Gastronom Gerhard Moritz begutachtet die Nordmanntanne, die in diesem Jahr den Marktplatz als Christbaum schmücken wird. Ein schönes Exemplar, gute acht Meter hoch, gleichmäßig und schlank gewachsen. Er zuckt die Schultern. „Normalerweise baue ich unter dem Baum auf, dieses Jahr werde ich mich außen herumstellen“, sagt er. Geplant war das nicht. Aber eigentlich sollte die Nordmanntanne auch woanders stehen.
Die Weihnachtsbäume kommen
Am Freitag hat der Servicebetrieb damit begonnen, die Christbäume für die Adventszeit in der Stadt und in den Stadtteilen aufzustellen. Zehn große Bäume sind es, die an öffentlichen Plätzen stehen werden. Dazu kommen rund 30 kleinere Bäume für Kirchen, Schulen und andere öffentliche Einrichtungen – etwa die Kisssalis-Therme. Die Stadtwerke Bad Kissingen bringen die Weihnachtsbeleuchtung an.
Geschmückt werden auch lebende Bäume, wenn sie an zentraler Stelle stehen. Die meisten Bäume werden gekauft. Wo möglich, versucht die Stadt aber private Bäume zu verwenden, die ihr von Bürgern gespendet werden, erklärt Mario Selzer vom Büro des Oberbürgermeisters. Städtische Gärtner begutachten die Bäume vorher, etwa auf Schädigungen, damit sie standsicher sind und die Menschen am Marktplatz nicht gefährden.
Baumspitze abgebrochen
In diesem Jahr hat es eine Panne gegeben. Eigentlich sollte an den Marktplatz eine zehn Meter hohe und ausladende Blaufichte aus Nüdlingen kommen. „Diese wurde allerdings beim Laden auf den Laster beschädigt. Die Spitze ist abgebrochen“, berichtet Selzer.
Ein gleichwertiger Ersatz war in der Kürze der Zeit nicht zu organisieren: In der kommenden Woche beginnt der Aufbau des Weihnachtsmarktes. Um den großen Christbaum zu stellen, wird ein Kran benötigt. Das kann nur geschehen, solange der Marktplatz noch nicht mit Buden zugestellt ist. Um also den Ablauf für den Weihnachtsmarkt nicht zu verzögern, hat sich die Stadt für die Nordmanntanne als Alternativbaum entschieden.
Ersatz für Theaterplatz
Eigentlich war sie für den Theaterplatz geplant. Sie ist etwas kleiner als die Bäume, die üblicherweise zentral am Weihnachtsmarkt stehen. Bei ihr handelt es sich ebenfalls um einen Privatbaum, er kommt aus Reiterswiesen. Ein Ersatz für den Theaterplatz wird noch beschafft und kommende Woche gestellt.
Dass der Christbaum für den Weihnachtsmarkt etwas kleiner ist, stört Gastronom Moritz nicht weiter. „Wir richten den Platz trotzdem schön her“, sagt er.
So viele Christbäume
Weihnachtsbäume: Für die Adventszeit lässt das Rathaus rund 40 Christbäume aufstellen. Üblicherweise steht der größte Baum mit einer Höhe von mehr als zehn Metern am Marktplatz. Die übrigen Bäume, die im Freien stehen, sind bis zu acht Meter hoch. Die Bäume im Inneren von Gebäuden messen zwischen zwei und fünf Metern. Es handelt sich überwiegend um Nordmanntannen, vereinzelt um Fichten.
Standorte: Gestellt werden Christbäume am Markt-, Rathaus- und Theaterplatz, in der Ludwigstraße, in Arnshausen, Hausen, Kleinbrach und Reiterswiesen vor den Kirchen sowie am Seeplatz in Garitz.
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