0
Rakoczy-Praline 2026
Eine einfache Kreation mit schmackhafter Schokolade
Karin Matthes (links) als Kaiserin Auguste Viktoria, Chocolatier Otmar Troll und Quellenkönigin Lea Söder. // Philipp Tappe
Bad Kissingen – Inspiriert von Deutschlands letzter Kaiserin hat die elfte Rakoczy-Praline einen starken Schokoladengeschmack. Es ist aber nicht die einzige Praline, die Otmar Troll zum Rakoczy-Fest verkauft.

Sie schmeckt nach dunklem Schokoladenmus mit Nuancen von Vanille, Orange und Mokka. Das ist die Rakoczy-Praline 2026.

Chocolatier Otmar Troll hat sich dieses Jahr von Auguste Viktoria (1858–1921) inspirieren lassen. Sie war die letzte deutsche Kaiserin, Königin von Preußen, und galt als einfache Frau. „Sie war nicht so pompös“, sagt Troll. Die Adelige engagierte sich in der Wohltätigkeit und genoss deswegen höheres Ansehen als ihr Gatte Kaiser Wilhelm II. Im Jahr 1889 hielt sich die Kaiserin wegen einer Kur vier Wochen in Bad Kissingen auf.

Es verwundert nicht, dass Otmar Troll eine einfache Praline kreierte. „Kaiserin Auguste Viktoria“ enthält sehr dunkle Schokolade. Nur eine hauchdünne Schicht weißer Schokolade ziert die Praline, auf der filigran das Wappen der Kaiserin eingezeichnet ist.

Ein Wappen ziert die Rakoczy-Praline 2026. // Philipp Tappe

Für das Rakoczy-Fest entwirft Otmar Troll jedes Jahr eine Praline. Inspiration und Namensgeber sind immer eine historische Persönlichkeit – etwa Fürst Ferenc Rákóczi II., Kaiserin Sisi und Reichskanzler Otto von Bismarck. Für das Rakoczy-Fest stellt der Confiseur 500 Stück her und verkauft sie in seinem Laden Pralinen Troll an der Badgasse in Bad Kissingen.

An der Kreation beteiligt war auch Mitarbeiterin und diesjährige Quellenkönigin Lea Söder. Angesichts ihres Amtes half die junge Frau aber vor allem beim Entwurf der Quellenkönigin-Praline. Diese enthält Licor 43, einen Macadamia-Crush und natürlich Karamell mit Mineralsalz aus den Bad Kissinger Heilwasser-Quellen. So ist die Praline leicht salzig und süß zugleich.

Die Süßigkeit ist – nach Idee von Lea Söder – blausgesprenkelt und hat damit eine ähnliche Farbe wie das Quellwasser – oder das Kleid der Quellenkönigin.

„Quellenkönigin 2026 Lea 1.“ (links) und „Kaiserin Auguste Viktoria“ stehen zum Verkauf. // Philipp Tappe

Otmar Troll fertigt von dieser Sorte auch 500 Stück für das Volksfest an. Im Gegensatz zur „Kaiserin Auguste Viktoria“-Praline steht sie schon seit einigen Wochen zum Verkauf und verschwindet nach einem Jahr wieder aus den Regalen.

„Quellenkönigin 2026 Lea 1.“ und „Kaiserin Auguste Viktoria“ kosten jeweils 9,70 Euro pro 100 Gramm. Das entspricht acht Pralinen.

Rakoczy-Praline // Philipp Tappe

Die ersten Verkoster wie Karin Matthes (Darstellerin von Auguste Viktoria), Sebastian Dresbach (Kurdirektor) und Dirk Vogel (Oberbürgermeister) waren bei der offiziellen Vorstellung am Dienstag, 14. Juli, jedenfalls begeistert.

Inhalt teilen
  • kopiert!