Von einer historischen Chance für die Sanierung des Terrassenschwimmbades sprach Bad Kissingens Oberbürgermeister Dirk Vogel bei der Stadtratssitzung am Mittwochabend.
Arbeiten 2024 und '25
Sogar einen Zeitplan für die Baumaßnahme stellte Vogel vor. So soll der zweite Bauabschnitt mit Sanierung des Schwimmbeckens und des Sprungturmes in den Jahren 2024 und 2025 erfolgen. Bereits im März kommenden Jahres sollen die Arbeiten beginnen.
Dann ein "Familienbad"
Vorgesehen sind dabei die Sanierung des denkmalgeschützten Sprungturmes und die Auskleidung des großen Beckens mit Edelstahl. Vorgesehen ist es, das Bad in dieser zweijährigen Bauphase unter Ausklammerung des Schwimmerbereichs als Familienbad zu betreiben.
Begünstigt wird dies durch den Umstand, dass die Umkleidekabinen offensichtlich zugänglich bleiben. Wichtig ist es OB Vogel, das Bauprojekt nicht nach der unausweichlichen Schließung zu bewerten.
OB: Ohne Schließung kein Bau
Der langfristige Gewinn sei gar nicht hoch genug einzuschätzen. „Ohne Schließung können wir nicht bauen“, gibt Vogel zu bedenken. Allerdings stoße diese Erkenntnis nicht immer auf Gegenliebe.
Das Betriebskonzept für das zwischenzeitliche Familienbad und die umfangreichen Schritte im Rahmen der Sanierung will Vogel der Öffentlichkeit noch ausführlich erläutern.
3,6 Millionen in Aussicht
Dass die Stadt das betagte Bad in ausgezeichneter Lage angehen kann, liegt an Förderzusagen unterschiedlicher Instanzen. So stünden aus Landesmitteln rund 3,6 Millionen Euro in Aussicht und vom Bund rund 1,5 Millionen Euro.
Zudem habe man das Landesamt für Denkmalpflege als Unterstützer gewonnen. Es steuert 70.000 Euro zur Sanierung des denkmalgeschützten Turmes als einem Wahrzeichen des Bades bei.
Der Eigenanteil der Stadt zu den Gesamtkosten von knapp acht Millionen Euro liegt nach bisheriger Kalkulation der Stadtverwaltung bei rund 2,73 Millionen Euro.
Gut im Rennen bei Kläranlage
Auf gutem Weg sieht Thomas Hornung, Leiter des Referates Tiefbau in der Stadtverwaltung, auch die Pläne zur Sanierung der Kläranlage. Demnach liegt die Stadt gut im Rennen um drei Millionen Euro der Europäischen Union zur Sanierung der 45 Jahre alten Kläranlage.
In den Haushaltsberatungen soll nun geprüft werden, ob eine Sanierung in mehreren Schritten ab 2026 infrage kommt, kündigte OB Dirk Vogel bei der Stadtratssitzung an. Ziel seien zeitgemäße Abwasserwerte bei der Einleitung in die Saale, Energieeffizienz und Dekarbonisierung beim Betrieb der Anlage zu geringeren Kosten.









