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Oldtimer-Rallye in Kissingen
Franken Classic 2025: Alles, was Sie wissen müssen
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Mehr als 150 Auto sind bei der Jubiläumsauflage der Oldtimer-Rallye „Franken Classic“ 2025 gemeldet. // Jürgen del Fabbro (Archiv)
Bad Kissingen
Bad Kissingen – Vom 6. bis 8. Juni knattern die Oldtimer zum 25. Mal durch das Frankenland. Wann die Vehikel wo vorbeikommen und worum es bei der Veranstaltung überhaupt geht.

Als unauffällig kann man sie sicherlich nicht bezeichnen, die Karawane an Oldtimern, die sich Jahr für Jahr um Pfingsten herum durch Franken schlängelt: Die Oldtimer-Rallye „Franken Classic“ findet 2025 zum 25. Mal statt. Die kultigen Vehikel starten auch dieses Jahr in Bad Kissingen, wo die Tour durch das Frankenland jeweils auch ihren Zieleinlauf hat.

Wann und wo geht’s mit der „Franken Classic“ 2025 los?

Start und Ziel der Rallye befinden sich in Bad Kissingen. Dort startet am Freitag, 6. Juni, um 14 Uhr der Prolog. Bis etwa 15.30 Uhr gehen die Oldtimer von der Kurhausstraße aus auf die Kurzstrecke über rund 85 Kilometer. Zieleinlauf ist zwischen 16 und 17.30 Uhr.

Die eigentlichen Etappen beginnen am Samstag und Sonntag, jeweils zwischen 8 Uhr und etwa 10.30 Uhr, ebenfalls am Kurgarten. Der Zieleinlauf in Bad Kissingen ist am Samstag für den Zeitraum zwischen etwa 16 Uhr und 18 Uhr geplant, für den Sonntag zwischen 15 Uhr und 17.30 Uhr.

Die Oldtimer-Rallye Franken Classic findet heuer zum 25. Mal statt.Franken Classic 2024 Bad Kissingen
Die Oldtimer-Rallye Franken Classic findet heuer zum 25. Mal statt. // Hartmut Hess

Oldtimer-Fans können die Wagen bereits am Donnerstag, 5. Juni, zwischen 15 Uhr und 19 Uhr bei der technischen Abnahme vor dem Hotel Frankenland bestaunen. Diese wird am Freitag, 6. Juni, zwischen 9.30 Uhr und 11.30 Uhr an gleicher Stelle fortgesetzt.

Wann kommen die Oldtimer wo im Frankenland vorbei?

Das Motto der Rallye lautet Jahr für Jahr „Fahren wie Gott in Franken“. So ziehen die Strecken sich auch 2025 wieder quer durch die Region. Der Prolog trägt heuer den Titel „Rund um Bad Kissingen“ und führt über Bad Bocklet und Premich bis nach Bad Brückenau. Zurück geht es unter anderem über Schönderling und Lauter.

Am Samstag heißt es „Weinfranken mit Maindreieck“. Die Strecke über 225 Kilometer verläuft über Rottershausen (ab 8.15 Uhr) bis nach Werneck (8.40 Uhr) und Gerolzhofen (10.10 Uhr). Weiter geht es bis nach Oberscheinfeld (11.10 Uhr) und zurück über Volkach (13.10 Uhr), Hausen/Würzburg (14.45 Uhr), Sömmersdorf (15.10 Uhr) und schließlich Oerlenbach (15.50 Uhr) nach Bad Kissingen.

Relation

Die zweite Etappe am Sonntag – „Mainfranken von seinen schönsten Seiten“ – führt die Oldtimer rund 200 Kilometer weit über Sulzthal (8.25 Uhr) durch die Landkreise Schweinfurt, Main-Spessart, Kitzingen und Würzburg. Vorbeikommen werden die Vehikel unter anderem in Schwebenried (8.50 Uhr), am Porschezentrum Estenfeld (10 Uhr), in Karlstadt (13.40 Uhr) sowie Obersfeld (14.15 Uhr). Zurück nach Bad Kissingen geht es über Fuchsstadt (14.25 Uhr) und Euerdorf (14.55 Uhr).

Auf der Internetseite zur Veranstaltung sind die Durchfahrtszeiten für sämtliche Etappenorte aufgelistet. Für das Publikum an der Strecke ist der Eintritt frei.

Wie viele Autos sind dabei und auf welche Fahrzeuge dürfen Fans sich freuen?

Bis Mitte Mai 2025 haben sich mehr als 150 Fahrerinnen und Fahrer zur Rallye angemeldet. Damit dürften es mehr Teilnehmende werden als im Vorjahr. Der älteste gemeldete Wagen ist ein Bentley aus dem Jahr 1922, Oldtimer-Fans dürfen sich unter anderem auch auf einen Darracq 12/32 (1924), einen Ford A (1929), einen Bugatti 54 GP (1931) sowie einen Talbot London 90AV (1933) freuen. Eine Liste aller gemeldeten Fahrzeuge ist auf der Internetseite zur Veranstaltung veröffentlicht.

Worum geht es bei der Rallye eigentlich, Gaudi oder Wettkampf?

Beides. Denn allein die in Summe mehr als 500 Kilometer, die über die Veranstaltungstage verteilt diesmal zu bewältigen sind, sind anstrengend für Mensch und Maschine. Und es läuft auch die Uhr. Es gibt die Wertungsgruppen „Sanduhr“ und „Offen“, bei denen versucht wird, die bei verschiedenen Prüfungen vorgegebenen Zeiten möglichst exakt zu treffen.

Auch Auftritte abseits vom Rakoczy-Fest wie hier bei der Oldtimer-Rallye „Franken Classic“ gehören für Ludwig Büchner (Dritter von links) und die Historischen dazu.
 // Simon Snaschel (Archiv)

Dazu kommen eine Mannschaftswertung, die Wertung „U30“ für jüngere Teilnehmerinnen und Teilnehmer sowie die „Franken-Classic-Tour“ für Fahrerinnen und Fahrer, die ohne Zeitnahme und Wertung fahren möchten. Letztlich stehen im Vordergrund der Spaß am Fahren, das Treffen Gleichgesinnter und die Chance, seine motorisierten Schätze zur Schau zu stellen.

Ist ein Oldtimer-Rennen überhaupt noch zeitgemäß?

Immer wieder stehen Rallyes wie die „Franken Classic“ auch in der Kritik. Vor allem der Aspekt der Umweltverschmutzung wird häufig genannt. Organisator Karlheinz Schott äußerte sich im Vorjahr dazu gegenüber dieser Redaktion: „Die Autos sind ja im Schnitt 50 oder 60 Jahre alt und werden entsprechend lange erhalten und gepflegt. Das ist oft besser, als wenn man das 15. Auto fährt.“

Franken Classic
Spaß bei der Rallye Franken Classic. // Wolfgang Dünnebier

Die Belastung für die Umwelt sei größer, wenn 20.000 Menschen ein Fußballspiel mit dem Auto besuchen. „Letztlich geht es auch um den Erhalt von Kulturgut in einem Autoland“, so Schott, der auch auf den wirtschaftlichen Profit für Bad Kissingen und Umgebung hinwies. Die Begeisterung der Menschen an der Strecke sei seine größte Bestätigung.

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