Wie in jedem Jahr zuvor war auch diesmal der Festsaal des Burkardus-Wohnparks zur Adventsfeier des VdK-Ortsverbands wieder bis zum letzten Platz besetzt. Ortsvorsitzender Helmut Beck und seine Stellvertreterin Lorette Weiß nutzten die festliche Gelegenheit zur Ehrung treuer Mitglieder, die dem Sozialverband bereits seit 25, 30 und 40 Jahren angehören. „Mitgliedern, die ihre Ehrungen nicht persönlich in Empfang nehmen konnten, wird diese nachgereicht“, versprach Beck.
Das leistet der Verband
Bevor es bei Kaffee und Kuchen gemütlich und sogar festlich wurde, informierte der Ortsvorsitzende die anwesenden Mitglieder über aktuelle Zahlen und Neuerungen des Sozialverbands. Demnach ist der VdK mit mehr als 2,3 Millionen Mitgliedern der größte Sozialverband Deutschlands, politisch neutral und unabhängig.
Allein in Bayern hat der Verband mehr als 850.000, davon im Landkreis knapp 11.500 und im Ortsverband Bad Kissingen 2267 Mitglieder. Die heutige Organisation entwickelte sich aus dem ursprünglich 1950 gegründeten Verband der Kriegsbeschädigten, Kriegshinterbliebenen und Sozialrentner Deutschlands. Der heutige moderne Sozialverband, der nur noch mit dem Kürzel VdK an seinen historischen Ursprung aus der Nachkriegszeit erinnert, setzt sich für die Lösung aktueller Fragen der sozialen Gerechtigkeit und Gleichstellung ein und macht sich gegen drohenden Sozialabbau stark.
Seinen Mitgliedern bietet der VdK unter anderem eine qualifizierte Sozialrechtsberatung. So gibt es mit Beginn der Mitgliedschaft keine Wartezeit für eine einfache Rechtsberatung. Erst für eine offizielle Rechtsvertretung bei einem Widerspruch oder einer Klage ist eine Mitgliedschaft von mindestens zwei Jahren erforderlich.
So lief die Feier
Für die vorweihnachtliche Einstimmung sorgte der evangelische Diakon Maik Richter, der auch in Vertretung seiner katholischen Amtskollegen sprach. Er erinnerte an den eigentlichen Zweck der Adventszeit, sich auf das Weihnachtsfest zu besinnen. „Wir sollen uns auf das konzentrieren, auf das es im Leben ankommt.“ Dies sei in der heute oft zu hektischen Zeit zwar schwierig, doch sei die Adventszeit „eine Einladung zur Stille, um innerlich ruhiger zu werden, auch wenn draußen ein Sturm tobt“.
Denn Hektik und Sturm hätten „viel mit uns selbst, mit unserer inneren Einstellung zu tun“. Hierzu trug Richter ein Gedicht vor, in dem die Hirten zur Zeit von Jesu Geburt mit der heutigen Gesellschaft verglichen wurden: Die damals ungebildeten Hirten erkannten und hörten die himmlischen Heerscharen der Engel, die Jesu Geburt verkündeten. Die aufgeklärten und wissenden Menschen von heute seien dazu oft nicht mehr fähig: Sie würden alles infrage stellen und anzweifeln.
Für einen stimmungsvollen und festlichen Höhepunkt sorgten schließlich die kleinen „Tanzmäuse“ unter Leitung von Stadträtin Christina Scheit. Mit dem gemeinsam gesungenen Weihnachtslied „Stille Nacht“ endete die mehrstündige Adventsfeier des VdK-Ortsvereins.
Auszeichnungen wurden überreicht
Urkunden und VdK-Treueabzeichen in Silber für 30 Jahre Mitgliedschaft erhielten Georg und Gertraud Bonfigt, Lotte Eckarth, Waltraud Metzler, Manfred Riedl, Bodo Sengstock und Lieselotte Weber.
Urkunden und VdK-Treueabzeichen in Gold für 40 Jahre Mitgliedschaft werden an Manfred Dees, Marie-Luise Kahlert und Manuela Sander nachgereicht.









