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Mitmachen beim Rakoczy-Fest
Freiwillige für die Rolle der Panduren gesucht
Fürst Ferenc Rákóczi und die Panduren.
Fürst Ferenc Rákóczi und die Panduren. // Carmen Rottenberger
Bad Kissingen – Geschichte hautnah erleben: Für das Rakoczy-Fest 2024 werden Interessierte ab 16 Jahren gesucht, die in die Rolle von Paduren, der historischen Begleitung von Fürst Rákóczi schlüpfen möchten.

Fürst Ferenc Rákóczi steht im Mittelpunkt des nach ihm benannten Rakoczy-Festes, das in diesem Jahr von Freitag, den 26. Juli bis Sonntag, den 28. Juli 2024 stattfindet. Er wird dabei nicht nur von der Quellenkönigin, sondern auch von einer uniformierten Leibgarde, den sogenannten Panduren, begleitet.

Die Panduren sind junge Freiwillige, die beim Festball des Fürsten Rákóczi am Samstag,  27. Juli, sowie beim Festumzug am Sonntag, 28. Juli, in die Rolle ungarischer Soldatinnen und Soldaten – den sogenannten Panduren – schlüpfen und somit Teil des großen historischen Stadtfestes sind.

Freiwillige gesucht

Für dieses Jahr werden noch junge Freiwillige ab 16 Jahren gesucht, die den Fürsten Rákóczi bei den genannten Programmpunkten begleiten und ihm zur Seite stehen möchten. Interessierte werden gebeten, sich bis Samstag, 15. Juni, bei Jana Markard von der Veranstaltungsorganisation der Bayerisches Staatsbad Bad Kissingen GmbH zu melden. Sie ist unter der E-Mail-Adresse jana.markard@badkissingen.de sowie unter der Telefonnummer 0971/8048 274 erreichbar.

Wer waren Panduren?

Ein Blick in die Geschichte: Im 17. und 18. Jahrhundert wurden im Habsburgerreich Soldaten, die an der Militärgrenze zum Osmanischen Reich dienten, zumeist Kroaten, Rumänen, Serben und Ungarn, als Panduren bezeichnet. Diese bewaffneten Leibwächter standen Adligen, Fürsten und Edelleuten zur Seite.

Pandur und Rakoczy sind die Namen zweier Mineralquellen in Bad Kissingen, die häufig als Zwillingsbrunnen bezeichnet werden. Namensgeber für die Heilquelle ist Fürst Rákóczi, der von 1676 bis 1735 lebte und als ungarischer Feldherr die Befreiungszüge Ungarns von Österreich anführte. Obwohl er selbst nie in Bad Kissingen war, liegt die Vermutung nahe, dass Offiziere und Soldaten, die zur Kur in Kissingen weilten und gegen ihn gekämpft hatten, bei der Namensgebung eine entscheidende Rolle spielten. Die Pandur-Quelle erinnert vermutlich an das im 18. Jahrhundert in Ungarn aufgestellte Pandurenkorps.

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