Offensichtlich läuft auf der Baustelle am Schlachthof in Bad Kissingen alles nach Plan. Wie von der GVS-Unternehmensgruppe angekündigt worden war, wurde am 1. März der Bauzaun rund um das Gelände errichtet. Fünf Tage später ging es mit den Kanalarbeiten an der Oskar-von-Miller-Straße los. Anfang dieser Woche wurden nun die Abrissarbeiten auf dem Areal vorbereitet.
Am 15. März bot sich dem Zaungast nun, von der Oskar-von-Miller-Straße aus, bereits eine ganz andere Sicht auf die historische Ochsenkathedrale. Denn das vorgelagerte Gebäude-Ensemble war teilweise schon weg.
Bis Mitte April
Die Abrissarbeiten werden noch bis etwa Mitte April andauern, sagt Architekt Matthias Knab (Bad Neustadt) auf Anfrage dieser Redaktion. Dann muss das neu zu errichtende Gebäude (Postverteilzentrum) abgesteckt werden, bevor später die Erdarbeiten beginnen können. Am 16. März soll bei einer Zusammenkunft aller am Baugeschehen Beteiligten der Bauzeitenplan näher besprochen werden, sagt Knab.
Dass sich jetzt auf dem Gelände endlich etwas tut, findet der Architekt auch deshalb wichtig, weil die historische Substanz des Schlachthofs über die Jahre hinweg gelitten habe. Zur Erinnerung: Das Großprojekt ist seit 2017 in der Planung – mit den bekannten Hürden, die unterwegs genommen werden mussten. Vorgesehen ist nun zunächst der Bau eines neuen Logistikzentrums für die Post neben dem Schlachthof. Später soll ein Erlebnis- und Mobilitätszentrums im historischen Schlachthof-Gebäude selbst eingerichtet werden.
Im Zuge dessen wird dann auch die Außenhülle dieses prägnanten Baus saniert. „Wir haben die historische Substanz über die Jahre hinweg dokumentiert“, sagt Knab und lässt durchblicken, dass der Zustand des Schlachthof-Gebäudes freilich nicht besser, sondern eher schlechter wurde. Dass die Ochsenkathedrale in nicht allzu ferner Zukunft wieder in neuem Glanz erstrahlt, sei für die Stadt wichtig. Auf dem Areal ist in diesen Tagen viel Bewegung. Unsere Bilder zeigen Ansichten von der Oskar-von-Miller-Straße aus.
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