Bei den Unterfränkischen Meisterschaften der Leichtathleten in Hösbach glänzte Anne Granich im Hochsprung der W15. Mit übersprungenen 1,67 Metern eroberte die Athletin vom TSV Oberthulba Platz drei in der deutschen Jahresbestenliste. Marie-Kristin Sopp vom TSV Münnerstadt beeindruckte mit Klasseleistungen und Titelgewinnen in allen drei Stoß- und Wurfwettbewerben der W15. Insgesamt gewann der U16-Nachwuchs aus dem Bäderkreis elf Titel.
Granich offenbart kleinere Schwierigkeiten
Es war schon eine gesamtheitliche Anstrengung der Leichtathletik-Trainer aus Oberthulba nötig, um Anne Granich über diese enorme Höhe zu verhelfen. Die junge Frankenbrunnerin hatte bei den niedrigeren Höhen durchaus so einige kleinere Schwierigkeiten offenbart. Mario Fröhlich beobachtete im Anlauf, dass die Spikenägel der neuen Hochsprungschuhe nicht nur beim gewollten Fußaufsatz den Boden berührten, sondern auch dann, wenn der Fuß eigentlich in der Luft sein sollte. Christina Füller sah, dass der Kopf bei der Lattenüberquerung zunächst nicht überstreckt wurde. Roland Fröhlich war damit beschäftigt, den optimalen Anlauf für seinen Schützling zu finden.
Anne Granich überspringt in Hösbach die 1,67 Meter
Videoaufnahmen wurden analysiert
Dazu kamen Videoaufnahmen, die in den Sprungpausen fix analysiert wurden. Anne Granich schaffte es tatsächlich, diese umfangreichen Informationen, nach und nach im Laufe des Wettbewerbes umzusetzen. Spätestens ab der Höhe von 1,61 Meter, die sie im zweiten Versuch packte, passte wieder alles bei der Bayerischen Meisterin. Die 1,64 Meter, ihre bisherige Freiluftbestleistung, egalisierte die Gymnasiastin prompt im ersten von drei möglichen Versuchen. Die folgende Höhe von 1,67 Meter wurde in der Altersklasse W14 in Deutschland in diesem Jahr noch nicht geknackt. Anna Granich scheiterte zweimal knapp, ehe sie im dritten Versuch ihre neue persönliche Bestleistung schaffte. Danach ließ sie die deutsche Jahresbestleistung der W15 von 1,69 Meter auflegen. „Der zweite Versuch über diese Höhe war ihr bester Sprung, den ich bisher von ihr gesehen habe“, lobte Roland Fröhlich, auch wenn die Latte fiel.
Persönliche Bestleistung gesteigert
Die TSVler aus Oberthulba hatten noch eine zweite starke Hochspringerin am Start. „Sophie Kirchner ist über der Latte sogar noch effektiver als Anne Granich“, weiß Christina Füller. Die Springerin der Altersklasse W14 steigerte in Hösbach ihre persönliche Bestleistung auf hervorragende 1,52 Meter und schaffte als Zweite die Norm zur Bayerischen Meisterschaft, die Mitte Juli in Erding ausgetragen wird. Im Weitsprung durfte sich Sophie Kirchner sogar über den Sieg freuen. Ihren weitesten Versuch landete sie bei 4,89 Meter in der Sandgrube.
Zu den ganz heißen Medaillenanwärterinnen der Altersklasse W15 gehört bei den Bayerischen Meisterschaften Marie-Kristin Kunz vom TSV Münnerstadt. Bei einem Wettkampf in Dresden warf sie kürzlich den ein Kilogramm schweren Diskus auf hervorragende 32,58 Meter und ist damit aktuell die Nummer zwei im bayerischen Ranking der W15. In Hösbach beließ es Marie-Kristin Kunz bei ihrem Diskus-Sieg dieses Mal bei 29,81 Meter. Allerdings knallte sie im Kugelstoßen die drei Kilogramm schwere Eisenkugel auf die neue persönliche Bestleistung von 12,08 Meter und belegt damit nun Rang drei in Bayern.
