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Party in Kissingen
Rakoczy: Das Fest ist eröffnet
Fürst Rákóczi und Quellenkönigin Kathrin I. haben das Rakoczy-Fest um 19 Uhr auf dem Marktplatz eröffnet.
Fürst Rákóczi und Quellenkönigin Kathrin I. haben das Rakoczy-Fest um 19 Uhr auf dem Marktplatz eröffnet. // Milena Meder
Bad Kissingen – Fürst Rákóczi und Quellenkönigin Kathrin I. haben am Marktplatz den Startschuss für das Rakoczy-Fest gegeben. Wo die Kissinger ihr Fest am liebsten feiern.

Schon Stunden bevor der offizielle Startschuss für das Rakoczy-Fest 2023 am Marktplatz gefallen ist, hatte sich die Innenstadt mit Menschen in bester Feierlaune gefüllt. 70.000 bis 80.000 Menschen werden bis zum Sonntagabend zum Feiern erwartet und für Ausnahmezustand in der Welterbestadt sorgen. Neben den offiziellen Programmhöhepunkten mit den historischen Persönlichkeiten, etwa Saale brennt, Rakoczy-Ball mit Gläserpolonaise, Festzug, Autogrammstunde und Feuerwerk, zieht natürlich die Innenstadt als große Partymeile die Massen an.

Wer das Fest besucht, kann für sich wählen, wo es ihm am besten gefällt – ob er laute Live Musik möchte, oder es lieber ruhiger mag, ob ihm Rockmusik besser gefällt oder Volksmusik aus der Rhön, ob er lieber in der Grabengasse feiert, an der Kultkneipe Eule oder doch besser im Weindorf. Wir haben uns im folgenden unter Kissingern umgehört, welche Plätze sie bevorzugen, und warum:

International am Rathausplatz

Maren Schmitt zum Beispiel, die Vorsitzende des Städtepartnerschaftskomitees, hat es lieber etwas ruhiger. „Ich bin bei den Partnerstädten auf dem Rathausplatz“, erzählt sie. Zum einen will die Gäste aus Vernon, Massa und Eisenstadt betreuen und zum anderen natürlich auch die Zeit mit ihnen verbringen und sich austauschen. „Es kommen alle Partnerstädte dieses Jahr. Am Rathausplatz ist es schön, weil es etwas ruhiger ist, man aber trotzdem genug von der Musik außen herum mitkriegt. Und es hat natürlich internationales Flair“, sagt Schmitt.

Maren Schmitt
Maren Schmitt // Benedikt Borst

Die ganze Stadt als Partymeile

Timo Baier ist gewissermaßen das Gesicht des Rakoczy-Festes. Seit vielen Jahren ist er der Darsteller von Fürst Rákóczi, dem Gast- und Namensgeber des FEstes. Zum Feiern bleibt da wenig Zeit, trotzdem versucht er sich überall in der Stadt blicken zu lassen. Einen Lieblingsplatz hat er nicht. „Ich bin ein Vertreter von allem. Ich laufe von der Europawiese über den Theaterplatz zum Weindorf und zur Destille. Ich kann mich musikalisch auf alles einstellen und komme überall mir den Leuten klar“, sagt er. Als Fürst habe er an dem Wochenende einen Sonderstatus und werde überall darauf angesprochen. Deshalb sei es ihm wichtig, in der ganzen Stadt unterwegs zu sein. Für den Festzug am Sonntag hat er aber einen Lieblingsplatz: In der Maxstraße auf Höhe des Theresienstifts. „Dort kann man den Zug in voller Länge sehen“, meint Baier.

Timo Baier
Timo Baier // Benedikt Borst

Europawiese und Eule für Junge

Die Eröffnung am Marktplatz gehört für Rosenkönigin Dana Rüttger mit dazu. Feiern geht sie gern auf der Europawiese und an der Eule. „Da ist es für junge Leute cool“, findet die 23-Jährige. Für Freitag Abend ist für sie Saale brennt im Rosengarten gesetzt. „Das haben viele junge gar nicht auf dem Schirm, dabei ist das schon ein Highlight“, sagt Rüttger. Was sie bisher selbst immer verpasst hat, in diesem Jahr aber unbedingt anschauen möchte, ist die Autogrammstunde mit den Historischen Persönlichkeiten im Kurgarten.

Dana Rüttger
Dana Rüttger // Ralf Ruppert

Flair am Casino

„Als Historischer hat man wenig Zeit, um irgendwo wegzugehen“, sagt Lars Streiberger. Er schlüpft jedes Jahr in die Rolle von König Maximilian II von Bayern. Trotzdem hat er zwei Lieblingsplätze. „Das Weindorf ist immer gut, um dort etwas leckeres aus den Partnerstädten zu probieren“, sagt er. Der zweite Platz befindet sich im Kurpark. „An der Spielbank bin ich sehr gern, weil es eine tolle Location ist“, sagt er und meintt scherzende: „Und weil da mein Denkmal steht .“ Für den Festzug am Sonntag rät der den Zuschauern, sich zu Beginn des Zuges einen Platz zu suchen, etwa im Bereich Schweizer Haus und Hotel Bristol und auf der Ludwigsbrücke. „Da ist der Zug noch frisch und nicht angestrengt. Da ist ein guter Platz“, rät Streiberger. Gerade bei großer Hitze ist das zum Ende des Zuges den Mitwirkenden die Anstrengung deutlicher anzumerken.

Lars Streiberger
Lars Streiberger // Benedikt Borst

 

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