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24. Kissinger KlavierOlymp
Sechs junge Pianisten – und vier Tage voller Klaviermusik
KlavierOlymp 2026
Der KlavierOlymp 2026 ist gestartet: Unser Bild zeigt die Künstler und die Jury. // Julia Milberger
Signet des Fränkischen Tags von Redaktion (lue)
Bad Kissingen – Beim 24. Kissinger KlavierOlymp trifft internationaler Pianistennachwuchs auf Jury und Publikum.
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Sechs junge Pianistinnen und Pianisten, vier Tage, sieben Konzerte: Seit Donnerstag steht Bad Kissingen wieder ganz im Zeichen des Klaviers. Zum 24. Mal lädt der Kissinger KlavierOlymp herausragende Nachwuchstalente aus aller Welt in die historischen Konzertsäle ein. Bereits am Mittwoch sind die sechs Teilnehmer in der Kurstadt eingetroffen, am Donnerstag kam auch die fünfköpfige Fachjury zusammen. Am Abend eröffnete Nicolas Absalom mit seinem Rezital den musikalischen Wettstreit.

Internationale Teilnehmer

Das Teilnehmerfeld ist international. Nicolas Absalom ist Belgier mit britischen Wurzeln. Der 22-jährige Ukrainer Roman Fediurko machte bereits mit zahlreichen Wettbewerbserfolgen auf sich aufmerksam und gewann 2023 die Goldmedaille beim Horowitz-Wettbewerb in Genf. Sasha Stychkina, 23, hat griechisch-russische Wurzeln und studiert in Berlin bei Kirill Gerstein.

Aus China stammen Zhouhui Shen, 25, und Dongping Wang, 24, die beide heute in Europa leben und studieren. Wang wird unter anderem von Igor Levit und Markus Becker ausgebildet und beschäftigt sich zudem mit historischen Tasteninstrumenten. Die jüngste Teilnehmerin ist die 21-jährige Hamburgerin Louisa Sophia Jefferson aus einer deutsch-peruanischen Familie.

Rezitale im Rossini-Saal

Wer die sechs jungen Musiker erleben möchte, hat in den kommenden Tagen Gelegenheit dazu. Jeder präsentiert sich zunächst mit einem eigenen Rezital im Rossini-Saal. Am Freitag folgen Roman Fediurko und Sasha Stychkina, am Samstag Zhouhui Shen und Dongping Wang. Das letzte Einzelrezital bestreitet am Sonntag Louisa Sophia Jefferson.

Gerade diese Solokonzerte machen den besonderen Reiz des Kissinger KlavierOlymp aus. Anders als bei vielen Wettbewerben begegnen sich Publikum und Musiker nicht nur in kurzen Wertungsrunden. Die Teilnehmer können sich mit anspruchsvollen, individuell zusammengestellten Programmen als eigenständige Künstlerpersönlichkeiten vorstellen. Das Repertoire spannt dabei einen weiten Bogen durch mehrere Jahrhunderte Musikgeschichte. So entsteht über vier Tage ein kleines Klavierfestival – und zugleich die seltene Gelegenheit, sechs junge Künstler unmittelbar miteinander zu vergleichen.

Abschlusskonzert am 4. Oktober 2026

Am Sonntag, 4. Oktober 2026, findet ab 18 Uhr das große Abschlusskonzert im Max-Littmann-Saal statt. Dann stehen noch einmal alle sechs Teilnehmer auf der Bühne und präsentieren jeweils ein Werk aus ihrem Repertoire.

Publikum kann mitentscheiden

Im Anschluss wird es spannend: Die Fachjury vergibt den ersten, zweiten und dritten Preis. Auch das Publikum hat eine Stimme. Wer alle sechs Einzel-Rezitale besucht hat, kann über den Publikumspreis entscheiden.

Mit der Preisverleihung endet der KlavierOlymp – für die ausgezeichneten Musiker kann Bad Kissingen jedoch der Beginn einer längeren Verbindung werden: Preisträger des Wettbewerbs erhalten Auftrittsmöglichkeiten beim Kissinger Sommer im Folgejahr. In den vergangenen Jahren hat der KlavierOlymp immer wieder Pianisten vorgestellt, die anschließend bedeutende internationale Karrieren eingeschlagen haben. Zu ihnen zählen etwa Igor Levit, Kit Armstrong, Anna Vinnitskaja, Herbert Schuch, Martin Helmchen und Kirill  Gerstein.

Radioübertragung geplant

Das Abschlusskonzert wird vom Bayerischen Rundfunk aufgezeichnet und später auf BR-Klassik ausgestrahlt. Wer die besondere Atmosphäre des Wettbewerbs unmittelbar erleben möchte, sollte allerdings nicht bis zur Radioübertragung warten: Bis Sonntag bietet sich noch mehrfach die Gelegenheit, sechs außergewöhnliche junge Pianisten live zu entdecken.

Mehr Infos gibt es online. 

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