haben schon Geld ausgegeben“
Die Tafel Bad Kissingen war 2025 zum ersten Mal Teil der Weihnachtshilfe. Leiterin Dagmar Ziegler freut sich über rund 12.000 Euro. „Wir haben auch schon Geld ausgegeben: Wir haben einer jungen Mutter, die sehr krank ist, unter die Arme gegriffen, um den Kindern eine Freude zu machen.“ Eine weitere Unterstützung einer Kundin stehe an, die sich die Reparatur des Nötigsten an ihrem Auto nicht leisten kann.
Bereits vor der Teilnahme an der Spendenaktion haben die Ehrenamtlichen der Tafel immer wieder Bedarfe und Nöte von Kundinnen und Kunden wahrgenommen. „Jetzt können wir ihnen helfen“, freut sich Dagmar Ziegler. Auch wenn von den Tafeln in Bad Brückenau oder Hammelburg Nöte von Kundinnen und Kunden an sie herangetragen werden sollten, können sie die Menschen in ihren Möglichkeiten unterstützen.














