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Dörfliches Intrigenspiel
Reiterswiesener Heimatverein zeigt neues Theaterstück
Heimatverein Reiterswiesen Theaterstück
Unser Foto zeigt die Burgfestspieler, die am Wochenende „Ein unklarer Fall“ im Bürgerhaus „Krone“ aufführen. // Klaus Werner
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Dr. Alexander Schwarzkopf bei den Proben seines Stücks. // Klaus Werner
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Das Ensemble „Die Burgfestspieler“ des Reiterswiesener Heimatvereins probt für das Familien-Theaterstück „Ein unklarer Fall“. // Klaus Werner
Reiterswiesen – Die Burgfestspieler des Reiterswiesener Heimatvereins führen das Stück „Ein unklarer Fall“ von Dr. Alexander Schwarzkopf auf. Die Handlung ist zwar fiktiv, aber voller örtlicher Bezüge.

Ein „Cold Case“ in Reiterswiesen? Eine zwar fiktive Handlung, aber doch voller örtlicher Bezüge und geschichtlicher Hintergründe – so beschreibt Dr. Alexander Schwarzkopf das Familien-Theaterstück „Ein unklarer Fall“. Dieses Werk, das mit kriminalistischer Sorgfalt und Liebe zum Detail entstanden ist, wird vom Ensemble „Die Burgfestspieler“ des Reiterswiesener Heimatvereins am kommenden Wochenende im Bürgerhaus Krone aufgeführt.

Szenenwechsel mit Beamer

Auf der 30 Quadratmeter großen Bühne der Reiterswiesener Krone entsteht ein „Tatort“, der die Zuschauer durch kleine Kulissenschiebereien und einen technischen Kniff in vier verschiedene Szenarien eintauchen lässt. Der Trick: Mit Hilfe eines Beamers werden im Hintergrund großformatige Fotos eingeblendet, die den Wechsel zwischen verschiedenen Schauplätzen – vom Gasthaus über einen Krämerladen und eine idyllische Straße bis hin zu einem Bauernhof – ermöglichen. Die Kulissen auf der Bühne, darunter Tresen, Wirtshausmobiliar, eine Registrierkasse oder auch Strohballen, schaffen die passende Atmosphäre für die insgesamt 16 Mitwirkenden.

Die Schauspieler schlüpfen in vielfältige Rollen: Steffen Neder als Kriminalinspektor Meier, Nadine Nöcker als Milchbäuerin Gräfin Almuth von Tschernin, Marcella Reichel als Wirtin Germer und Alexander Seidel als Militärpolizist Sergeant Williams gehören ebenso zum Ensemble wie Rosalie Nürnberger als Alison von Tschernin und Timo Nürnberger als Händler Herbert Götz.

Das Stück spielt 1957

Birgit Schreiber, Marleen und Annelie Nürnberger, Anette Strobl, Jonny Naber-Reichel sowie viele weitere Darsteller runden die Besetzung ab. Dr. Alexander Schwarzkopf, Autor des Stückes, übernimmt sogar selbst die Rolle des Oberkommissars.

Das Stück entführt die Zuschauer ins Jahr 1957, in ein kleines Dorf nahe Bad Kissingen. Hier wird ein Kriminalinspektor aus Nürnberg in die Dorfgesellschaft hineingezogen, nachdem er in der örtlichen Wirtschaft Quartier bezogen hat.

Es wird gemunkelt und spekuliert

Schon seine Anwesenheit wirbelt das Gefüge der Dorfgemeinschaft durcheinander. Es wird gemunkelt, spekuliert und verdächtigt: Geht es um eine verschwundene Kiste Gold aus Kriegszeiten, ein Waisenkind, das von einer Familie aufgenommen wurde, oder um die Übernahme von jüdischem Eigentum, das enteignet wurde? Auch die Präsenz amerikanischer Militärpolizisten sorgt für Spannungen.

Historische Ereignisse und lokale Details fließen in die Handlung ein. So wird beispielsweise thematisiert, wie die „Englischen Fräulein“ als Bildungseinrichtung für Mädchen mit dem traditionellen Frauenbild von „Küche, Kinder, Kirche“ brechen oder wie Männer in jener Zeit als Bewahrer der Rechte über Frauen galten.

Auch die Liebe ist ein Thema

Mit einer Mischung aus kriminalistischen Wendungen, dörflichem Intrigenspiel und humorvollen Momenten nimmt das Stück die Zuschauerinnen und Zuschauer mit auf eine Reise durch zwei Akte und zwölf Szenen. Es werden menschliche Schwächen und die Fürsorge füreinander gezeigt. Und – natürlich – geht es auch um die Liebe, die schließlich zu einem versöhnlichen Happy End führt.

So ist es ein Stück für die ganze Familie. Deshalb gibt es auch vergünstigte Eintrittspreise für Kinder.

Termine sind Freitag, 17. Oktober 2025, und Samstag, 18. Oktober 2025, mit Beginn jeweils um 19 Uhr sowie Sonntag, 19. Oktober 2025, mit Beginn um 16 Uhr.

Karten können über den Heimatverein Reiterswiesen bei Ludwig Metz, Tel. 0971/658 08 oder an der Abendkasse erworben werden.

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