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Staatliche Berufsschule
Verabschiedung: Berufsausbildung und die Tour de France
Berufsschule
Unser Bild zeigt alle anderen Absolventen mit (hinten links OStDin Karin Maywald und rechts hinten Thomas Leiner, rechts vorne Emil Müller. // Klaus Werner
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Michael Hausmann und Lisa Rauch erhieilten den Staatspreis, er ist dotiert mit einem Geldpräsent. // Klaus Werner
Bad Kissingen – Die „Tour de France“ war der rote Faden bei der Verabschiedung von jungen Nachwuchskräften an der Staatlichen Berufsschule Bad Kissingen.

Für Schulleiterin OStDin Karin Maywald war das schwierigste Radrennen der Welt vergleichbar mit der zwei- bzw. dreijährigen Berufsausbildung, in der man sein Können unter Beweis stellen muss, „vom Einzelfahrer zu einer tragfähigen Mannschaft wird und dabei Rückschläge und Stürze bewältigt“.

Praktische und theoretische Prüfungen

Rund 370 Absolventinnen und Absolventen in unterschiedlichsten Berufen bewiesen im Rahmen der Abschlussprüfungen, dass sie sich Wissen, Können und Fertigkeiten im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule angeeignet und in den praktischen und theoretischen Prüfungen erfolgreich umgesetzt haben. Für einen Teil davon – aus den Bereichen Wirtschaft & Verwaltung, Nahrung & Gastronomie, Kfz- und Kunststofftechnik sowie der Körperpflege – organisierte die Staatliche Berufsschule eine Feier mit der Übergabe der Abschlusszeugnisse durch die Klassenleiter.

Integriert war auch die Verabschiedung von acht Schülerinnen und Schüler, die die Berufsschule Plus (BS+) absolviert und durch einen dreijährigen, zusätzlichen Unterricht das Fachabitur abgelegt haben, das ihnen bundesweit den Weg zum Studium an einer Fachhochschule eröffnet.

Anerkennung gezollt

In ihrer Begrüßung zollte die Schulleiterin den Absolventinnen und Absolventen ihre  Anerkennung    und gratulierte zum erfolgreichen Berufsabschluss. Die Rad-Etappen durch Frankreich seien vergleichbar mit „ihrer Tour durch die Höhen und Tiefen der beruflichen Ausbildung“, die nun mit einem persönlichen Sieg – nämlichen der Aushändigung der Zeugnisse – endet.

Die Schulleiterin dankte den „Mannschaftsbetreuern“, die als Lehrkräfte und Ausbilder nicht nur den Streckenverlauf kennen, sondern auch bei einem Durchhänger gut zuredeten oder die Gestürzten versorgten und trösteten.

 In die Wünsche für einen erfolgreichen beruflichen und privaten Lebensweg schloss die Schulleiterin auch das familiäre Umfeld ein, „dass Ihnen auch in Zukunft beistehen wird, wenn’s mal nicht so rund läuft“.

Grußwort des stellvertretenden Landrats Emil Müller

Für stellvertretenden Landrat Emil Müller ist die berufliche Ausbildung kein Sprint, „sondern ein Marathon, bei dem Sie nach und nach erwachsener geworden sind“. Die Abschlussprüfungen sei die „Erntezeit nach einer zwei- oder dreijährigen Ausbildung“ und der Beginn eines neuen Weges mit vielfältigen Entscheidungsmöglichkeiten. Man habe in der Ausbildung die „Software erhalten, um im erlernten Beruf zu bestehen oder um eine neue Richtung einschlagen zu können“. Emil Müller  wünschte den Absolventinnen und Absolventen einen optimistischen Blick nach vorne, forderte sie zur Weiterqualifizierung auf und hoffte, dass sie nach einem Abstecher in die Ferne wieder in den Landkreis zurückkommen werden.

Über das Berufliche hinaus, appellierte er die Nachwuchskräfte, sich für das Gemeinwohl einzusetzen: „Davon lebt unsere Gesellschaft.“

Wissen, Erfahrung und Ratschläge

Thomas Leiner vom Verein der Freunde und Förderer der Staatlichen Berufsschule sagte, als Verein habe man die berufliche Ausbildung dort unterstützt, wo dem Sachaufwandsträger die Hände gebunden sind. Neben Wissen und Erfahrung gab es sicherlich auch manchen Ratschlag, „der erst später seine Wirkung entfalten wird“. 

Als Vertreter der Schulabgänger bedankten sich Leonie Döring, Ramona Gabler und Konstantin Kleinhenz bei den Lehrkräften und den Ausbildern, beklagten den fehlen Vollautomat mit kostenfreiem Kaffee und wünschten ihren Mitschülern, dass sie jeden Tag einen Schritt weiterkommen und nach einem Stolpern wieder aufstehen.

In den Händen von StDin Dagmar Müller lag die Würdigung derjenigen, die ihre herausragenden Leistungen mit einem Notendurchschnitt von 1,5 und besser im Abschlusszeugnis nachgewiesen haben. Mit dem Staatspreis der Regierung von Unterfranken besonders ausgezeichnet wurden Lisa Rauch und Michael Hausmann, die beide mit einem Notendurchschnitt von 1,0 ihre berufsschulische Ausbildung abgeschlossen haben.

Die nächsten beruflichen Ziele

Lisa Rauch kommt aus Elfershausen. Die 23-Jährige absolvierte ihre Zweit-Ausbildung zur Friseurin bei Janina Ehrenberg (Bad Kissingen). Ihr nächstes berufliches Ziel ist der sechsmonatige Besuch der Meisterschule.

 Michael Hausmann hatte schon verschiedene berufliche Stationen hinter sich, bevor er sich zum Hotelfachmann in den Saaletal-Stuben (Gräfendorf-Michelau) ausbilden ließ. Auf der beruflichen Agenda des 48 Jährigen aus Karsbach stehen in Zukunft weitere fachliche Qualifikationen, unter anderem  der Ausbilderschein als Nachweis für berufs- und arbeitspädagogische Kenntnisse.

Weitere Sachpreisurkunden

Weitere Staatspreisurkunden erhielten: Die Kfz-Mechatroniker Marie Heilmann, Jannik Schönheit und Fabian Volpert, die Hotelfachfrauen Alexandra Grabovetskaa und Larissa Schlembach, die Köchinnen/Köche Heremias Hebling, Maria Koberstein, Rudolf Ringer und Felix Ulrich, die Bankkauffrau Laur Victoria Sikora, die Kaufleute für Büromanagement Melina Höchemer, Joanne Fischer, Nina Larbig und Bianca Schmelz,  die Kaufleute im Gesundheitswesen Sara Marschall, Christina Ruß, Alina Werner, Madeleine Sotier, Lisa Bürgel, Walter Feser, Hanna Gensler, Maria Lazarev, Canberg Talas, Lara Then, Sofie Wige sowie die  Absolventen der BS+: Lilia Maar und Elias Stoll. 

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