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Fußball Kreisklasse Rhön 1
In Hammelburg war Aluminium magnetisch
Die Spiele der Kreisklasse Rhön
Den wichtigen Führungstreffer seiner Elf erzielt hier Oerlenbachs Joachim Hofmann. Zu spät kommt die Grätsche von Sebastian Schnabel vom SV Machtilshausen. // ssp
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Landkreis Bad Kissingen – Oerlenbacher Favoritensieg über Machtilshausen mit Anlaufproblemen. Getrübte Freude beim torreichen Spiel in Aura. Gute Kulisse, aber kaum Chancen in Nüdlingen.

SG Hammelburg/Fuchsstadt II – SG Reiterswiesen/Arnshausen/FC 06 Bad Kissingen II 1:0 (1:0). Tor: 1:0 Steffen Schmidt (45., Foulelfmeter). Gelb-Rot: Sven Kleinhenz (32., Reiterswiesen), Christoph Schmidt (89., Hammelburg).

Hammelburgs  Erfolg in der Kreisklasse Rhön 1 stand auf der Kippe, als Tobias Windberg in der Nachspielzeit an Keeper Robin Pfriem scheiterte. Chancen zu mehr als einem Treffer waren vorhanden, aber schienen Latte und Pfosten Magnetwirkung zu haben. So hämmerte David Böhm die Kugel bei einem 30-Meter-Freistoß an die Latte des Gäste-Tores (6.), wo auch Schüsse von Deniz Türker (39.) und Steffen Schmidt (82.) landeten. Aber auch die Kreisstadt-Elf ließ sich in dieser Hinsicht nicht lumpen: Ein Pfostenschuss von Christian Schmitt hätte in der 44. Minute fast zur Führung geführt.

Zu diesem Zeitpunkt waren die Mannen von Maurice Halbig bereits in Unterzahl geraten, die Ampelkarte für Sven Kleinhenz nach wiederholtem Foulspiel erwies sich als eine schwere Hypothek. Diese steigerte sich, weil Steffen Schmidt einen Strafstoß sicher verwandelte nach Foul an Simon Jendraschewski. Nach dem Seitenwechsel wurde die Begegnung hitziger. Die Ausgleichsbemühungen verpufften, weil auch Christian Schmitt und Dorin Cirja den Ball nicht über die Torlinie brachten. Da ein abgefälschter Schuss von Hammelburgs Elias Pump an den Pfosten klatschte (88.), blieb es bis zum Abpfiff spannend. sbp

SG Haard/Nüdlingen – SG Oehrberg/Stralsbach 1:0 (0:0). Tor: 1:0 Vincent Kiesel (88.).

„Ohne Leiden liebt man nicht“, heißt es in einem deutschen Volkslied. Die offiziell 112 Zuschauenden hatten  auf dem Nüdlinger „Wurmerich“ schwer zu leiden. Denn ihre Lieblinge lieferten eine Vorstellung ab, „die mit Fußball wenig und mit Kreisklassenfußball überhaupt nichts zu tun hatte“, berichtete ein genervter Meghdad Salehan, Coach der Heimelf, die mit viel Glück die Vorrunde mit dem vierten Saisonsieg abschloss.

Denn das Duell zweier ersatzgeschwächter Mannschaften war in spielerischer Hinsicht mehr als dürftig, die Frage nach einem berichtenswerten Hochkaräter wurde knapp mit „es gab keine“ beantwortet. Die Gastgeber wollten zwar, das Bemühen beim Tabellenletzten, der unter anderem auf seinen Regisseur Kilian Markart verzichten musste, war auch vorhanden, doch durch unverständliche Eigenfehler wurden Chancen schon  im Keim erstickt.

Dass die Einheimischen trotzdem drei Punkte einfuhren, war der Kooperation von Lukas Gabold und Vincent Kiesel zu verdanken, der das zögerliche Herauskommen von Keeper Niklas Schneider nutzte. Den Gegentreffer wusste auch Gäste-Trainer Thomas Pentenrieder nicht zu verhindern, der sich zehn Minuten vor dem Abpfiff selbst eingewechselte. „Das einzig Positive aus meiner Sicht war das Ergebnis, womit wir uns Luft zur Abstiegszone verschafft haben“, bilanzierte Salehan. sbp

SG Oerlenbach/Ebenhausen – SV Machtilshausen 4:0 (2:0). Tore: 1:0 Joachim Hofmann (26.), 2:0, 3:0 Noah Pentenrieder (44., 58.), 4:0 Juan Ritter (74.).

