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B 19 und B 286 bei Oerlenbach
Unfallschwerpunkt bekommt Ampel: Die wichtigsten Infos
Die Kreuzung der B 286 mit der B 19 bei Oerlenbach ist ein Unfallschwerpunkt. Um sie sicherer zu machen, wird eine Ampel gebaut. Autofahrer müssen sich in der Bauzeit auf Sperrungen einstellen.
Die Kreuzung der B 286 mit der B 19 bei Oerlenbach ist ein Unfallschwerpunkt. Um sie sicherer zu machen, wird eine Ampel gebaut. Autofahrer müssen sich in der Bauzeit auf Sperrungen einstellen. // Benedikt Borst
Signet des Fränkischen Tags von Benedikt Borst
Oerlenbach – Seit Jahren häufen sich an der viel befahrenen Kreuzung bei Oerlenbach Unfälle. Sie wird jetzt umgebaut. Welche Einschränkungen drohen Autofahrern? Fragen und Antworten im Überblick.

Zwischen Oerlenbach und der A 71 treffen zwei Bundesstraßen aufeinander: Die B 286 mündet dort in die B 19. Mehr als 7500 Fahrzeuge sind jeden Tag auf jeder der beiden Bundesstraßen an der Stelle unterwegs. Die Strecke dient nicht nur als Zubringer von Bad Kissingen zur A 71, sie ist außerdem eine wichtige Pendlerstrecke zwischen Bad Kissingen und Schweinfurt, genauso wie aus dem Raum Münnerstadt und Bad Neustadt nach Schweinfurt. Und: „Sie fällt uns seit sechs Jahren als Unfallschwerpunkt auf“, sagt Florian Heuring, zuständig bei der Polizei Bad Kissingen für das Thema Verkehrssicherheit.

Um die Kreuzung sicherer zu machen, wird sie ab Anfang Oktober bis Mitte November umgebaut und mit einer Verkehrsampel ausgerüstet. Verkehrsteilnehmer müssen sich in der Zeit auf Sperrungen, Behinderungen sowie Umleitungen einstellen. Im Folgenden finden Sie die wichtigsten Fragen und Antworten rund um die Baustelle im Überblick.

Wie lange dauern die Bauarbeiten?

Die Arbeiten beginnen laut Ankündigung des Staatlichen Bauamts Schweinfurt am Montag, 6. Oktober, und sind bis Mitte November geplant. Um den Verkehr möglichst wenig zu behindern, werden die Arbeiten unter laufendem Verkehr in zwei Abschnitten ausgeführt. Die Kosten für den Umbau belaufen sich auf 260.000 Euro.

Welche Sperrungen kommen auf Autofahrer zu?

Die B 286 aus Richtung Oerlenbach wird während der gesamten Bauzeit voll gesperrt und der Verkehr über Ebenhausen über die KG 3 sowie die KG 4 umgeleitet. Die B 19 zwischen dem Gewerbepark Oerlenbach und Poppenhausen ist befahrbar. Allerdings müssen die Verkehrsteilnehmer auch hier mit Behinderungen rechnen: Im Baustellenbereich ist die B 19 nur halbseitig frei. Der Verkehr wird mit einer Baustellenampel geregelt.

Warum wird die Kreuzung entschärft?

Seit Jahren häufen sich Unfälle an dieser Stelle, regelmäßig werden dabei Menschen verletzt. Nach Angaben der Unfallkommission für den Landkreis Bad Kissingen hat es in diesem Jahr bislang neunmal an der Kreuzung gekracht. In der Unfallkommission sitzen Vertreter der Polizei, der Unteren Straßenbehörde des Landratsamtes sowie des Staatlichen Bauamts. „Sehr häufig gibt es dort Abbiegeunfälle“, berichtet Polizeihauptkommissar Heuring. Fahrer auf der B 19, die von Schweinfurt kommend nach links in die B 286 nach Oerlenbach abbiegen, übersehen häufig den Gegenverkehr. Ebenfalls häufig passieren Auffahrunfälle beim Abbiegen von der B 286 in die B 19.

„Wir haben vorab viele kleine Maßnahmen ergriffen, um die Sicherheit zu erhöhen“, sagt Heuring. Die Geschwindigkeit wurde auf 60 Stundenkilometer reduziert und es wurden Hinweistafeln aufgestellt. Die Unfallsituation hat sich jedoch nicht gebessert. „Die kleinen Maßnahmen sind erschöpft. Letztlich ist der Umbau des Knotenpunktes nötig“, betont er.

Warum eine Ampel und kein Kreisverkehr?

Der Bau eines Kreisverkehrs ist deutlich aufwendiger, teurer und langwieriger. Der Aufwand, einen Kreisel technisch zu planen, ist größer. Weil der Kreisverkehr mehr Platz benötigt als eine Ampelkreuzung, müsste der Bund erst noch die benötigten Grundstücke erwerben. Bis der Kreisel fertiggestellt ist, würde es Jahre dauern, erklärt Heuring. „Eine Ampel ist eine sichere und vor allem zeitnah realisierbare Möglichkeit, die Unfallhäufung zu beseitigen“, sagt der Polizist. Unter Sicherheitsaspekten gebe es keinen Unterschied zwischen einem Kreisel und einer Ampel.

Die Pyramide bei Nüdlingen war lange ein vergleichbarer Unfallschwerpunkt. Hier trifft die B 287 zwischen Nüdlingen und Münnerstadt mit der Staatsstraße 2445 zusammen. Die Kreuzung wurde im Sommer auf Veranlassung der Unfallkommission ebenfalls zu einer Ampelkreuzung umgebaut. „Das Feedback ist hier durchweg positiv. Die im Vorfeld vielfach geäußerten Bedenken hinsichtlich unnötiger Wartezeiten haben sich nicht bestätigt. Gekracht hat es seit Inbetriebnahme der Ampel dort nicht mehr“, zieht Heuring Bilanz.

Drohen mit der Ampel längere Wartezeiten im Berufsverkehr?

Die neue Ampelanlage wird laut Staatlichem Bauamt mit Anforderungsschleifen und Kameratechnik ausgestattet, die den Verkehr in Echtzeit erfassen. Das heißt: Die Ampelschaltung richtet sich nach dem Verkehr. „Die Grünzeiten sind nur so lange aktiviert, wie es der tatsächliche Verkehrsbedarf erfordert“, heißt es seitens des Bauamts. Das erhöhe die Sicherheit und sorge dafür, dass der Verkehr zügigen fließen könne.

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