Wie gelingt die perfekte italienische Pasta? Das Nudelmachen ist gerade in der eigenen Küche ja oft eine Wissenschaft für sich. In Bad Kissingen ist mit Ylenia Parente eine Frau zu Gast, die es wissen muss. Die Nudeln der 28-Jährigen aus Sardinien wurden 2024 als beste handgemachte Pasta Italiens ausgezeichnet. In dem Wettbewerb ging es neben dem Geschmack unter anderem auch um Design und Füllungen.
Sandra D‘Agostino hat Parente nach Bad Kissingen eingeladen. Die 49-Jährige betreibt mit Ehemann Francesco (51) ein italienisches Restaurant in der Hemmerichstraße. Die beiden Frauen halten Kontakt, seit D‘Agostino vor einigen Jahren zu Gast auf Sizilien war, um sich selbst Tipps fürs Pastamachen abzuholen. „Für mich ist es wie Meditation und macht einfach Spaß“, sagt die Gastronomin.
Noch bis zum Dienstag, 14. Oktober 2025, bietet D‘Agostino Themenabende rund um die perfekte Pasta in ihrem Restaurant an. Die Redaktion hat den beiden Frauen über die Schulter geschaut. Diese drei Tipps haben Parente und D‘Agostino.
1. Beim Pasta-Teig unbedingt auf die richtigen Zutaten achten
Nudelteig besteht eigentlich aus Eiern, Mehl und Salz. „Wichtig ist, auf die Zutaten und deren Qualität zu achten“, sagt Sandra D‘Agostino. „Die Zusammensetzung ist entscheidend.“ Sie schwört auf italienische Produkte. „Die müssen auch nicht unbedingt teurer sein als die deutschen“, sagt sie. Ihre Empfehlung: „Auf jeden Fall sollte man mit Pastamehl und zusätzlich Hartweizengrieß arbeiten.“ Das bringe eine bessere Konsistenz. Ihr Tipp für ein Kilogramm Nudeln: 250 Gramm Pastamehl, 150 Gramm Hartweizengrieß, zwei ganze Eier sowie neun Eigelbe.
2. Kreative, saisonale Füllungen sorgen für intensiven Geschmack
Entscheidenden Anteil hat für D‘Agostino und Parente die Füllung. „Man kann alles Mögliche ausprobieren und kreativ sein“, sagt die Gastronomin: „Fisch, Fleisch, vegetarisch. Wie eben die Saison gerade ist. Momentan arbeiten wir zum Beispiel viel mit Kürbis, das macht den Geschmack noch einmal viel intensiver.“ Dazu brauche es freilich die jeweils passende Soße.
3. Es braucht viel Übung für die perfekte Pasta: Dranbleiben lohnt sich
Jede Nudel ist gewissermaßen ein Kunstwerk für sich. „Das Auge isst natürlich mit, Design und Form sind sehr wichtig. Da gibt es keine Grenzen für die Fantasie“, sagt D‘Agostino. „Es ist Handarbeit und man braucht viel Gefühl, viel Technik und Übung.“ Sie weiß: Gerade anfangs kann das Nudelmachen frustrierend sein. „Es hat viel mit Erfahrung zu tun. Nicht aufgeben, wenn die Pasta am Anfang nicht perfekt aussieht.“ Entscheidend dabei natürlich: „Es braucht Passion und Leidenschaft.“