Am zweiten Tag den dritten Titel gewonnen
„Ich bin total happy über diese Leistung, zumal es nach dem Diskuswurf die zweite Normerfüllung für die Deutschen Meisterschaften ist“, freute sich die TSVlerin. Am zweiten Wettkampftag in Hösbach gewann Marie-Kristin Kunz den dritten Titel. Den 500 Gramm schweren Speer beförderte sie auf 30,15 Metern, nachdem sie die Woche zuvor in Dresden sogar 32,62 Meter erzielte. Dritte in diesem Wettbewerb wurde Annika Henz vom TSV Oberthulba. Ihre 27,47 Meter bedeuteten den Bronze-Platz, den sie auch im Diskuswurf mit 21,68 Meter und mit 8,40 Meter im Kugelstoßen verbuchte.
Freude herrschte im Diskuswurf bei Lena Schmitt vom TV/DJK Hammelburg. Die jüngere Schwester von Mehrkämpferin Hanna Schmitt ließ die Scheibe bei ihrem Sieg in der W14 auf tolle 25,64 Meter segeln. „Damit habe ich die Norm für die Teilnahme an den Süddeutschen Meisterschaften geschafft“, freute sie sich riesig. Zudem kletterte sie in der bayerischen Rangliste auf Position drei der W14. Im Kugelstoßen eroberte Lena Schmitt mit 8,70 Meter den Silberplatz.
Norm um neun hundertstel Sekunden verpasst
Die Staffel-Startgemeinschaft Oberthulba/Schweinfurt gewann die 4 x 100 Meter der U16 in 51,59 Sekunden überlegen. Dennoch war das schnelle Quartett nach dem Rennen sichtlich enttäuscht. Sophie Kirchner, Maries Amthor, Paula Moser und Antonia Haas hatten die angestrebte Qualifikations-Norm zu den Deutschen U16 Meisterschaften um gerade einmal neun hundertstel Sekunden verpasst. Bei den Bayerischen Meisterschaften gibt es Mitte Juli allerdings eine weitere Chance. Maris Amthor vom TSV Oberthulba überrannte die 80 Meter Hürden der W15 in starken 13,17 Sekunden und war damit nicht zu schlagen. Trotz heftigem Gegenwind blieb auch ihre drittplatzierte Teamgefährtin Antonia Haas unter der geforderten Norm für die Teilnahme an den Bayerischen Meisterschaften. Maris Amthor sprintete zudem über 100 Meter in 13,41 Meter auf den Bronzerang.
Jungs aus Oberthulba erfolgreich
Magdalena Böhm vom TSV Münnerstadt wurde über 800 Meter Dritte und rannte die zwei Stadionrunden der W14 in 2:41,75 Minuten. Ebenfalls Rang drei eroberte Marlies Heusinger vom TSV Münnerstadt im Hürdenlauf über 80 Meter der W14, die sie in 14,32 Minuten absolvierte. Für die Jungs des TSV Oberthulba waren Max Knüttel und Finn Weber in Hösbach siegreich. Letzterer gewann im Weitsprung der M15 mit 4,84 Meter. Gefolgt von den beiden TSVlern aus Münnerstadt, Malte Koch (4,45 Meter) und Levin Weigand, dessen bester Versuch mit 4,41 Meter gemessen wurde. Max Knüttel setzte sich mit 9,91 Meter im Kugelstoßen der M15 durch. Auch hier schafften Levin Weigand (9,71 Meter) und Malte Koch (8,60 Meter) den Sprung auf das Podest.
Den Diskuswurf der M15 gewann ebenfalls Max Knüttel, der die ein Kilogramm schwere Scheibe auf 26,80 Meter beförderte. Teamkollege Moritz Füller folgte mit 25,02 Meter auf Platz zwei. Lukas Fischer vom TSV Oberthulba sicherte sich mit einem Wurf auf 30,53 Meter ebenso die Vizemeisterschaft im Speerwurf der M14. Über 4 x 100 Meter der U16 rannten Lukas Fischer, Finn Wehner, Max Granich und Moritz Füller, für den TSV Oberthulba in 52,60 Sekunden auf den zweiten Platz.
















