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Fußball Kreisklasse Rhön 1
Siegt der SV Aura auch dank göttlichem Beistand?
Die Spiele der Kreisklasse Rhön
In aussichtsreicher Position bleibt Oerlenbachs Joachim Hofmann hier ohne Torerfolg im Duell mit Felix Neder, dem Keeper der SG Sulzthal/Ramsthal. // ssp
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Landkreis Bad Kissingen – Die Wallfahrt seiner Trainer hat dem SVA jedenfalls nicht geschadet. Die SG Sulzthal/Ramsthal überspringt die Hürde in Oerlenbach. Erste Saisonniederlage für den SC Diebach.

SV Aura – SV Machtilshausen 3:1 (2:0). Tore: 1:0, 2:0 Mirko Haelbig (38., 45.), 2:1 Julian Schnabel (50.), 3:1 Levin Gessner (90.+3.).

Ob die Wallfahrt, die das Auraer Trainerduo Michael Nöth und Luca Raab in den Tagen zuvor angetreten war, für den Sieg in der Kreisklasse Rhön 1 mitverantwortlich war, ließ Nöth auch nur mutmaßen: „Geschadet hat es jedenfalls nicht.“ Die Zuschauer erlebten einen zähen Kampf. „In spielerischer Hinsicht war es beidseits wenig, beide Teams suchten ihr Heil mit langen Schlägen aus der Deckung heraus“, berichtete der Auraer Coach. Ein Kopfball von Raab an den Pfosten sowie ein über den Kasten gesetzter Schuss aus Nahdistanz waren lange die einzigen Höhepunkte.

Dann schlug etwas unvermutet der heimische „Altmeister“ Mirko Haelbig, der den urlaubenden Dominik Graser im Angriff vertrat, noch vor dem Seitenwechsel zweimal zu. Den Führungstreffer erzielte er per Kopf nach einer Ecke, beim 2:0 überwand er den wenig beschäftigten Keeper Fabian Hollmeyer mit einem platzierten Aufsetzer. Doch die Elf von Fabian Meindl schlug gleich zu Beginn der zweiten Halbzeit zurück, als sie einen Konter liefen, den Julian Schnabel gekonnt abschloss. Danach blieben in dem „Abstiegskampf pur“ (Nöth) zwingende Möglichkeiten weiter rar, ehe der eingewechselte Levin Gessner bei einem Tempogegenstoß von einem Steilpass von Louis Troll in eine entblößte Abwehr hinein profitierte. Der von Gastgeberseite erhoffte Platztausch in der Tabelle war somit  perfekt. sbp

SG Oberthulba/Hassenbach – FC WMP Lauertal 2:1 (1:1). Tore: 0:1 Tim Potschka (26.), 1:1 Jan Schmitt (39.), 2:1 Elias Nölte (89.).

Die Schützlinge von Frank Dölling bleiben dem Führungsduo auf den Fersen. Gegen die Lauertal-Elf, bei der Fabian Kuhn die Nachfolge von Udo Fraunholz auf der Trainerbank angetreten hat, machten sie es aber unnötig spannend. Denn sie kamen in der ersten halben Stunde nicht richtig in Schwung, hatten Glück, dass ihr Keeper Tim Hofmann einen gefährlichen Freistoß von Leon Kilian aus dem Eck fischte (19.), gerieten aber gegen forsch auftretende Gäste dann doch in Rückstand. Nach einem weiten Schlag von Luis Heurich setzte sich Tim Potschka ab, umkurvte den Goalie und schob ein. Der Rückstand weckte die Heimelf auf. Ein auf der Linie geblockter Schuss von Elias Nölte (34.) sowie dessen Kopfball an den Pfosten eine Minute später läuteten eine Drangphase ein.

Die veredelte noch vor der Pause Jan Schmitt, der nach Steilpass von Felix Lutz die Kugel ins lange Eck setzte. In der zweiten Halbzeit rannten die Platzherren vehement an, „von unserer Seite aus kam in der Offensive fast nichts mehr“, so WMP-Betreuer Volker Kneuer. Doch ein Torerfolg war den Rot-Weißen lange nicht beschieden, weil entweder zu ungenau gezielt wurde oder Gäste-Keeper Sebastian Schöller immer wieder die Hand an den Ball brachte. Dann beim entscheidenden Treffer aber doch machtlos war, weil der Verzweiflungsschuss von Nölte unhaltbar in den Winkel zum verdienten Erfolg abgefälscht wurde.  sbp

SG Oerlenbach/Ebenhausen – SG Sulzthal/Ramsthal 1:3 (0:1). Tore: 0:1, 0:2 Willi Voss (11., 53.), 1:2 Noah Pentenrieder (73.), 1:3 Enrico Ott (84.).

Die SG Sulzthal/Ramsthal hat in dieser Saison noch kein Spiel verloren, doch der jüngste Gegner war gar nicht so weit weg davon, das zu ändern. „In Summe hätten wir genug Chancen gehabt“, erklärte Heimelf-Trainer Christian Kiesel, „aber wir haben zu viele individuelle Fehler im Aufbau gemacht und so hat sich Sulzthal die Punkte auch verdient.“ Die formstarken Angreifer Willi Voss und Enrico Ott waren letztlich nicht über die volle Spielzeit zu neutralisieren. Die erste Halbzeit gestaltete sich weitestgehend ausgeglichen, doch früh im Spiel rutschte ein Ball auf der Außenbahn durch, sodass das 0:1 nicht mehr verhindert werden konnte. Nach der Pause drückte die SG Sulzthal/Ramsthal immer weiter, bis ein Abspielfehler im Mittelfeld das zweite Tor einleitete. Auf Vorlage von Sebastian Dees, der ihn in den freien Raum schickte, machte es Noah Pentenrieder noch einmal spannend. Enrico Ott hatte jedoch noch nicht getroffen und beseitigte diesen Missstand mit seinem 17. Saisontor. smb

SG Hammelburg/Fuchsstadt II – SC Diebach 3:2 (1:1). Tore: 0:1 Fabio Hugo (5.), 1:1 Arkadiusz Grek (45.), 2:1 Silas Vorndran (71.), 3:1 Lewin Zimmermann (83.), 3:2 Lukas Lieb (90.).

