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Verein unterstützt Wildpark
Mehr Geld für Wildeulengehege am Klaushof
Wildpark Klaushof
Der Eingang zum Wildpark Klaushof. // Klaus Werner
Wildpark Klaushof
Der neugewählte Vorstand des Vereins Freunde des Wildparks Klaushof: (von links) Dunja Köszegi, Dr. Gudrun Heil-Franke, Dr. Markus Albert und Stadtförster Björn Lieblein (es fehlt Schatzmeister Werner Heinze). // Klaus Werner
Bad Kissingen – Der Verein Freunde des Wildparks Klaushof hilft mit, dass die Bad Kissinger Einrichtung noch attraktiver wird.

„Es tut sich was in unserem Wildpark Klaushof“, so das Fazit von Dr. Gudrun Heil-Franke, Vorsitzende des Freundeskreises. Sie verband dies mit dem Lob und einem Dankeschön an die Mitarbeiter des Klaushofs sowie an die Aktiven des Vereins. Als kleiner Verein mit großer Wirkung präsentierten sich die Freunde des Wildparks Klaushof e. V. bei der Mitgliederversammlung, denn Jahr für Jahr fließen Vereinsgelder in die Ausgestaltung des Wildparks, um dessen Attraktivität zu steigern.

In ihrem Bericht zum Jahr 2025 ging die Vorsitzende von 99 Mitgliedern auf die Vorstandstreffen ein, bei denen Förderprojekte besprochen und Veranstaltungen geplant wurden. Sie berichtete vom Nestbau für die jährliche Ostereiersuche und vom Nikolausfest mit sehr guter Resonanz sowie von den Maßnahmen wie die Fertigstellung der Wildvogelauffangstation, von der Einweihung einer Kletterwand als „Mehrwert für den Klaushof“ und von der Umgestaltung des ehemaligen Pflanzgartens in ein „Klima-Wäldchen“, das mit klimaresistenten Bäumen bepflanzt wurde und darüber hinaus mit entsprechenden Informationstafeln die Besucher über die Besonderheiten der Bäume aufklärt.

Bauarbeiten der Voliere in Verzug

Die Investitionen für die Maßnahmen bewerte sie als „gut angelegtes Geld“, mit dem man den Klaushof sowohl für Kinder als auch für Erwachsene attraktiver mache. Hilfreich sei eine gut gefüllte Kasse, über die der 2. Vorsitzende Dr. Markus Albert berichtete, die Einnahmen den Ausgaben gegenüberstellte und einen Überschuss bilanzieren konnte. Er dankte vor allem den Spendern, die mit ihren Zuwendungen die Aktionen des Vereins unterstützen.

Auch im Jahr 2026 wird der Verein den Bau des Wildeulengeheges unterstützen, wobei die bereits zugesagten 30.000 Euro um weitere 5000 Euro durch einstimmigen Beschluss der Mitglieder erhöht wurden. Zusätzlich stehen 3000 Euro aus projektbezogenen Privatspenden zur Verfügung. Hintergrund dieser Mitgliederentscheidung sind zusätzliche Ausgaben für das Satteldach und den besonderen Draht zum Schutz des Geheges.

Stadtförster Björn Lieblein erläuterte den „klassischen Aufbau“ der Voliere mit einer Schleuse für die Besucher, in der jeweils zwei Schleiereulen und zwei Waldkäuze untergebracht werden. Die Voliere sei teilbar, um das Brutverhalten zu fördern. Bedauerlicherweise sei man durch den langen Winter bei den Bauarbeiten in Verzug geraten.

Das ist neu

Außerdem wurden die 15 Mitglieder über den neugestalteten Eingangsbereich, das neue Waschbär-Gehege mit Besucherplattform, das neue Frettchen-Gehege zur artgerechten Haltung informiert sowie über zwei weitere Initiativen des Wildparks.

Für Führungen wurden neun Wildpark-Scouts durch das Naturerlebniszentrum Rhön ausgebildet, mit denen man das Angebot des Wildparks erweitern möchte. Das Angebot werde sehr gut angenommen, so Lieblein, denn mittlerweile wurden 16 Führungen für Kinder und drei für Erwachsene gebucht. Die Führungen sollen keine Spaßveranstaltungen werden. Vielmehr sollen Besucher so auf humorvolle und spielerische Weise die rund 30 Hektar Wald und Wiesen mit heimischen Wildtieren, abwechslungsreichen Spielplätzen und interaktiven Lehrpfaden entdecken.

Die Kosten hierfür seien niedrig kalkuliert. Buchen kann man die Führungen, zum Beispiel im Rahmen von Kindergeburtstagen oder Firmenfeiern, über die Webseite der Stadt Bad Kissingen (badkissingen.de/kultur/wildpark).

Werden bald Luchse gezüchtet?

Eine weitere Initiative, so Stadtförster Lieblein, ergibt sich aus einer Veränderung im Luchsgehege. Im Rahmen eines europäischen Auswilderungsprogramms zur Artenerhaltung sollen zwei Karpaten-Luchse, ein Brüderpaar, in den Wildpark Klaushof kommen, wobei der etablierte Luchs „ausquartiert“ werden muss. Nach einem Jahr der Anpassung soll ein Weibchen hinzu kommen, woraus – so die Hoffnung – dann eine erfolgreiche Zucht entsteht.

Die Karpaten-Luchse sind eine von drei genetisch definierten Unterarten des Eurasischen Luchses und stehen als vom Aussterben bedrohte Tierart auf der „Roten Liste“. Deshalb ist es für Lieblein ein „wertvolles Projekt mit einem Alleinstellungsmerkmal für Bad Kissingen“. Die Karpaten-Luchse werden nicht dem Wildpark gehören, sondern sind über einen fünfjährigen Beherbergungsvertrag mit Verlängerungsoption ausgeliehen. Damit ist die Hoffnung verbunden, dass sich eine erfolgreiche Auswilderung der jungen Luchse ergibt.

Das ist der neue Vorstand

Im weiteren Verlauf der Mitgliederversammlung wurde der Vorstand des Vereins für die nächsten vier Jahre gewählt. Weiterhin steht Dr. Gudrun Heil-Franke an der Spitze des Vereins, mit Dr. Markus Albert als 2. Vorsitzender. Werner Heinze wurde als Schatzmeister bestätigt, Dunja Köszegi wurde zur Schriftführerin gewählt. Vom Vorstand wurden Heike Ulsamer, Wolf Scherner, Andreas Happ, Christian Draga, Reinhard Landgraf, Patrizia Knüttel und Markus Eckert als Berater des Vorstands benannt. Kassenprüfer wurden Markus Eckert und Wolfgang Lutz.

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