Bezirksliga Männer
TSV Mellrichstadt – FC Bad Brückenau 41:35 (18:12)
„Wir sind mit nur sieben Feldspielern angereist, hatten einen körperlich präsenten Gegner vor uns – und trotzdem haben wir eine couragierte, geschlossen-kämpferische Mannschaftsleistung gezeigt“, resümierte FC-Trainer Bernhard Hereth nach der Niederlage im Rhönderby beim TSV Mellrichstadt. Trotz des ernüchternden Ergebnisses sprach Hereth von einem „Auftritt, auf dem wir definitiv aufbauen können“.
Der FC fand in der Mellrichstädter Gymnasiumhalle nur ganz schwer in die Partie. Die Gastgeber kamen früh zu einfachen Toren. Bereits nach 16 Minuten lag Bad Brückenau 4:10 zurück, die Mellrichstädter hatten zu diesem Zeitpunkt ein deutliches Übergewicht im Zweikampfverhalten und im Tempospiel.
Nach der schwierigen Anfangsphase kämpfte sich der FC wieder heran. Simon Dietrich, der bereits nach rund zehn Minuten angeschlagen weiterspielen musste, zeigte enormen Biss und erzielte insgesamt herausragende 13 Treffer.
Offensiv musste auch Lukas Heil mit einer bärenstarken Vorstellung die Kohlen für den FC aus dem Feuer holen. Der sprunggewaltige Rückraumspieler zeigte sich so treffsicher wie selten in dieser Saison und traf stolze zwölfmal. Dazu kamen die beiden Außen Steven Trotno und Patrick Lieb, die nach Einschätzung des Trainers „deutlich verbessert und mutig im Abschluss“ agierten.
Immer wieder gelang es dem FC Bad Brückenau, seine eigenen Stärken aufs Parkett zu bringen. Mellrichstadt fand zwar meist eine prompte Antwort, doch die Sinnstädter ließen sich nicht entmutigen und gestalteten weite Teile der zweiten Halbzeit zumindest spielerisch ausgeglichen. Spätestens im zweiten Durchgang bewies das Team, dass es trotz der chronischen personellen Engpässe konkurrenzfähig bleibt.
„Die Mannschaft hat sich nicht hängen lassen“, so Hereth. Der FC Bad Brückenau präsentierte sich kämpferisch, gefestigt und mit klar erkennbaren spielerischen Fortschritten auf den Außenbahnen sowie im Tempospiel. „Auf dieser Leistung müssen wir jetzt aufbauen“, betonte Hereth abschließend.
Tore für Bad Brückenau: Simon Dietrich (13/3), Lukas Heil (12), Patrick Lieb (4), Steven Trotno (3), Jan Markovics (2), Mark Crivaro (1)
Bezirksklasse Nord Männer
HSV Bergtheim – MSG Nüdlingen/Münnerstadt 33:44 (15:19)
Die MSG Nüdlingen/Münnerstadt hat in der Bezirksklasse Nord Männer einen beeindruckenden Auswärtssieg gefeiert. Mit einer fulminanten Offensivleistung besiegte die MSG den HSV Bergtheim deutlich mit 44:33. Das Spiel wurde zu einer Tor-Gala.
Blitzstart der MSG
Die MSG Nüdlingen/Münnerstadt legte einen Traumstart hin. Dank einer konzentrierten Abwehr und schnellen Gegenstößen zogen die Gäste innerhalb von sechs Minuten auf 2:6 davon. „Wir sind deutlich besser ins Spiel gekommen als letzte Woche gegen Neustadt“, sagt MSG-Trainer Michi Endres. Dabei lobt er die Abwehr – besonders Keeper Jan-Philipp Ebert, der „wichtige Tore rausgefischt“ hat.
Die Gastgeber fanden erst spät ins Spiel und starteten eine kleine Aufholjagd. Sie konnten den Rückstand bis zur Pause auf vier Tore verkürzen. „Zum Ende der ersten Halbzeit hatten wir eine kleine Schwächephase“, sagt der Coach. Dennoch ging die MSG mit einer verdienten 15:19-Führung in die Kabine.