Der bis dato ungeschlagene Tabellenführer zu Gast und ein frühes Gegentor – es sah nicht gut aus für die SG Hammelburg/Fuchsstadt II in den ersten Minuten der Partie. Aber die Heimelf ließ sich weder von Fabio Hugos 0:1, das nach einem Abpraller eine leichte Übung für ihn war, noch vom leichten Favoritenstatus der Gäste beeindrucken. „Wir laufen in letzter Zeit zu oft einem unglücklichen Gegentreffer hinterher. Dann rennen wir an, sind aber im Abschluss zu schwach oder zu ungenau“, merkte SG-Sprecher Christopher Krause kritisch an. Sinnbildlich dafür war SG-Spielertrainer David Böhm, der stark aufspielte, aber wiederholt in Diebachs Schlussmann Yannick Warmuth seinen Meister fand. Ein Kopfballtor von Arkadiusz Grek, der eine Flanke von Dennis Schmidt verwertete, brachte aber die Wende. Hammelburg wurde noch sicherer und sicherte sich dank einer deutlich effizienteren zweiten Halbzeit einen verdienten Sieg. Lukas Lieb verkürzte zwar nach einem langen Abschlag in der Nachspielzeit, die Führung wackelte aber nur kurz. smb

FC Sandberg – FC Reichenbach/Burglauer 7:2 (4:1). Tore: 1:0 Patrice Hillenbrand (17.), 1:1 Jonas Back (24., Foulelfmeter), 2:1, 3:1, 4:1, 5:1, 6:1 Patrice Hillenbrand (27., 38., 45., 53., 58.), 6:1 Michael Zufraß (68.), 7:2 Laurin Kuhnen (86.).

Der Tabellenletzte FC Sandberg schoss sich den Frust der letzten Wochen von der Seele und feierte einen 7:2-Sieg gegen den zuletzt aufwärtsstrebenden FC Reichenbach. „Für unseren Trainer Wolfgang Köhler war es das erste Saisonspiel, in dem er überlegen musste, wen er für die Anfangsformation nominiert“, freute sich Sandbergs Jürgen Geis über eine entspanntere Personalsituation. Dabei mache Patrice Hillenbrand seinem Ruf als Torjäger alle Ehre. Es wurde seine Show mit sechs Treffern, darunter ein lupenreiner Hattrick innerhalb von 19 Minuten.

Sein 5:1 war ein Krachertor vom Strafraumeck in den Winkel á la Tor des Monats. Geis räumte indes ein, dass der Sieg „verdient, aber um zwei, drei Tore zu hoch ausgefallen ist. Reichenbach blieb bis zum Schluss unermüdlich, gab nie auf und zeigte durchaus gelungene Ballstafetten.“ Der entscheidende Unterschied: Die Gäste offenbarten große Defizite im Abwehrverhalten. Und die spiel- und einsatzfreudigen Hausherren zeigten sich in der Chancenverwertung konsequent – 4:1 zur Pause. Im zweiten Abschnitt blieb der FC entschlossen, was sich im 7:2-Endstand niederschlug. Jetzt geht es am Freitag, 2. Oktober (Anpfiff: 18.30 Uhr) zur „Mutter aller Derbys“ nach Waldberg. phü

SG Waldberg/Stangenroth – SG Oehrberg/Stralsbach 3:1 (1:1). Tore: 0:1 Kilian Markart (39.), 1:1 Kilian Wenzel (43.), 2:1 Elias Seufert (76., Foulelfmeter), 3:1 Julius Ziegler (82.). Gelb-Rot: Kilian Markart (78., SG Oehrberg).

„Ein verdienter Sieg in einem vor allem in der zweiten Halbzeit ruppigen und umkämpften Spiel“, zog Waldbergs Alexander Arnold Bilanz. „Unsere Mannschaft hat nach dem Rückstand Moral bewiesen.“ Laut Arnold „kommt Oehrberg viel über den Kampf und Einsatz und sucht über lange Bälle vorne Felix Markart. Unsere Innenverteidigung hatte ihn gut im Griff und ließ nichts zu.“ Die erste Halbzeit ging, trotz des 1:1, an den Gastgeber mit „drei Riesenbrettern für uns. Drei Mal allein auf Torwart Niklas Schneider zugelaufen, der hat überragend gehalten und Oehrberg im Spiel gehalten.“

Den Rückstand glich Kilian Wenzel mit einem wuchtigen Kopfball nach einem Eckball aus. Im zweiten Durchgang sah Arnold die „größeren Spielanteile“ und ein Chancenplus auf Gastgeber-Seite. Dennoch war Geduld gefragt, bis Elias Seufert per Elfmeter nach Foul an Jannis Desch zum 2:1 traf. Endgültig entschieden war das Match, als Julius Ziegler bei einer zu kurzen Rückgabe zum Torwart den Braten roch, sich den Ball erlief, den Keeper umspielte und den 3:1-Endstand gegen zu diesem Zeitpunkt bereits dezimierte Gäste perfekt machte. phü

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