Ein virtueller Mitarbeiter auf Basis Künstlicher Intelligenz (KI) beantwortet ab sofort Anfragen zu den Dienstleistungen des Rathauses – rund um die Uhr, in über 100 Sprachen, barrierefrei und datenschutzkonform, wie die Stadt dazu schreibt. Genutzt werden kann das Angebot auf der Internetseite der Stadt. „Wir setzen mit dem KI-Assistenten unseren Weg der digitalen Verwaltung fort“, so Oberbürgermeister Dr. Dirk Vogel.
So funktioniert der KI-Assistent der Stadt Bad Kissingen
Bürgerinnen und Bürger klicken zur Nutzung dieses Services auf der Homepage auf die Kachel des virtuellen Mitarbeiters oder direkt in die geöffnete Suchmaske, die zum KI-Assistenten führt. Dort geben sie ihre Fragen per Text oder Sprache ein und lassen sich die Antworten gegebenenfalls sogar vorlesen – auch in leichter Sprache. Typische Anliegen wie „Wie hoch sind die Abwassergebühren?“, „Kann ich samstags heiraten?“ oder „Wie melde ich mein Kind für den Kindergarten an?“ werden fortan vom KI-Bot beantwortet.
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Datenschutz wird gewährleistet
Personenbezogene Daten werden weder gespeichert noch verarbeitet: Eine vorgeschaltete Prüfung blockiert sensible Eingaben sofort, und alle Informationen verbleiben ausschließlich auf deutschen Servern – das macht die Lösung vollständig DSGVO-konform.
Wissen aus der Verwaltung – kein Internet
Der Assistent nutzt ausschließlich das gesammelte Wissen der Verwaltung. Ein Zugriff auf das World Wide Web ist ausgeschlossen – damit bleiben Fake News und Verschwörungstheorien von vornherein außen vor, wie die Stadt betont.
Die Cosmema GmbH mit Sitz in Gaimersheim hat die KI strukturiert und mit Inhalten der Stadt Bad Kissingen wie Texten von Homepage, App, Satzungen, Bekanntmachungen und Fachverfahren trainiert.
Bürger-Feedback optimiert den KI-Bot
Auch der beste KI-Assistent sei im Anfangsstadium nicht perfekt, heißt es weiter. Deshalb sind Nutzerinnen und Nutzer aufgerufen, den Bot zu testen und jede Antwort zu bewerten. Ein Freitextfeld neben der Antwort ist für Verbesserungsvorschläge gedacht. Dieses Feedback fließt in die Verbesserung des Assistenten ein.
Eine Studie von Cosmema unter 30 bayerischen Kommunen habe gezeigt: Ein halbes Jahr nach Bot-Einführung sei die durchschnittliche Zahl der Anrufe in Rathäusern um 68 Prozent gesunken. Indem Standardfragen digital geklärt werden, stehe das dadurch entlastete Team für persönliche Betreuung und schwierigere Sachverhalte zur Verfügung. Die Stadt hofft nun, dass eine ähnliche Entwicklung in Bad Kissingen stattfindet.
Wie soll der KI-Assistent heißen?
Doch wie soll er heißen, der KI-Assistent? Die Stadt lädt alle Bürgerinnen und Bürger ein, bis Freitag, 13. März, Namensvorschläge für den Bot per Mail an presse@stadt.badkissingen.de einzureichen.












