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Kommentar
Der Verbraucher spart am Essen
Benedikt Borst
Benedikt Borst // Matthias Hoch
Bad Kissingen – Die Gastropreise treffen Imbissbuden härter als größere Restaurants.

Löhne, Energiekosten und die Preise für Lebensmittel setzen der Gastronomie zu. Am Ende wird die Frage sein, wer sich noch einen Restaurantbesuch leisten will. Viele Gäste spüren die Inflation schon jetzt im Geldbeutel oder haben Anfang des Jahres neue, deutlich höhere Abschläge von ihren Energieversorgern bekommen. Weil die Menschen an dieser Stelle schlecht sparen können, werden sie sich an anderer Stelle einschränken. Und zum Beispiel weniger oft Essen gehen.

Wobei es hier noch einmal einen gravierenden Unterschied macht, wo der Verbraucher Essen geht. Ist es ein teures Restaurant, weiß er ohnehin, dass er eine höhere Rechnung bekommen wird. Das hat er von vorn herein eingeplant. Diesen Luxus gönnt er sich. Da fällt es dann weniger ins Gewicht, wenn er für einen Biobraten mit Klößen und Kraut 24 statt 23 Euro bezahlen wird.

Gastronomiebetriebe, die mit kleinen Beträgen ihr Geld verdienen, werden unter der Preisentwicklung stärker leiden. Das können Cafés sein, Imbissbuden, Dönerläden oder auch typische Bierkneipen. Es fällt dem Verbraucher einfach stärker auf, wenn auf der Speisekarte die Tasse Kaffee, das Glas Mineralwasser oder das Bier 30 Cent mehr kosten, oder ob für die Bratwurst im Brötchen und die Portion Pommes inzwischen deutlich mehr verlangt wird, als noch vor zwei oder drei Jahren. In der Relation ist die Erhöhung viel stärker und der Gast wird es damit vergleichen, was er selbst im Supermarkt für diese Lebensmittel ausgibt – und sich überlegen, ob er in Zukunft sein Bier zuhause trinkt.

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