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Sanierung in Bad Kissingen
Historischer Kanal in der Kurhausstraße wird modernisiert
Sanierung Kurhausstraße
In der Kurhausstraße wird ab Montag, 24. August, ein Regenüberlaufbecken gebaut. Die Straße ist in Folge einspurig gesperrt. // Julian Hergenröther
Signet des Fränkischen Tags von Redaktion
Bad Kissingen – Ein Mammutprojekt im Untergrund Bad Kissingens: Historische Röhren weichen modernen Leitungen. Und: Was das für den Verkehr bedeutet.
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Unter dem Projektnamen SKO 28 wird die Kanalisation in einem Abschnitt zwischen Kurhausstraße, Dr.-Hans-Weiß-Sportpark und der Kläranlage für 5,7 Millionen Euro umfassend modernisiert. Diese Initiative zur Erneuerung der städtischen Entwässerungsinfrastruktur teilt sich in verschiedene Bauabschnitte auf. Die Arbeiten starten am Montag, den 24. August, in der Nähe der Schlachthofkreuzung im Bereich der Kurhausstraße, auf Höhe der Tankstelle, und sollen etwa zehn Monate dauern, heißt es aus dem Rathaus.

Ein zentrales Element des Bauvorhabens ist der Neubau eines Regenüberlaufbeckens, das bis zu einer Tiefe von etwa acht Metern reicht. Um die Speicherkapazität bei starkem Regen zu erhöhen, soll an dieser Stelle ein Entlastungsbauwerk errichtet werden, wodurch das Volumen auf 565 Kubikmeter gesteigert werden soll.

Zusätzlich wird eine neue Abschlagsleitung entlang des Promenadenwegs bis zur Fränkischen Saale installiert, die bei Regen die Kanalisation entlastet. „Mit diesen Maßnahmen wird die Leistungsfähigkeit des Entwässerungssystems verbessert und an aktuelle technische und wasserwirtschaftliche Anforderungen angepasst“, teilt die Stadt mit.

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Wichtige Änderungen der Verkehrsführung

Wegen der umfangreichen Tiefbauarbeiten müssen sich Verkehrsteilnehmer auf Änderungen in der Verkehrsführung einstellen. Für die Zeit der Bauphase gelten folgende Regelungen:

  • Durchfahrt aus südlicher Richtung: Von Schlachthofkreuzung/Ostring in Richtung Bahnhof ist die Durchfahrt durch das Baustellengebiet möglich.
  • Gegenrichtung gesperrt: Die Durchfahrt von der Kurhausstraße Richtung Schlachthofkreuzung ist während der gesamten Bauzeit nicht gestattet.
  • Ausfahrt vom Bahnhof: Vom Bahnhof aus kann über die Bergmannstraße auf den Ring ausgefahren werden.
  • Fußgängerverkehr: Für Fußgängerinnen und Fußgänger wird jederzeit ein sicherer Weg entlang der Baustelle gewährleistet.
  • Sperrung Promenadenweg: Der Promenadenweg neben der Tennisanlage ist für die Dauer der Bauarbeiten gesperrt, jedoch bleibt der Zugang zur Lindesmühlpromenade über die weiter nördlich gelegenen Zugänge erhalten.

Teil des Millionenprojekts SKO 28

Neben dem Entlastungsbauwerk in der Kurhausstraße auf Höhe des Promenadenwegs umfasst das Projekt SKO 28 zwei Drosselbauwerke am Dr.-Hans-Weiß-Sportpark und auf dem Gelände der Kläranlage, die den Abfluss bei starkem Regen regulieren sollen. Zusätzlich wurde der mehr als ein Kilometer lange und über 130 Jahre alte Hauptsammler in acht Metern Tiefe durch das Schlauchliner-Verfahren saniert. „Dank dieses modernen, grabenlosen Verfahrens war eine Instandsetzung über bestehende Kanalschächte möglich, ohne dass große Aufgrabungen notwendig waren“, heißt es aus dem Rathaus.

Nach Abschluss des aktuellen Bauabschnitts – Überlaufbecken und Abschlagsleitung zur Fränkischen Saale – soll der Bau des Drosselbauwerks auf Höhe des Dr.-Hans-Weiß-Sportparks erfolgen. Mit dessen Fertigstellung soll die Kanalbaumaßnahme SKO 28 abgeschlossen werden, woraufhin das Gesamtsystem in Betrieb genommen werden kann.

Nachhaltige Investition 

„Die Maßnahme dient der langfristigen Sicherung und Modernisierung der städtischen Entwässerungsanlagen“, teilt die Stadt mit. Das Mischwassersystem in der Stadt führt Schmutz – und Regenwasser gemeinsam durch ein einziges Kanalnetz. Bei Starkregen war das Kanalvolumen bislang nicht ausreichend, sodass verdünntes Schmutzwasser in die Saale fließen konnte. Mit dem Neubau des Regenüberlaufbeckens und der Abschlagsleitung soll eine Grundlage geschaffen werden, um das Kanalnetz leistungsfähiger zu machen „und den Anforderungen an eine moderne Regenwasserbewirtschaftung gerecht zu werden“, heißt es aus dem Rathaus.

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