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Angebot für Familien
Lösung für Spielplatzbrache im Kurpark zeichnet sich ab
Der verwaiste Spielplatz an der Lindesmühlpromenade
Seit Jahren liegt der frühere Spielplatz an der Lindesmühlpromenade brach. Jetzt gibt es eine Perspektive für das 8000 Quadratmeter große Areal. // Benedikt Borst
Bad Kissingen – Einst war die wunderschön gelegene Anlage an der Lindesmühlpromenade ein beliebtes Ausflugsziel für Familien, doch seit Jahren liegt sie brach. Ambitionierte Pläne scheiterten. Jetzt gibt es Hoffnung.

Einst war es einer der schönsten Spielplätze der Stadt: Das 8000 Quadratmeter große Areal an der Tennisanlage im Kurpark. Mit Minigolf, einem Kiosk, öffentlicher Toilette und sogar Wasserspielgeräten lud das großzügige Gelände mit seinem schönen Baumbestand Familien zu einem entspannten Nachmittag ein. Doch seit Jahren ist der Spielplatz nicht mehr nutzbar und gammelt vor sich hin. Ambitionierte Pläne der Staatsbad GmbH, das Gelände zu verpachten und dort eine Abenteuer-Golf-Anlage errichten zu lassen, scheiterten. Lange war unklar, wie es weiter geht. Jetzt steht fest: Es wird keinen privaten Pächter und Betreiber geben. Das Rathaus plant dort einen städtischen Spielplatz. "Wir sind sehr froh, dass sich für diesen Bereich, der für viele Familien mit Kindern eine besondere Bedeutung hat, Umsetzungsmöglichkeiten abzeichnen", sagt Rathaussprecher Thomas Hack.   

Denkmalschutz berät beim Spielplatz mit

Wie genau der Spielplatz aussehen wird und was dort alles geboten werden soll, wird gerade erarbeitet. "Wir sind jetzt im Stadium der Vorbereitung", erläutert Hack weiter. Es seien noch einige Dinge zu klären. Die Stadt will den Spielplatz mit Zuschüssen aus der Städtebauförderung realisieren. Dafür müsse noch der Antrag gestellt und die städtebaulichen Vorgaben abgeglichen werden. Auch aus Sicht des Denkmalschutzes gibt es Abklärungsbedarf. "Außerdem ist die Fläche auch im Bereich unseres Welterbes, sodass sich auch Abstimmungsfragen mit Icomos ergeben", sagt er. Icomos ist ein Expertenrat für den Denkmalschutz, der im Auftrag der Unesco tätig ist. Es gebe also noch keine konkreten Pläne. Ein Baubeginn ist für 2025 angedacht. 

Christina Scheit, SPD Stadträtin und stellvertretende Vorsitzende im Familienbeirat der Stadt, ist froh, dass sich eine Lösung abzeichnet. "Der Spielplatz wurde geliebt, weil er sehr zentral liegt", sagt sie. Er war ein Ausflugsziel für Familien, den man bei einem Spaziergang durch die Kuranlagen gut erreichen konnte. Dass es dort Spielgeräte für kleinere und größere Kinder gegeben hat, "fand ich sehr charmant". Für die Neugestaltung wünsche sie sich, dass das Gelände wieder verschiedene Altersgruppen anspricht und weiter für einen Familienausflug interessant ist. 

Zum Hintergrund

Das Gelände gehört dem Freistaat Bayern, genauer gesagt dem Wasserwirtschaftsamt. Für die Bewirtschaftung ist die Staatsbad Bad Kissingen GmbH zuständig. Bereits 2013 hatte die Staatsbad GmbH die Minigolfanlage zurückbauen lassen, als bekannt wurde, dass die Spielbahnen asbesthaltig waren.  Weil auch der Spielplatz in die Jahre gekommen war und größere Investitionen nötig waren, hatte die Staatsbad GmbH das Areal im Juli 2018 an eine Firma aus Oberfranken verpachtet, die dort eine Adventure-Golf-Anlage entstehen lassen wollte. Das Gelände wurde gesperrt, die letzten verbliebenen Spielgeräte abgebaut - bis auf die Rutsche sowie zwei kleine Federwippen, die bis heute auf dem Gelände stehen. 

Der Geschäftsführer der Firma kündigte damals an, die Attraktion im Sommer 2019 eröffnen zu wollen und versprach 10.000 bis 40.000 Besucher pro Saison. Doch dann kam alles anders: Einen Baustart gab es nie, woraufhin die Staatsbad GmbH den Pachtvertrag kündigte. Der Streit landete schließlich im Sommer 2020 vor Gericht. 

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