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Gema erhöht die Preise
Weihnachten in der Rhön: Jedes Lied kostet Geld
Ein Anblick, den es in Bad Kissingen so wohl zuletzt im Jahr 2019 gegeben hat.
Ein Anblick, den es in Bad Kissingen so wohl zuletzt im Jahr 2019 gegeben hat. // Archivfoto: Romana Kochanowski/Stadtmarketing Bad Kissingen
Signet des Fränkischen Tags von Kai Kunzmann
Bad Kissingen – Verändert die Erhöhung der Gema-Gebühren für musikalische Aufführungsrechte die Weihnachtsmärkte? Wird sie an Besucher weitergegeben? Wir haben uns umgehört.

Einen Glühwein in der Hand und aus dem Lautsprecher vor dem Bratwurststand ist der Weihnachtshit „Last Christmas“ der britischen Band „Wham!“aus dem Jahr 1984 zu hören. Zum Besuch der Weihnachts- oder Christkindlmärkte gehört das irgendwie dazu. Doch in diesem Jahr könnte alles anders sein.

Stände und Musiker direkt betroffen

Die Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte, kurz Gema, hat die Rechenformel der anfallenden Gebühren verändert. Bei jedem Lied, das im öffentlichen Raum abgespielt wird und Teil der Gesellschaft ist, verdient die Gema und damit die jeweilige Künstlerin beziehungsweise der Künstler mit.

Dadurch wird es nun für Veranstalter und Künstler deutlich teurer. Kosten, die sich auch auf die Besucherinnen und Besucher auswirken oder gar zu musikfreien Märkten führen könnten. Wie reagieren die Macher der Rhöner Weihnachtsmärkte auf die Preissteigerung?

Vom 1. bis 26. Dezember geöffnet

Der Weihnachtsmarkt in der Fußgängerzone und auf dem Marktplatz in Bad Kissingen ist für Besucherinnen und Besucher vom 1. bis 26. Dezember geöffnet. An zahlreichen Ständen können Geschenke, Essen und Trinken gekauft werden. Stände, die Musik abspielen wollen, und somit auch von der Preissteigerung betroffen sind.

Künstler selbst verantwortlich

„Natürlich hat man gehört, dass die Gebühren ein bisschen teurer geworden sind“, so Ulrike Stegmann vom Stadtmarketing „Pro Bad Kissingen“, das den Christkindlesmarkt organisiert. Wie viel teurer es für die Ausstellerinnen und Aussteller wird, weiß sie nicht genau. „Die einzelnen Standbetreiberinnen und -betreiber sowie die Künstlerinnen und Künstler, die auf der Bühne auftreten, sind selbst für die Gema-Gebühren verantwortlich“, so Ulrike Stegmann.

Günstiger bei Blasmusik

Die Preissteigerungen bei den Gema-Gebühren sind auch am Team der Tourismus und Stadtmarketing Bad Neustadt nicht unbemerkt vorbeigegangen: „Die Gebühren sind definitiv gestiegen. Das haben wir bei anderen Veranstaltungen deutlich gemerkt. Beim Weihnachtsmarkt hält es sich jedoch noch im Rahmen“, so der Geschäftsführer Horst Mikliss.

Ein Grund dafür sei, dass Gema-Gebühren bei weihnachtlicher Blasmusik nicht so hoch seien wie beispielsweise für eine Cover-Band. Für die Besucherinnen und Besucher des Neuschter Weihnachtsmarkts wird sich nichts ändern. Auch in diesem Jahr öffnet der Markt vom 1. bis zum 3. Dezember kostenlos seine Tore.

„Für das nächste Jahr planen wir für die aufkommenden Gebühren in unserer Kostenrechnung ein höheres Budget ein, um auf weitere Änderungen vorbereitet zu sein“, so Horst Mikliss.

Märkte bleiben kostenlos

In Mellrichstadt ist der Verein Aktives Mellrichstadt für den diesjährigen Weihnachtsmarkt verantwortlich. Für Gäste des Adventsmarkts bleibt alles beim Alten. „Ein bisschen sind die Kosten gestiegen, aber nicht in so einem Rahmen, dass wir irgendetwas umstellen müssen“, so Juliane Mack vom Verein Aktives Mellrichstadt.

Ostheim: Eintritt bleibt kostenlos

Ähnlich sieht es auch in Ostheim aus. Der Erlebnismarkt am 2. und 3. Dezember in der historischen Ostheimer Kirchenburg ist wie gewohnt kostenlos. „Sicherlich wird es für uns als Veranstalter etwas teurer. Das Ausmaß hält sich allerdings in Grenzen, weshalb nichts spezifisch an der Veranstaltung geändert werden musste“, erklärt ein Sprecher des Kommunalunternehmens Tourismus und Marketing auf Anfrage dieser Redaktion.

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