Entscheidung durch einen furiosen 1:12-Lauf
Was in der zweiten Halbzeit folgte, war eine Demonstration der Offensivkraft des MSG. Das Team ließ den Gastgebern keinen Raum mehr zur Entfaltung. Mit einem beeindruckenden Lauf von 1:12 baute die MSG den Vorsprung auf über zehn Tore aus und entschied die Partie damit endgültig.
Die Hauptverantwortlichen für diese Torflut waren das Duo Bastian Kiesel (14/2 Tore) und Andreas Petsch (12 Tore), die fast zwei Drittel aller Gästetore erzielten und die Bergtheimer Abwehr pausenlos unter Druck setzten.
Der HSV kämpfte zwar weiterhin, konnte aber den massiven Rückstand nicht mehr verkürzen. Am Ende stand ein hochverdienter 33:44-Sieg für die MSG Nüdlingen/Münnerstadt. „Insgesamt ist es der Pflichtsieg, den wir auch einfahren mussten. Es war eine gute Antwort auf das Unentschieden gegen Neustadt“, resümiert Michi Endres.
Tore für Nüdlingen/Münnerstadt: Bastian Kiesel (14/2), Andreas Petsch (12), Noah Rauch (7), Kilian Geßner (4), Jonas Rendl (3), Philipp Bötz (2), Oliver Gißler (1), Markus Schmitt (1)
Bezirksoberliga Frauen
HSG Mainfranken – TV/DJK Hammelburg 30:25 (13:13)
Das Match der Bezirksoberliga Frauen war lange Zeit ein Kopf-an-Kopf-Rennen, bevor die HSG-Spielerin Melanie Herbig die Partie in der Schlussphase fast im Alleingang zugunsten der Gastgeberinnen entschied.
Kopf-an-Kopf-Rennen in Halbzeit eins
Die Zuschauer erlebten zu Beginn eine ausgeglichene und spannende Begegnung. Hammelburg legte zunächst vor und führte in der Anfangsphase, angeführt von der treffsicheren Sophie Gundelach. Doch die HSG Mainfranken ließ sich nicht abschütteln. Nach dem Ausgleich zum 7:7 kämpften beide Teams auf Augenhöhe, wobei sich keine Mannschaft entscheidend absetzen konnte. Folgerichtig ging es beim Stand von 13:13 in die Kabine.
Niederlage in der Crunchtime
Nach dem Seitenwechsel blieb das Spiel zunächst eng. Bis zur 45. Minute konnte der TV/DJK den Ausgleich zum 20:20 halten. Dann jedoch startete Mainfranken den entscheidenden Lauf, der das Spiel kippte. „Wir haben echt ein gutes Spiel gemacht, dann hat die Konzentration nachgelassen und der Gegner ist weggezogen“, sagt TV/DJK-Trainer Tom Faust.
Innerhalb von nur sechs Minuten legten die Gastgeberinnen einen vorentscheidenden 5:0-Lauf hin, der den Spielstand von 20:20 auf 25:20 schraubte. Hauptverantwortlich dafür war Melanie Herbig. Die mainfränkische Offensivspielerin erzielte insgesamt 17 Tore – eine Leistung, die an diesem Abend den Unterschied ausmachte.
Auch eine Auszeit von Hammelburg bei 21:20 konnte den Lauf der HSG nicht mehr stoppen. Die Gäste konnten in der Schlussphase nur noch Ergebniskosmetik betreiben. Am Ende mussten die Saalestädterinnen eine deutliche Niederlage einstecken und verloren 30:25.
„Wir müssen am Ende, wenn es knapp wird, ruhiger bleiben, ansonsten passieren nämlich Fehler und das kostet einen das Spiel“, resümiert Faust.
Tore für Hammelburg: Sophie Gundelach (9/1), Nicole Simon (6/1), Katrin Simon (4/2), Vanessa Simon (3), Tabea Hüfner (2), Selina Vogler (1)










