Seit März baut das Staatliche Bauamt Schweinfurt die Bundesstraße 286 zwischen Oerlenbach und der Kreuzung zur Kreisstraße 6 aus. Am Freitagmittag, 7. August, gibt das Amt die vollgesperrte Strecke wieder für den Verkehr frei.
„Die Straße war nicht nur in einem schlechten Zustand, sondern für den Verkehr auch zu schmal. Immer wieder kam es deswegen zu Unfällen“, sagt Behördenleiter Andreas Hecke.
Das Bauamt hat die Fahrbahn von sechs auf sieben Meter verbreitert. Darüber hinaus hat es die Linienführung in Lage und Höhe verbessert. Das heißt: Die Straße führt nicht mehr über jeden Hügel, sondern hat genau geplante Steigungen. Außerdem ist die Kurve vor der Ortseinfahrt nun geradliniger als früher. Entlang der Straße befinden sich neue Entwässerungsanlagen.
Die Bauarbeiter haben auch den Seitenstreifen auf eine Breite von 1,5 Metern vergrößert. „Der Fahrer kann von der Straße abkommen, ohne dass ihm etwas passiert“, sagt Hecke.
Bau eines Radwegs
Entlang der B 286 – zwischen der Kreisstraße 6 und Oerlenbach – wurde ein Radweg errichtet. Die Fahrradfahrer können die Bundesstraße durch einen Tunnel, Wellstahldurchlass genannt, unterqueren. Dafür wurde ein bis zu drei Meter hoher Damm aufgeschüttet. Damit die Autofahrer dort sicher unterwegs sind, gibt es am Seitenstreifen eine Schutzplanke.
„Früher mussten Radfahrer einen Umweg nehmen oder sich auf die Bundesstraße trauen – aber das war gefährlich“, erläutert der Behördenleiter. Auch Landrat Mario Götz (CSU) zeigt sich begeistert: „Der neue Radweg sorgt für Sicherheit und eine gute Verbindung.“
Zum Bauverlauf: Das Staatliche Bauamt hat zuerst die alte Straße vollständig abgetragen. Anschließend schütteten die Arbeiter den Damm auf und bauten die Entwässerungsanlage. Zum Schluss trugen sie den Frostschutz und die drei Asphaltschichten auf. Kleine Restarbeiten an der Schutzplanke und am Radweg stehen noch an.
Stark befahrene Straße
Die Strecke gilt mit 7000 Fahrzeugen pro Tag als stark frequentiert. Hecke stellt aber klar: „Die Umleitung hat funktioniert. Uns haben keine Beschwerden erreicht. Die Leute haben einfach verstanden, dass etwas getan werden muss.“
Die Umleitung führte von Bad Kissingen/Arnshausen kommend in Richtung Oerlenbach von der B 286 auf die KG 6 in Richtung Wirmsthal, am Kreisel weiter über die KG 4, dann abbiegend Richtung Oerenbach auf die KG 3 (Heglerstraße) bis zur B 286. Aus Schweinfurt kommend lief die Strecke in entgegengesetzter Richtung. Wer aus Reiterswiesen und Arnshausen kam, konnte zusätzlich in nördlicher Richtung über Eltingshausen und die St 2445 in Richtung Münnerstadt fahren.
Das Staatliche Bauamt liege nach eigenen Angaben im Zeitplan. Auch die veranschlagten Kosten von 2,7 Millionen Euro, die der Bund zahlt, seien eingehalten worden. Der Ausbau der B 286 sei das größte diesjährige Straßenprojekt im Landkreis Bad Kissingen.
Erst im Winter war eine Ampel an der Einmündung von der B 286 zur B 19 montiert worden. Auch an dieser Stelle hatten sich regelmäßig Unfälle ereignet.
Andreas Hecke ist mit dem Ausbau der B 286 zufrieden: „Sowohl für Autofahrer als auch für Radfahrer verbessert sich die Situation spürbar.“















