„Er war ein echtes Garitzer Urgestein“, „Er war ein ehrlicher Freund“ – das sind nur zwei Beispiele für die Wertschätzung von Walter Dück, der am 1. Juli 2025 im Alter von 78 Jahren verstarb. Über seinen Heimatort hinaus war Walter Dück vor allem durch sein überdurchschnittliches Engagement in der Garitzer Feuerwehr bekannt, deren Kommandant er von 1981 bis 1998 war.
Walter Dück wurde am 31. Dezember 1946 in Garitz geboren und war – wie seine zwei Geschwister – fest im Ort verwurzelt, was durch die Mitgliedschaft in vielen Vereinen belegt wird. Sein Elternhaus war bis zu seinem Tod auch der Mittelpunkt seines Lebens, und das führte ihn durch die Garitzer Volksschule zu einer Lehre als Konditor im Café Hintsche (Bad Kissingen) mit einer weiteren Station im Café Meinhardt.
Anstellung bei der Stadt
In den 70er Jahren musste er den erlernten Beruf gesundheitsbedingt aufgeben, jedoch profitierte die Feuerwehr durch regelmäßige Tortenspenden zu allen Festivitäten noch von dieser Ausbildung. Es folgte eine Anstellung bei der Stadt Bad Kissingen, zuerst in der Forstverwaltung und später dann als Hausmeister der Garitzer Henneberg-Schule mit der Turnhalle.
Bis zu seiner Rente lebte er diese Verantwortung und war dadurch Generationen von Garitzer Kindern als „strenger“ Hüter der Räumlichkeiten und Flächen bekannt. Auch die Garitzer Vereine profitierten davon, vor allem wenn es um die Nutzung der Turnhalle für Faschingsbälle oder Jubiläumsfeierlichkeiten ging.
Ernennung zum Ehrenkommandanten im Jahre 1999
Der Freiwilligen Feuerwehr Garitz trat Walter Dück am 1. Oktober 1962 bei. Löschmeister und Oberbrandmeister waren weitere Stufen, ebenso wie fachliche Ausbildungen und das Ablegen der Leistungsabzeichen bis zur höchsten Stufe Gold-Rot. Bereits 1971 wurde er Teil des Vorstands, dem er 40 Jahre angehörte.
Von 1976 bis 1981 war Dück stellvertretender Kommandant, bevor er für 18 Jahre die Wehr und den Verein führte – der Dank war die Ernennung zum Ehrenkommandanten im Jahre 1999. In diese Zeit fallen nicht nur umfangreiche Investitionen zur Modernisierung der Wehr, sondern auch das Aufstellen des 1. Maibaums (1978), die Organisation des Landkreiszeltlagers oder die Aufnahme von Frauen als aktive Mitglieder (1993).
Jugendwehr und Vereinsfeste
Die 1969 gegründete Jugendkapelle der Wehr führte er von 1994 bis 2004. Neben diesen offiziellen Funktionen war Walter Dück über Jahrzehnte Helfer bei vielen Vereinsfesten, stand am Grill oder am Zapfhahn und war auch Teil der Planungsgruppe für die 800-Jahr-Feier von Garitz.
Auch nach dem Rückzug aus den offiziellen Funktionen war Walter Dück an „seiner Feuerwehr“ sehr interessiert, deren Quartier nur wenige Schritte von seinem Zuhause entfernt war.
Am Samstag mal vorbeischauen, nachfragen, was gerade los ist oder welcher Einsatz in der Woche war, ein Gespräch mit Alt und Jung – so lange es seine Gesundheit erlaubte, gehörte dies zu seinem Leben. Für Kommandant Ralf Schubert hinterlässt Walter Dück eine Lücke, denn: „Gefühlt war Walter immer da.“












