Gemeinsam mit GG Anderson und Nicki präsentiert Andy Borg am 20. Februar im Max-Littmann-Saal das Konzert „Schlager & Spaß mit Andy Borg“. Ein Live-Programm, das an sein 40-jähriges Bühnenjubiläum anknüpft und zahlreiche bekannte Schlagerstücke umfasst.
Vor seinem Auftritt haben wir mit Andy Borg über sein neues Album, seine Verbindung zu Bad Kissingen und darüber gesprochen, warum ihm gerade die Nähe zum Publikum so wichtig ist.
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Ihr neues Album „Andy Borg singt seine Lieblingshits von Peter Alexander (Folge 2)“ erschien am 23. Januar. Was hat Sie persönlich dazu bewegt, Peter Alexander erneut ein musikalisches Denkmal zu setzen?
Es hat mir nicht gereicht. Das erste Album mit Liedern von Peter Alexander ist 20 Jahre her, dazwischen habe ich so viele Lieder entdeckt, wiedergefunden und genossen. Das reichte für noch ein Album. Der 100. Geburtstag von Peter Alexander war dann ein willkommener Anlass.
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Haben Sie Peter Alexander zu dessen Lebzeiten getroffen?
Leider, leider nicht. Ich habe ein Autogramm und eine Widmung, bei der Peter Alexander mir „toi toi toi“ für das erste Album mit Liedern von ihm wünscht.
Nach welchen Kriterien haben Sie die 15 neu interpretierten Klassiker ausgewählt?
Ganz egoistisch: die Lieder, die mir etwas bedeuten. Die, die meine Eltern früher auf dem Plattenspieler hörten.
Sie sagen oft, dass diese Musik „a Stückerl daheim“ für Sie sei. Was verbindet Sie emotional mit Peter Alexanders Liedern?
Positives. Situationen in der Familie, in denen immer gute Laune herrschte. Wenn meine Mutter beim Bügeln Peter Alexander hörte, hatte sie immer ein Lächeln im Gesicht. Diese Momente möchte ich mit dem Publikum wiedererleben. Wenn wir als Familie in Wien die Peter Alexander Show sahen, war das immer eine gute Zeit für alle.
Und als älterer Schlagerfutzi ist es schwer geworden, Lieder zu finden, die mich berühren. Wenn mir etwas gefällt, ist es mir egal ob es für mich geschrieben wurde oder nicht, dann singe ich es.
Auf dem Album finden sich sowohl humorvolle als auch melancholische Lieder. Welche Stimmung lag Ihnen beim Einsingen persönlich am meisten am Herzen – Leichtigkeit oder Tiefgang?
Ich stehe im Studio allein zu Hause und kann meinen Emotionen freien Lauf lassen. Speziell „Sag beim Abschied leise Servus“ hat mich beim Einsingen sehr berührt. Als junger Mensch hat man das Recht und das Privileg, Lieder wie dieses nicht ganz nachvollziehen zu können. Aber jetzt, mit 65, sind zum Beispiel Freunde nicht mehr da. Dann ergibt der Text plötzlich neuen Sinn.
Davon abgesehen gab es damals [als Peter Alexander seine Musik aufnahm] keinen Computer, der das Tempo vorgab. Da hört man wie Streicher absichtlich verzögern oder einen bestimmten Auftakt schneller gestalten, das ist herrlich.
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Sie feiern bald Ihr 40-jähriges Bühnenjubiläum. Wie blicken Sie auf diese lange Zeit in der Schlagerwelt zurück?
Nichts, aber auch gar nichts würde ich ändern. Ich sehe gerne Sci-Fi-Filme, da reisen sie dann durch die Zeit und ändern etwas. Das geht in der Realität nicht und das ist auch gut so. Vielleicht hätte es mir den ein oder anderen Schmerz erspart, aber dann hätte ich so viele schöne Momente auch nicht erlebt.
Mein Leben ist wie Urlaubszeit, da lebt man so einen halben Meter über der Realität mit Menschen, die einem am Herzen liegen. So ist mein Leben seit 40 Jahren. Das ist ein absolutes Privileg.
Seit 2018 moderieren Sie „Schlager-Spaß mit Andy Borg“. Wie sehr beeinflusst die Fernseharbeit Ihre musikalischen Projekte?
Gar nicht. Es ist andersherum. Das ist schwer zu erklären, ich bin lieber Sänger. Gastgeber zu sein, ist sehr intensiv. Menschen reden seitdem anders mit mir, man trägt Verantwortung. Aber nach dem „Musikantenstadl“ ist es wie eine Zugabe der Karriere. Das macht Spaß, ich muss nichts mehr beweisen. Mir ist die Quote egal. Solange ich Menschen damit begeistere, mache ich weiter.
Sie sind seit Jahrzehnten Sänger und Moderator. Wie schaffen Sie es, so konstant nah am Publikum zu bleiben?
Ich schüttel das aus dem Ärmel. [lacht] Nein das war arrogant. Es ist einfacher, da die Leute mich seit Jahrzehnten kennen. Man kennt sich, auch wenn man sich nicht kennt. Da ist es einfach, zu plaudern; Gott sei Dank musste ich mich nie verstecken oder verstellen. Ich durfte meinen Dialekt, mein Gewicht, mein Alter so darstellen, wie sie sind. All das durfte so sein und die Leute kennen mich, wie ich bin.
Sie treten am 20. Februar 2026 in Bad Kissingen im Max-Littmann-Saal auf. Waren Sie schon einmal in Bad Kissingen?
Nein, ich glaube noch nie. Aber ich habe gehört, dass der Saal sehr schön sein muss. Keine Mehrzweckhalle, die noch etwas nach Turnschuhen und Schweiß riecht – ein schönes Ambiente trägt auch immer zur Stimmung bei.
Was werden sie in Kissingen singen? Das neue Album oder worauf dürfen sich Fans freuen?
„Die berühmten drei Worte“, das singe ich seit 40 Jahren immer. Bisher gehen die Leute nicht, also singe ich es weiterhin. „Die Fischer von San Juan“ auf jeden Fall – ansonsten werde ich versuchen, dem Publikum Neues unterzujubeln.
Gibt es etwas, dass Sie noch erzählen wollen?
Meine Crew und ich hatten bereits über 250 Auftritte mit „Schlager & Spaß“. Wir sind immer die gleichen Leute, wie eine Familie, wir kennen uns gut, jeder weiß was zu tun. Dann freuen wir uns immer, wenn wir Gäste in diese Gemeinschaft aufnehmen können. Wie in Bad Kissingen Nicki und GG Anderson. Ich glaube, sowohl die Gäste als auch das Publikum merken das, wenn alle eingespielt und entspannt sind auf der Bühne. Ich freue mich darauf.










