Anfang April kündigte Kurdirektorin Sylvie Thormann an, dass die Balustrade des Regentenbaus dringend erneuert werden muss. Zu dem Zeitpunkt waren die Verantwortlichen bei der Staatsbad GmbH, beim Staatlichen Bauamt Schweinfurt und die Intendanz des Kissinger Sommers zuversichtlich, dass das Baugerüst bis zum Start des Klassikfestivals im Juni wieder verschwunden sein würde.
Das Eröffnungskonzert findet am 20. Juni im Regentenbau statt. Der Kissinger Sommer dauert vier Wochen, das Abschlusskonzert ist am 20. Juli 2025.
Gerüst am Regentenbau in Bad Kissingen bleibt
Daraus wird nichts: Der Regentenbau bleibt während des ganzen Festivals hinter dem Gerüst versteckt. Das erklärt das Staatliche Bauamt auf Anfrage dieser Redaktion. Auch einen Teilabbau, damit wenigstens die Front zum Haupteingang und Rondell hin frei ist, wird es nach Einschätzung des Bauamts nicht geben.
“Der Balkon kann während der Veranstaltungen von den Gästen genutzt werden.
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„Die Arbeiten am Haupteingang können leider nicht bis zum Kissinger Sommer abgeschlossen werden“, sagt der zuständige Abteilungsleiter Holger Richterstetter. Ein Trostpflaster: „Der Balkon kann während der Veranstaltungen von den Gästen genutzt werden.“
Sanierung aus Sicherheitsgründen
Hätten die Arbeiten so geplant werden können, dass das renommierte Klassikfestival, die Starmusiker, Prominenz und viel Geld zahlendes Publikum davon nicht betroffen sind? Richterstetter betont, dass die Arbeiten nicht aufschiebbar waren. Bei turnusgemäßen Routinebegehungen wurden lockere, schadhafte Balustradenteile bemerkt. „Diese machten eine umgehende Sicherung notwendig. Aufgrund der beobachteten Rissbildungen wurde die nun laufende Sanierung notwendig“, erklärt er.
Das um den Regentenbau aufgebaute Gerüste diene der Verkehrssicherung. „Dabei ist die Zugänglichkeit auf allen Gebäudeteilen für Gäste, Musiker und Veranstalter gewährleistet“, sagt Richterstetter. Die Arbeiten kosten rund 150.000 Euro und werden voraussichtlich noch bis Herbst dauern.
Intendant Steinbeis reagiert alarmiert
Für Intendant Alexander Steinbeis sind das schlechte Nachrichten. Ihn alarmiert, dass die Arbeiten nicht wie ursprünglich zugesichert bis zum Beginn des Festivals abgeschlossen sein werden. Bis Freitagnachmittag war sein Kenntnisstand und die Zusage vom Bauamt und der Staatsbad GmbH noch, dass der Haupteingang frei sein wird.
„Uns war immer klar, dass das Gerüst an der Seite zur Ludwigstraße während des Kissinger Sommers stehen bleiben wird“, sagt er. Der Regentenbau sei das Herzstück und damit ein integraler Bestandteil des Festivalerlebnisses Kissinger Sommers.
Hauptaufgabe in den lediglich drei Wochen bis zum Eröffnungskonzert am 20. Juni müsse sein, sich zu überlegen, wie sich trotz der Baustellensituation ein für die Gäste und die Medien, darunter Fernsehteams aus dem In- und Ausland, festivalwürdiges Ambiente schaffen lässt. Möglich wäre zum Beispiel eine gestalterische Verkleidung des Gerüstes, um die Baustelle optisch aufzuwerten.
Zusätzliche Kosten für Kissinger Sommer
Dies wird mit Kosten verbunden sein, gleichzeitig sieht Steinbeis solch eine Lösung als notwendig, um den Besuchern ein dem Festival angemessenes Erlebnis zu geben. Insbesondere der großen Zahl an Stammgästen sei man verpflichtet.
„Wir erwarten, dass die Stadt Bad Kissingen, das Bauamt und die Staatsbad GmbH mit uns gemeinsam eine Lösung finden, damit der Kissinger Sommer 2025 in einem würdigen Rahmen stattfinden kann“, erklärt er.












