Mit einem großen Festakt vor rund 400 Gästen aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft ist der neue Erweiterungsbau am Heiligenhof in Bad Kissingen eingeweiht worden. Rund zweieinhalb Jahre haben die Arbeiten für das 8,2-Millionen-Gebäude gedauert. Die geschichtsträchtige Bildungs- und Begegnungsstätte wappnet sich damit für die Zukunft. Der Erweiterungsbau enthält neue, hochmoderne Speise- und Tagungsräume sowie eine neue Küche.
Steffen Hörtler, Direktor der Stiftung Sudetendeutsches Sozial- und Bildungswerk und damit Leiter am Heiligenhof, bedankte sich wie auch Hans Knapek, Vorstandsvorsitzender der Stiftung, bei allen Beteiligten. Der Neubau sei ein Gemeinschaftsprojekt, das für die Zukunft unabdingbar gewesen sei. Nicht unerwähnt blieb, dass der Bau letztlich um ein Drittel teurer war als geplant und auch fast ein Jahr verspätet fertiggestellt wurde. „Bauen ist zu einem Abenteuer geworden“, so Knapek.
Baugenehmigung ließ lange auf sich warten
Architekt Stefan Buttler begründete das später unter anderem damit, dass die Baugenehmigung trotz der Unterstützung von Oberbürgermeister und Stadtrat lange auf sich warten lassen habe. „Man hätte viel Zeit und damit Geld sparen können“, so Buttler. Insgesamt, da waren sich alle Beteiligten einig, dürfe das das Gesamtwerk aber nicht trüben. „Wir übergeben mit dem Neubau eine Bühne für Ideen“, formulierte es der Architekt.
Heiligenhof mit bedeutender Rolle für europäische Bildungsarbeit
Zu Gast war auch Ulrike Scharf, bayerische Staatsministerin für Familie, Arbeit und Soziales. Scharf ist auch Schirmherrschaftsministerin der Sudetendeutschen und dem Heiligenhof damit besonders eng verbunden. Träger der Bildungsstätte ist die Stiftung Sudetendeutsches Sozial- und Bildungswerk. Die Ministerin nahm in ihrer Festrede das Motto des Heiligenhofs auf, um dessen Bedeutung zu unterstreichen: „Nichts geht über Begegnungen.“
Zahlreiche Grußworte aus der Politik
Neben Partnern des Heiligenhofes und den ausführenden Baufirmen hatten sich zahlreiche Rednerinnen und Redner zur Feststunde in Bad Kissingen eingefunden. Grußworte sprachen Dorothee Bär (Bundesministerin für Forschung, Technologie und Raumfahrt, CSU), Bernd Fabritius (Beauftragter der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten), Klaus-Peter Willsch (Vorsitzender der Gruppe der Vertriebenen, Aussiedler und deutschen Minderheiten der CDU/CSU-Bundestagsfraktion), Bayerns Staatssekretär Sandro Kirchner (CSU), Bad Kissingens Landrat Thomas Bold (CSU), Oberbürgermeister Dirk Vogel (SPD) sowie der Präsident des Bayerischen Jugendherbergswerks Klaus Umbach. Sie alle lobten den Heiligenhof als wichtige Stätte für politische Bildung, die gerade in der heutigen Zeit eine eminente Bedeutung einnehme. Mit dem Neubau habe man sich zukunftsfähig gemacht.











