Die CSU in Bad Kissingen ist die erste Partei, die sich für die Oberbürgermeisterwahl 2026 in Stellung bringt und offiziell ihren Kandidaten nominiert. Die vier Ortsverbände Bad Kissingen, Hausen-Kleinbrach, Garitz-Albertshausen und Reiterswiesen-Arnshausen entscheiden am Dienstag, 22. Juli, wen sie als Bewerber um den Posten als Rathauschef ins Rennen schicken. Rund 200 CSU-Mitglieder sind aufgerufen, über den OB-Kandidaten abzustimmen.
André Kiesel bisher einziger Bewerber für Kandidatur
Die CSU-Mitglieder stehen damit vor allem vor der Wahl, ob sie André Kiesel als Kandidaten unterstützen oder nicht. Der 48-jährige Rechtsanwalt aus Nüdlingen ist bisher der einzige Interessent für die Kandidatur. Parteiinterne Konkurrenz, also weitere Bewerber, haben sich bislang nicht gemeldet. „Das ist auch nicht ausgeschlossen, dass sich auch noch auf der Versammlung jemand bereit erklärt, aber André Kiesel genießt große Unterstützung innerhalb der Ortsverbände“, sagt Steffen Hörtler, Vorsitzender der Kernstadt-CSU und Fraktionssprecher im Stadtrat.
Kiesel war bereits im März an die Öffentlichkeit gegangen und hatte erklärt, als Gegenkandidat zu Amtsinhaber Dirk Vogel (SPD) antreten zu wollen. Er hatte bislang politisch noch keine Ämter inne, ist aber seit mehr als 20 Jahren CSU-Mitglied und leitet seit dem Jahr 2004 eine eigene Anwaltskanzlei für Straf- und Verkehrsrecht in Bad Kissingen. Kiesel hat 1997 sein Abitur am Gymnasium Bad Kissingen gemacht – im selben Jahrgang wie Dirk Vogel – und begann nach dem Wehrdienst sein Jurastudium. 2004 schloss er erfolgreich mit dem zweiten Staatsexamen ab.
Bleibt es beim Zweikampf zwischen Vogel und Kiesel?
Amtsinhaber Vogel hat bereits im Gespräch mit dieser Redaktion geäußert, dass er für eine zweite Amtszeit kandidieren will. Dass die SPD-Mitglieder ihn offiziell nominieren, dürfte reine Formsache sein. Von den weiteren im Stadtrat vertretenen Parteien und Wählergruppen DBK, Grüne, Freie Wähler und Zukunft Bad Kissingen ist noch nichts bekannt geworden, ob ein OB-Kandidat aufgestellt wird. Bleibt es dabei, läuft es auf einen Zweikampf zwischen Vogel und Kiesel hinaus.
Anders als in den Vorjahren findet die Nominierungsveranstaltung öffentlich statt. Neben den CSU-Mitgliedern können auch interessierte Bürgerinnen und Bürger teilnehmen. Die Veranstaltung beginnt am Dienstag, 22. Juli, um 18.30 Uhr im Hotel Rhönkitz, Martin-Luther-Straße 1.