Die Heimelf ging als Favorit in die Partie, brauchte aber einige Minuten, um ins Spiel zu finden. Die Machtilshäuser besaßen sogar die erste gute Möglichkeit, doch Torwart Simon Seidl entschärfte einen gefährlichen Kopfball. Joachim Hofmann nutzte schließlich einen cleveren Pass von Andreas Schwab zur Führung. Kurz vor der Pause schlüpfte Hofmann in die Vorbereiterrolle und legte auf für Noah Pentenrieder.

Nach der Halbzeit war es ein wildes Spiel. Da hätten auf beiden Seiten mehr Tore fallen können. Zum Glück hat Noah sein zweites gemacht, das hat uns Sicherheit gegeben“, berichtete Oerlenbachs Trainer Christian Kiesel, der mit seiner Mannschaft hochzufrieden war. Youngster Juan Ritter setzte schließlich den Schlusspunkt unter einen verdienten Heimsieg. smb

SV Aura – SG Sandberg 5:3 (3:1). Tore: 1:0 Luca Raab (10.), 2:0 Patrick Falkenstein (13.), 3:0 Dominik Graser (38.), 3:1 Jonas Rottenberger (45., Elfmeter), 3:2 Kilian Bühner (56., Elfmeter), 4:2 Felix Hagl (60.), 4:3 Patrice Hillenbrand (63.), 5:3 Dominik Graser (90.+25).

Eine schwere Verletzung eines Auraer Spielers, was einen Rettungswagen-Einsatz und eine Unterbrechung des Spiels für einige Minuten nach sich zog, überschattete das torreiche Duell zwischen Aura und der SG Sandberg. Die Gastgeber kamen gut ins Spiel. Luca Raab und Patrick Falkenstein schalteten jeweils bei Abprallern am schnellsten, ehe Dominik Graser sogar auf 3:0 stellte.

Der FC Sandberg steckte noch nicht auf und verkürzte mit dem Halbzeitpfiff durch den von Jonas Rottenberger verwandelten Strafstoß. Das verlieh den Rhönern viel Schwung. Kilian Bühner sorgte vom Elfmeterpunkt für den Anschluss. Der Druck auf die Heimelf wurde immer größer, ehe Felix Hagl mit dem wichtigen 4:2 für kurzes Aufatmen sorgte. Sandberg kam erneut heran, doch in letzter Minute war es erneut Dominik Graser, der einen Abstimmungsfehler der gegnerischen Defensive nutzte und das Spiel entschied. smb

SG Waldberg/Stangenroth – FC Reichenbach 3:2 (2:0). Tore: 1:0 Elias Seufert (17.), 2:0 Kilian Wenzel (33.), 3:0 Christof Keßler (61.), 3:1 Lukas Borst (81.), 3:2 Timo Kirchner (90.+2). Gelb-Rot: Jonas Schmitt (67., Reichenbach).

Diesen Nervenkitzel hätte sich die SG Waldberg/Stangenroth im Spiel mit Derby-Charakter ersparen können. Eine 3:0-Führung nach einer Stunde Spielzeit, wenige Minuten später in Überzahl – das sah komfortabel aus. Zumal der Hausherr bis dahin eine überzeugende Vorstellung abgelieferte. „Was folgte, war nicht nötig. Wir waren nicht clever genug, zu viele Ballverluste und ein Gegner, der trotz Unterzahl alles nach vorne geworfen hat“, meinte SG-Sprecher Alexander Arnold.  

Die Rhöner dominierten in der ersten Halbzeit klar. Viele gute Aktionen mündeten in eine hochverdiente 2:0-Pausenführung, wobei Waldbergs „10er“, Kilian Wenzel, hervorstach. Erst sein perfekter Pass auf Elias Seufert beim 1:0. Dann das 2:0 von ihm selbst. Nach Wiederbeginn präsentierten sich die Teutonen deutlich stärker.

„Sie sind früh angelaufen und haben gepresst, das haben wir zum Glück überstanden.“ Dann erhöhte die SG durch Christof Keßlers haltbaren Freistoß auf 3:0. Auch in Unterzahl gingen die Gäste volles Risiko. Der eingewechselte Timo Kirchner „hat richtig Betrieb gemacht“, lobte Arnold.  „Nach dem 2:3 mussten wir noch ein paar Minuten bibbern.“ phü

 

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